Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI)

Direktorin: Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner

2007

Einrichtungsstatistik

Drittmittelausgaben in €2.547.599
Forschungsprojekte137
Publikationen124
Vorträge
Promotionen6
Lehrveranstaltungen4
Verschiedene wissenschaftliche Aktivitäten

Forschungsprojekte

Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. M Blettner, Dr. P Kaatsch

Internationale gepoolte Analyse zu Geburtsgewicht, Rauchverhalten der Eltern, Geschwisterreihenfolge, Stillverhalten und dem Leukämierisiko bei Kindern

Mit diesem Projekt werden zu den im Titel genannten Fragestellungen drei Fallkontrollstudien aus Groß-Britannien, Deutschland und den USA gemeinsam ausgewertet werden. Die deutsche Studie wurde zwischen 1992 und 1997 vom Deutschen Kinderkrebsregister durchgeführt. Insgesamt umfasst das Projekt Daten zu etwa 5.000 an Leukämie erkrankten Kindern und etwas mehr Kontrollkindern. In 2004 wurden Meetings durchgeführt, um die Vergleichbarkeit der Daten herzustellen und die Analysestrategie festzulegen. Die Auswertungen sind weitgehend abgeschlossen; eine Publikation ist für 2007 geplant.

Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. M Blettner

Internationale multizentrische Fallkontrollstudie zu den Ursachen von Hirntumoren mit einem Schwerpunkt auf hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (INTERPHONE)

Es gibt bisher keine überzeugenden Hinweise auf gesundheitsschädigende Wirkungen von Mobilfunk-Strahlung. Der rasante Anstieg von Teilnehmern des Mobilfunknetzes führt jedoch zu einer steigenden Anzahl derjenigen, die tagtäglich hochfrequenten elektromagnetischen Strahlungen ausgesetzt sind. Eine von der WHO koordinierte internationale Fallkontroll-Studie, die in 13 Ländern nach einem einheitlichen Studienprotokoll durchgeführt wird, sollte klären, ob die Nutzung von Mobiltelefonen das Risiko erhöht, an einem Hirntumor oder einem Parotistumor zu erkranken. Die Studienregion in Deutschland umfasst die Großräume Bielefeld, Heidelberg, Mainz und Mannheim. Die deutsche Teilstudie startete im Oktober 2000, die Feldphase wurde im März 2004 abgeschlossen. In Mainz wurden die Patienten (Fälle) mit Unterstützung der Klinik für Neurochirurgie und der HNO-Klinik kontaktiert. Kontrollpersonen wurden über Melderegisterdaten gezogen. Expositionsangaben wurden mit einem über alle Länder einheitlichen Befragungsinstrument erhoben. Die nationalen Auswertungen wurden Ende 2005 abgeschlossen. Insgesamt haben an der deutschen Studie 366 Patienten mit einem Gliom, 381 Patienten mit einem Meningeom, 97 Patienten mit einem Akustikusneurinom und 1737 Kontrollpersonen teilgenommen. In der deutschen Studie wurde für Handy-Nutzer kein erhöhtes Hirntumorrisiko beobachtet, allerdings können die Auswirkungen von Langzeitnutzungen nur in der internationalen Auswertung genauer untersucht werden.

Literatur:
Blettner M, Schlehofer B, Samkange-Zeeb F, Berg G, Schlaefer K, Schüz J. Medical exposure to ionising radiation and the risk of brain tumours: Interphone study group, Germany.. Eur J Cancer 2007; 43 (13): 1990-8
Schlehofer B, Schlaefer K, Berg G, Böhler E, Hettinger I, Kunna-Grass K, Wahrendorf J, Schüz J, Blettner M. Environmental risk factors for sporadic acoustic neuroma (Interphone Study Group, Germany). Eur J Cancer 2007; 43 (11): 1741-7

Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. M Blettner

Querschnittstudie zur Erfassung und Bewertung möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch die Felder von Mobilfunkbasisstationen – QUEBEB

Mit Hilfe der Querschnittsstudie wurde untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Beschwerden und der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern von Mobilfunkbasisstationen gibt. Für die Überprüfung der Hypothese, dass die Felder der Basisstationen zu gesundheitlichen Beschwerden führen können, ist ein epidemiologischer Untersuchungsansatz mit bundesweit repräsentativer Querschnittserhebung notwendig. Bei ausgewählten Probanden, die im Umkreis von Mobilfunkbasisstationen wohnen, wurden Vertiefungserhebungen geplant. Eine Panelbefragung in über 30.000 Haushalten wurde 2005 abgeschlossen. Damit kann die Verteilung von Beschwerden, die in Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern gebracht wird, beschrieben werden. Eine Vertiefungserhebung, mit Messungen von elektromagnetischen Feldern in den Haushalten wurde 2006 durchgeführt. Die Analysen zeigen, dass subjektive Wahrnehmung einer Mobilfunksendeanlage im Wohnumfeld mit der Besorgnis über mögliche Beeinträchtigungen bzw. der selbstberichteten gesundheitlichen Beeinträchtigung aufgrund von Mobilfunksendeanlagen assoziiert ist. Demgegenüber steht das durch die Georeferenzierung ermittelte tatsächliche Vorhandensein einer Mobilfunksendeanlage im Umkreis von 500m um den Wohnort im multiplen logistischen Regressionsmodell nicht im Zusammenhang mit der Besorgnis sowie der subjektiven Beeinträchtigung. Vor allem Personen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren und Personen mit höherer Schulbildung (Fach-/Hochschulreife) äußern häufiger eine Besorgnis wegen bzw. eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch Mobilfunkbasisstationen.

Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner

Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder des Mobilfunks auf menschliche Fibroblasten

Ziel der Studie ist die Bestimmung möglicher DNA- oder Chromosomen-Schädigender Wirkungen der für Mobilfunksysteme genutzten hochfrequenten elektromagnetischen Felder auf Fibroblasten im Rahmen einer verblindeten Studie. Die Wirkung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern wurde bereits des Öfteren mit der Entstehung bestimmter Krebsarten (z.B. Gehirntumoren) und gentoxischen Wirkungen in Verbindung gebracht. Bisher liegen allerdings keine Hinweise auf mögliche, zugrunde liegende biophysikalische Wirkmechanismen vor. Bedingt durch verschiedene Versuchsdesigns, oft auch aufgrund statistisch unzureichender Zellzahl oder unzulänglicher Expositionsermittlung ergibt sich bis dato kein konsistentes Gesamtbild. Fibroblastenkulturen in niedriger Passage von adulten und juvenilen Spendern werden mit gepulsten GSM 1800 Mobilfunksignalen befeldet und mögliche Effekte in den Zielzellen untersucht. Als gentoxikologische Endpunkte werden im Comet-Assay Einzel- und Doppelstrangbrüche bzw. alkalilabile Stellen, die Induktion von Mikrokernen, oxidative DNA-Schäden, die Rate des programmierten Zelltods (Apoptose) sowie numerische Chromosomenaberrationen ausgewertet. Aufgaben des IMBEI sind die Erfassung und Dokumentation der Rohdaten der Labors, Plausibilitätskontrollen und die statistische Auswertung der Ergebnisse.

Laufzeit: 2007-2020
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner, Univ.-Prof. Dr. Harald Binder

Epidemiologie und Statistik der Gutenberg Gesundheitsstudie

Das Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) unterstützt und berät die II. Medizinische Klinik bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Gutenberg Gesundheitsstudie. In der Planungsphase hat das IMBEI aktiv die epidemiologische Studienvorbereitung durchgeführt. Dazu gehörten Datenschutz, Ethikkommission, Stichprobenziehung, Probandenfragebogen und computer-gestütztes persönliches Interview (CAPI), Interviewerschulung, Datenbank, Zeitplan, Vorbereitung der Rekrutierung sowie alle weiteren epidemiologischen und statistischen Fragen zum Studiendesign. Im Verlauf der Rekrutierung entsteht eine umfangreiche Datenbank mit einer Fülle an Daten, die zum Teil am IMBEI mit statistischer Beratung und Unterstützung des IMBEI ausgewertet werden.
Derzeit werden umfangreiche Auswertungen der Daten vorbereitet und durchgeführt. Das IMBEI begleitet diese statistischen Auswertungen durch den Support des statistischen Auswerteplans, durch die Hilfe bei komplexen statistischen Methoden und der Interpretation der Ergebnisse.

Laufzeit: 2006-2020
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner

European Master of Science in Epidemiology

Die Europäischen Kommission (DG-SANCO) förderte bis zum 31.12.2004 ein Kooperationsprojekt mit 12 anderen europäischen Universitäten zur Konzeption und Durchführung eines europäischen Masterstudienganges in Epidemiologie. Die Kooperation dient neben der Entwicklung eines europäischen Curriculums der Entwicklung von Konzepten für den Austausch von Studierenden und von Dozenten. Der Studiengang „Master of Science in Epidemiology“ wird seit November 2004 von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz angeboten. Er wird vom Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) koordiniert.

Die Studierenden sollen gesundheitliche Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene sicher analysieren, sowie Studien planen, durchführen und deren Ergebnisse umsetzen lernen. Der Schwerpunkt der Lehre im Masterstudiengang besteht in der Vermittlung methodisch-analytischer Kenntnisse in den beiden Kernfächern des Studiums: der Biometrie und der Epidemiologie. Diese werden unter anderem durch die folgenden Fächer ergänzt: Molekulare und genetische Epidemiologie, Strahlenepidemiologie, Krebsepidemiologie, Herz-Kreislauf-Epidemiologie, Sozialepidemiologie und Klinische Epidemiologie. Zudem werden grundlegende Kenntnisse in Befragungstechniken sowie Fähigkeiten in der Vermittlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen mit geeigneten Präsentationstechniken vermittelt, um die Absolventen auf ihre zukünftigen Arbeitsfelder in Forschungsinstituten, Universitäten, klinischen oder pharmazeutischen Einrichtungen sowie Behörden umfassend vorzubereiten.

Der berufsbegleitende Studiengang ist nach dem Baukastenprinzip, also modular aufgebaut. Die Studierenden absolvieren sechs Pflichtmodule sowie vier Wahlmodule. Die Regelstudienzeit beträgt zwei Jahre. Die Unterrichtssprache ist überwiegend Englisch. Das Studium wird mit dem Titel „Master of Science“ abgeschlossen. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz bietet den Studierenden darüber hinaus auch die Möglichkeit, Wahlmodule bei europäischen Partneruniversitäten wahrzunehmen und so das Zertifikat „European Master of Science in Epidemiology“ zu erlangen. Besonderer Wert wurde auf die internationale, gegenseitige und problemlose Anerkennung der einzelnen Module gelegt, was durch die Verwendung des Europäischen Leistungspunktesystems sichergestellt wird.

Der Studiengang ist gebührenpflichtig. Die Gesamtgebühren für die Studierenden belaufen sich derzeit 5.000 Euro. Pro Jahr werden ca. 15 Studierende aufgenommen. Interessierte können an einzelnen Modulen auch als Gasthörer teilnehmen.


Laufzeit: 2005-2020
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner, Dr. Daniel Wollschläger

Internationale Kohortenstudie zu fliegendem Personal

Das fliegende Personal der Luftverkehrsgesellschaften hat eine erhöhte berufsbedingte Exposition durch kosmische Strahlung. In einer seit 1997 laufenden Kohortenstudie untersuchen wir gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern berufsbedingte Gesundheitsrisiken von Cockpit- und Kabinenpersonal, wobei der Schwerpunkt auf der Ermittlung von strahlenassoziierten Krebsrisiken liegt. Das 2. Follow-up der deutschen und 9 weiteren nationalen Kohorten, mit insgesamt ca. 94.500 Personen, ist mittlerweile abgeschlossen. Die Mainzer Arbeitsgruppe am IMBEI analysiert die Sterblichkeit der gepoolten Kohorte. Publikationen der deutschen Ergebnisse liegen bereits vor; internationale Ergebnisse sind publiziert.
Ein neues Follow up für Deutschland wird zur Zeit durchgeführt.

Literatur:
Hammer GP, Blettner M, Zeeb H. EPIDEMIOLOGICAL STUDIES OF CANCER IN AIRCREW. RADIATION PROTECTION DOSIMETRY 2009; 136 (4): 232-239
Zeeb H, Hammer GP, Langner I, Schafft T, Bennack S, Blettner M. Cancer mortality among German aircrew: second follow-up. RADIATION AND ENVIRONMENTAL BIOPHYSICS 2010; 49 (2): 187-194

Laufzeit: 2004-2017
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner, Dr. Gaël Hammer

Pilotstudie zu Kinderkrebs nach hohen Dosen ionisierender Strahlung im Rahmen diagnostischer Untersuchungen (CHILD-MED-RAD)

Hintergrund

Die Computertomographie (CT) ist ein unverzichtbares Diagnosewerkzeug in der modernen Medizin, das Leben retten kann. Ständig werden neue Anwendungen für die CT entwickelt. Der Einsatz von CT ist seit ihrer Einführung in den 1970er Jahren in Deutschland wie auch weltweit stetig gestiegen. Gegenüber konventionellen Röntgenaufnahmen werden bei CT-Untersuchungen wesentlich höhere Strahlendosen verwendet. Dem unmittelbaren Nutzen der CT für den Patienten stehen Gesundheitsrisiken durch die Strahlenbelastung gegenüber.

Ziele

Hauptziel dieser epidemiologischen Kohortenstudie ist die Quantifikation des Krebsrisikos im Kindesalter nach CT-Exposition. Neben der Inzidenz von Krebs insgesamt wird die Inzidenz für folgende Lokalisationen betrachtet, weil diese Organe a priori besonders strahlenempfindlich sind: Knochenmark (Leukämie), Hirntumore, Schilddrüsenkrebs und Brustkrebs. Die Daten der deutschen Studie fließen in ein europäisches Kooperationsprojekt ein, das eine bessere statistische Aussagekraft bietet als die einzelnen beitragenden Studien.

In dieser Pilotstudie wird zunächst geprüft, wie die Kohorte anhand von Krankenhausunterlagen zusammengestellt werden kann („historische Kohorte“). Weiterhin wird untersucht welche Expositionsdaten zu kindlichen CT-Untersuchungen erfasst wurden und werden, um damit eine möglichst genaue Dosisrekonstruktion zu ermöglichen.


Laufzeit: 2007-2008
Projektleiter: Dr. Dr. Thomas Borschitz

Lokale Exzision von Rektumadenomen und –karzinomen (LERK)

Die transanale lokale Exzision (LE) von breitbasigen Rektumadenomen und frühen, sogenannten „low risk“ (G1-2/L0/V0) T1 Rektumkarzinomen stellt eine kurative und mittlerweile häufig eingesetzte Therapieform dar, für die inzwischen auf einen Erfahrungszeitraum von über 20 Jahren zurückgeblickt werden kann. Für diese minimalinvasive Therapieform wurden überwiegend niedrige Lokalrezidivraten, gute funktionelle Ergebnisse sowie geringe Komplikationsraten ermittelt. Gegner dieses Behandlungskonzepts weisen jedoch auf die Tatsache hin, dass es sich auch bei einem frühen (T1) Karzinom um einen malignen, invasiv wachsenden Tumor handelt, der radikalchirurgisch behandelt werden sollte. In diesem Zusammenhang berichten Untersucher z.T. auch hohe Rezidivraten nach LE. Die Ergebnisse der LE beruhen auf vielen, jedoch überwiegend kleineren Patientenkollektiven, die unterschiedliche Einschlußkriterien und Studienprotokolle aufweisen, so dass ein direkter Vergleich zwischen den Studien nicht möglich ist. Unterschiede finden sich in der Patientenselektion, den nicht einheitlichen histologischen Aufarbeitungen und Befundungen der Exzidate, der unterschiedlichen Definition von prognostischen Risikofaktoren sowie der Qualität der LE. Mit Blick auf die Beurteilbarkeit der Qualität der LE ist bisher nicht untersucht worden, ab wann eine LE, neben einem R1 Befund, als inadäquat einzustufen ist. Um den Wert der LE beim Rektumkarzinom zu untersuchen wurden eine Reihe von Literaturanalysen durchgeführt, die zwar überwiegend niedrige Lokalrezidivraten, jedoch auch einer breite Streuung aufweisen. Eine systematische Metaanalyse ist hier nicht zulässig, da die einzelnen Studien zu unterschiedlich angelegt und nicht vergleichbar sind. Versuche einer Radomisierung scheiterten an der Patientenakzeptanz, da sich die meisten Patienten gegen eine Studienteilnahme entscheiden, wenn sie vor die Alternative gestellt werden, sich entweder minimalinvasiv behandeln zu lassen oder alternativ eine Rektumexstirpatiom ansteht. Eine Rektumexstirpation bedeutet immer einen definitiven Verlust des Schließmuskels und die Anlage eines Anus praeter. Bevor die LE von T1 Rektumkarzinomen dem konventionellen radikalchirurgischen Vorgehen gleichgestellt werden kann, ist es eine kontrollierte Untersuchung an einem größeren Kollektiv notwendig, die nach einem einheitlichen Protokoll durchgeführt wird. Erst hiernach können neben den bisher bestehenden Therapieempfehlungen entgültige Richtlinien ausgeben werden. In einer prospektiven Multizenter-Studie wollen wir sowohl allgemein anerkannte, als auch potentielle, prognostische Risikofaktoren unter standardisierten Bedingungen untersuchen und Rezidivraten ermitteln. Hierfür sollen alle lokal, d.h. transanal exzidierten Rektumtumore, wie sie nach den bisher gängigen Therapieempfehlungen der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) behandelt werden, in ihrem Verlauf in einer zentralen Datenbank registriert und die Exzidate von einem Referenzpathologen befundet werden.

Laufzeit: 2007-2015
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Christoph Düber, Dr. Bernd Röhrig

Bildgestützte zeitliche und regionale Analyse der Ventilations-Perfusionsverhältnisse in der Lunge (FOR 474)

Das Projekt ‚Bildgestützte zeitliche und regionale Analyse der Ventilations-Perfusionsverhältnisse in der Lunge (FOR 474)’ befasst sich mit verschiedenen Aspekten zur optischen Sichtbarmachung von Lungenfunktionsparametern der Ventilation und Perfusion. Ein wichtiger Teilbereich sind Studien zu Polarisationsverfahren für die Magnetresonanztherapie (MRT). Zu nennen ist die Helium3-Technologie, hochpolares Wasserstoff, Sauerstoff oder der Einsatz von Fluor als Kontrastmittel. Die Validierung der quantitativen Bildauswertung sowie die dynamische Untersuchung der Ventilation sind gleichfalls wichtige Fragestellungen des Forschungsprojekts. Ein anderer bedeutender Teilbereich ist die Untersuchung der Bildgebung der Lunge mittels Computertomografie und Magnetresonanztomografie am Versuchtier Schwein. In den Tierversuchen wird bei künstlich beatmeten Schweinen ein sekundärer Lungenschaden durch verschiedene Interventionen (z. B. Ölsäure-Injektion, Ausspülung der Oberfläche mit NHCL3) hervorgerufen. Ein wichtiges Ziel ist die Untersuchung lungespezifischer Parameter wie der Miget-Shunt, Venous Admixture und das V/Q-Verhältnis. Die Untersuchungen sollen Zusammenhänge zwischen diesen Parametern (z. B. MIGET-Shunt und Venous Admixture sowie V/Q) aufdecken und mittels Korrelations- und Regressionsanalyse quantitativ erfassen. Weiterhin sollen neue Erkenntnisse zu Unterschieden in den Lungenparametern in Abhängigkeit von der Zeit und dem induzierten Lungenschaden gewonnen werden. Die Beziehung zwischen MIGET-Shunt und arteriellen Sauerstoffpartialdruck ist ebenfalls von Interesse.

In diesem Projekt werden fortlaufend neue Versuchsdesigns und Fragestellungen bearbeitet und ausgewertet. Als Beispiel sei der Zusammenhang zwischen der elektronischen Impedanztomographie (EIT) und der Computertomographie (CT) genannt. Aktuell wird die Beantragung eines DFG-Paketantrages (insgesamt 4 Pakete) vorbereitet.


Laufzeit: 2002-2008
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Christoph Düber

DFG-Forschergruppe FOR 474, Teilprojekt Z: Matching für Ventilation und Perfusion, Klinische Studie

Nach dem erfolgreichen Aufbau der Kommunikationsstrukturen konzentriert sich das Zentralprojekt auf zwei Aktivitäten: Organisation und Biometrie einer großen und mehrerer kleinen vergleichenden Diagnosestudien unter Beachtung von AMG und MPG sowie Zusammenführung der Auswertungen von Ventilation und Perfusion mittels Bildverarbeitung und komplexer anatomischer Registrierung. Zur Gewährleistung der Validität der Ergebnisse in den verschiedenen quantitativen Projekten ist eine qualifizierte Unterstützung durch biometrische Methoden unerlässlich. Innerhalb des Zentralprojekts werden methodische Zusammenarbeit und Beratung auf allen Ebenen der Planung, Durchführung, Versicherung, Monitoring, Datenmanagement, Meldung und Dokumentation gem. AMG / MPG, Auswertung und Interpretation durchgeführt. Als zentrale klinische Studie ist eine prospektive diagnostische Studie zur nicht-invasiven, bildbasierten V/Q-Analyse zur Differenzierung von klinisch relevanten primären Erkrankungen der Atemwege (COPD, CF) und der Pulmonalarterien vorgesehen. So kann einerseits eine Störung der Ventilation (COPD, CF) und andererseits eine Umverteilung der Perfusion (pulmonale Hypertonie) detailliert untersucht werden. Referenzverfahren wie CT, SPECT Echokardiographie und eine umfassende Lungenfunktionsanalyse einschließlich Diffusionskapazität werden zum Vergleich herangezogen. Verschiedene lokale Lungenfunktionsdaten sowie morphologische Bildinformationen sollen in einer neu zu entwickelnden Registrierungssoftware zusammengeführt werden. Dadurch soll ein Mehrwert der Einzelinformationen erschlossen werden und die lokale Information gegenüber den bisherigen global gemittelten Ergebnissen aufgewertet werden. Durch diese zentrale Stellung wird eine Koordination der Methoden für mehrere TP erreicht, ein optimales Monitoring gewährleistet, und durch die zentrale Unterstützung der Datenerfassung eine optimale Datenqualität gesichert.

Laufzeit: 2005-2009
Projektleiter: Dr. Thomas Einzmann, Dr. Katja Nilges

Kolposkopie und Dysplasiesprechstunde im Rahmen der MARZY Studie: Machbarkeitsstudie für die Durchführung einer randomisierten Interventionsstudie zur Implementation eines Einladungsmodells und eines HPV Tests in die Routinefrüherkennungsuntersuchung für das Zervixkarzinom

Im Rahmen dieser groß angelegten Untersuchung des IMBEI, gefördert von der Deutschen Krebshilfe, zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses werden werden im Rahmen eines Einladungsmodells 5000 Frauen stichprobenartig angeschrieben. Durch niedergelassene Frauenärzte erfolgen Zytolgie und HPV Status. Teil dieser Studie ist eine Studienkolposkopie und eventuelle histologische Sicherung auffälliger Befunde. Diese Untersuchungen erfolgen im Rahmen der Dysplasiesprechstunden der UFK und dienen der Korrelation zytologischer , histologischer und kolposkopischer Parameter.

Laufzeit: 2004-2007
Projektleiter: Dr. Angela Emser

Biometrische Betreuung im Rahmen der DFG-Forschergruppe FOR 474: Matching für Ventilation und Perfusion, Klinische Studie

Das Zentralprojekt konzentriert sich auf zwei Aktivitäten: Organisation und Biometrie einer großen und mehrerer kleinen vergleichenden Diagnosestudien unter Beachtung von AMG und MPG sowie Zusammenführung der Auswertungen von Ventilation und Perfusion mittels Bildverarbeitung und komplexer anatomischer Registrierung.

Laufzeit: 2005-2009
Projektleiter: PD Dr. A Faldum

Biometrische Betreuung der Neuroblastom-Studie NB2004

Multizentrische Studie zur risikoadaptierten Behandlung von Kindern mit Neuroblastomen. Das Neuroblastom ist ein maligner Tumor des sympathischen Nervensystems und ist das häufigste solide Malignom in der pädiatrischen Onkologie. Für die Therapie werden die Patienten in Beobachtungs-, Mediumrisiko- und Hochrisikogruppe eingeteilt. Die Studie ist multizentrisch, nicht verblindet, prospektiv und in der Hochrisikogruppe randomisiert. Die Studie ist im Hochrisikoarm nach einem 3-stufigen gruppensequentiellen Design nach Pampallona&Tsiatis geplant und vergleicht einen intensivierten Arm und Standardarm bzgl. des ereignisfreien Überlebens. Sie wird gestoppt, falls sich der Anteil der Sterbefälle aufgrund von Toxizitäten im intensivierten Hochrisikoarm relevant von dem des Standard-Hochrisikoarms unterscheidet. Der Hochrisikoarm der Studie kann zudem mit Hilfe des Schäfer&Müller-Verfahrens adaptiv neu geplant werden.

Laufzeit: 2001-2007
Projektleiter: PD Dr. A Faldum

Biometrische Betreuung der Studie zum Wirksamkeitsnachweis der Osteopathie als Therapie der Säuglingsasymmetrie

Durch die Studie soll die Wirksamkeit der Osteopathie als Behandlung der konnatalen, idiopathischen Säuglingsasymmetrie im Vergleich zum Spontanverlauf geprüft werden. Die monozentrische kontrollierte Studie wird randomisiert mit einfach verblindeter Therapie und verblindeter Erfolgsbewertung mittels Patientenvideo durchgeführt. Neben der Evaluierung der osteopathischen Therapie sollen auch neue diagnostische Maße für die Säuglingsasymmetrie entwickelt werden.

Literatur:
Philippi H, Faldum A, Jung T, Bergmann H, Bauer K, Gross D, Spranger J. Patterns of postural asymmetry in infants: a standardized video-based analysis. Eur J Pediatr 2006; 165 (3): 158-64
Philippi H, Faldum A, Jung T, Bergmann H, Pabst B, Schleupen A. Idiopathic infantile asymmetry, proposal of a measurement scale. Early Hum Dev 2004; 80 (2): 79-90
Philippi H, Faldum A, Schleupen A, Pabst B, Jung T, Bergmann H, Bieber I, Kaemmerer C, Dijs P, Reitter B. Infantile postural asymmetry and osteopathic treatment: a randomized therapeutic trial. Dev Med Child Neurol 2006; 48 (1): 5-9; discus

Laufzeit: 2004-2007
Projektleiter: PD Dr. A Faldum

Statistische Beratung

Das Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik übernimmt im Rahmen der wissenschaftlichen Dienstleistungen die statistische Beratung wissenschaftlicher Arbeiten, die am Fachbereich Medizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz durchgeführt werden. Dieser Service steht allen Angehörigen des Fachbereichs Medizin offen und bietet Hilfestellung bei der Bearbeitung folgender Aufgaben:
  • Studien- und Versuchsplanung
  • Datenerfassung und Datenbanken
  • Auswahl adäquater statistischer Verfahren
  • statistische Datenanalyse
  • Interpretation von Studienergebnissen

Laufzeit: 2007
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Biometrische Betreuung der SAA-Studie

Multizentrische Therapieoptimierungsstudie bei schwerer aplastischer Anämie im Kindesalter. Die aplastische Anämie teilt sich in drei Unterklassen auf: sehr schwere, schwere und nicht schwere aplastische Anämie. Patienten, die einen HLA-identischen Geschwisterspender haben, erhalten primär eine Knochenmarkstransplantation. Die anderen erhalten im Allgemeinen eine immunsupressive Therapie.

Laufzeit: 2001-2007
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Biometrische Betreuung der SIOP-LGG-Studie

Zur Therapie von Kindern mit Gliomen niedriger Malignitätsgrade wurde im April 2004 die internationale SIOP-LGG 2004-Studie gestartet. Die Studie ist multizentrisch, nicht verblindet, prospektiv und zum Teil randomisiert. Sie teilt sich in eine Beobachtungs-, eine Chemotherapie- und eine Radiotherapie-Gruppe. Die Zuteilung in Chemotherapie oder Radiotherapie-Gruppe erfolgt gemäß dem Alter der Patienten. Wichtige klinische Studienziele sind der Vergleich des progressionsfreien Überlebens, des Ansprechens auf die Therapie und der Toxizitätsrate zwischen verschiedenen Therapiearmen innerhalb der jeweiligen Unterstudien. In der Chemotherapie-Gruppe wird eine Standard-Induktionstherapie mit einer intensivierten Induktionstherapie verglichen. Patienten, die nicht an einer Neurofibromatose NF1 leiden, werden randomisiert den beiden Therapiearmen zugeteilt. Die Studie kann aufgrund einer erhöhten Toxizitätsrate in der Chemotherapie- oder der Radiotherapiegruppe gestoppt werden. Sie wurde nach einem 3-stufigen Design nach Pampallona&Tsiatis geplant. Es besteht die Möglichkeit, die Studie gemäß des Verfahrens von Schäfer&Müller (2001) adaptiv neu zu planen. Studienleitung: Dr. A. K. Gnekow, Klinik für Kinder und Jugendliche, Klinikum Augsburg; Kooperationspartner: Dr. G. Perilongo, Clinica di Oncoematologia Pediatrica e Centro Leucemie Infantili, Padova; Dr. D. A. Walker, Children’s Brain Tumor Research Centre - Queen’s Medical Centre, University of Nottingham; Dr. J. Grill, Département de Cancérologie de l’Enfant et de l’Adolescent, Institut Gustave Roussy, Villejuif.

Laufzeit: 2001-2007
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Biometrische Betreuung der Studie “Eine prospektive Anwendungsbeobachtung bei Frauen nach der Menopause, die Symptome der Stressinkontinenz aufweisen und nach den ICI-Richtlinien behandelt werden”

Es handelt sich hierbei um eine prospektive, nicht-interventionelle Beobachtungsstudie. Das Patientenklientel bilden Frauen in der Postmenophase, die trotz erfolgloser initialer Behandlung der Stressinkontinenz nach den ICI-Richtlinien eine Therapie mit Duloxetin beginnen.

Ziel der Studie ist es, die Sicherheit und Verträglichkeit von Duloxetin zu testen. Die Dokumentation erfolgt in einem Tagebuch oder auf einem S/UI-Fragebogen.


Laufzeit: 2007-2009
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Strategien zur praktischen Umsetzung und Optimierung adaptiver Designs

Zwischenanalysen bei kontrollierten Studien sind mittlerweile Bestandteil nahezu jedes gut geplanten Studienprotokolls. Ethische Gründe erzwingen das frühzeitige Ende einer Studie, sobald eine evidente Überlegenheit einer Therapieoption gezeigt wird. Doch die Möglichkeit, eine Studie frühzeitig zu beenden, reicht bei weitem nicht aus, um der Komplexität der Studienverläufe gerecht zu werden. Erhöhte Anforderungen an kontrollierte klinische Studien im Rahmen der jüngsten Änderungen des Arzneimittelgesetzes erfordern eine wiederholte, sorgfältige Kontrolle der Erfolgsaussichten einer Studie. Um flexibel auf die unterschiedlichsten Studienverläufe reagieren zu können ohne die Studienintegrität zu gefährden, sind neue statistische Studiendesigns nötig. Diese helfen die Erfolgschancen einer Studie zu erhöhen und Ressourcen einzusparen. Dabei müssen die klinischen Ergebnisse unverändert einfach interpretierbar bleiben. Durch praktische Erfahrung beim Einsatz solcher adaptiv-sequentieller Studiendesigns, sowie durch eigene Entwicklungen u.a. im Rahmen eines DFG-Projektes, konnten Studiendesigns optimiert werden. Dabei wurden durch Designmodifikationen Anforderungen der Zulassungsbehörden entsprechend berücksichtigt.

Laufzeit: 2001-2009
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Vertrauenswürdigkeit der Datenübertragung in medizinischen Netzen

Gerade im medizinischen Bereich können fehlerhafte Informationen zu schwerwiegenden Fehlentscheidungen führen. Ein Arzt muss sich darauf verlassen können, dass die digitalen Laborbefunde oder radiologischen Bilder korrekt sind. Daher müssen Informationen so gesichert werden, dass Fehler erkannt und korrigiert werden können. Solche fehlerkorrigierenden Codes werden bei der Datenübertragung im Internet und bei der Speicherung auf einer CD verwendet. Wie häufig führt aber eine Fehlerkorrektur zu falschen Ergebnissen? Ist es nicht besser, die Daten im Labor noch einmal abzufragen, falls die Nachricht vor der Fehlerkorrektur erkennbar fehlerhaft oder unvollständig war? Wie lange kann eine fehlerkorrigierte digitale Röntgenaufnahme noch als Beweismittel in einem Rechtsstreit dienen? Mit Hilfe neu entwickelter Methoden kann die Wahrscheinlichkeit einer fehlerhaften Korrektur in Abhängigkeit des verwendeten Codes, der Fehlerrate im Speichermedium und der maximal korrigierten Fehleranzahl berechnet werden. Des Weiteren können nun Codes beschrieben werden, die eine kleinstmögliche Wahrscheinlichkeit für eine falsche Fehlerkorrektur haben.

Zum Einsatz kommt das Verfahren im Rahmen des Pseudonymisierungsdienstes im medizinischen Forschungsnetz der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie. Für die Patientenidentifikation wurde eine 8stellige, pseudozufällig erzeugte Nummer entwickelt, die bei nur zwei Prüfzeichen pro Identifikationsnummer die bestmögliche Fehlererkennung bzw. Fehlerkorrektur und die größtmögliche Sicherheit bei Kontrolle und Korrektur ermöglicht.


Literatur:
Faldum A, Lafuente J, Ochoa G, Willems W. Error probabilities for bounded distance decoding. Design Code Cryptogr 2006; 40 (2): 237-252

Laufzeit: 1999-2009
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Zentrale biometrische Betreuung der HIT 2000-Studie

Die Studie setzt sich aus sechs Unterstudien zur Behandlung von Medulloblastomen, PNET, Ependymomen ohne und mit Metastasen bei Kindern unterschiedlicher Altersstufen zusammen. Die Rekrutierungszeit der Studienpatienten beträgt 5 Jahre. Es schließt sich eine 2-jährige Beobachtungsphase an. Die größte Unterstudie dient zum Vergleich der Therapien mit einer hyperfraktionierten Bestrahlung und einer Standardbestrahlung mit reduzierter kraniospinaler Dosis bei Patienten mit einem Medulloblastom ohne Metastasen im Alter von mindestens 4 und höchstens 21 Jahren. Jeder Studienpatient wird unmittelbar nach seiner Aufnahme in die Studie einer der beiden Therapiearme randomisiert zugeteilt. Die übrigen Unterstudien sind historisch kontrolliert. Verglichen werden u.a. jeweils die Überlebenszeit, die progressionsfreie Überlebenszeit, der Intelligenzquotient und die Lebensqualität.

Neben den bereits von Beginn an beteiligten Ländern (D, A, CH) traten nach zweijähriger Laufzeit der Studie weitere europäische Länder der Studie bei. Der Studienname wurde auf HIT/SIOP-PNET4 geändert.


Laufzeit: 2001-2007
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Zentrale biometrische Betreuung der HIT-ENDO / Kraniopharyngeom-Studie

Diese prospektive multizentrische Beobachtungsstudie für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einem Kraniopharyngeom begann 2001. Sie ist die erste in Deutschland, die sich ausschließlich mit dieser Diagnose beschäftigt und das Ziel verfolgt, wissenschaftlich gut belegte Therapieempfehlungen zu erarbeiten und Hypothesen zu generieren, die es in einer Folgestudie zu prüfen gilt. Von Seiten des Referenzzentrums Biometrie - HIT wird dies durch explorative sowie deskriptive Methoden unterstützt.

Laufzeit: 2001-2007
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Zentrale biometrische Betreuung der HIT-GBM / HGG-Studie

Die HIT-GBM / HGG-Studie besteht aus einer Serie von einzelnen Therapieoptimierungs-Protokollen zur Behandlung von malignen Gliomen des Kindesalters. Das Protokoll des aktuellen Abschnittes D dieser Serie beruht auf den Erfahrungen der Abschnitte A, B und C.

Die Patienten dieses Protokolls werden randomisiert entweder der bestehenden Standardtherapie (eine kombinierte Radio- und Chemotherapie) oder einer um 2 MTX-Blöcke intensivierten Therapie zugeordnet. Hauptfragestellung ist, ob die Intensivierung der Standardtherapie die Überlebenszeit verlängert. Die Rekrutierungszeit dieser Studie beträgt 2,5 Jahre. Nach einer Beobachtungsphase von 3 Jahren wird die Studie geschlossen und die Studiendaten ausgewertet.


Laufzeit: 2001-2007
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Zentrale biometrische Betreuung der HIT-LGG- Studie

Ziel dieser Studie ist es, ein gemeinsames Therapiekonzept für Kinder mit Gliomen niedriger Malignitätsgrade zu etablieren. Weiterhin sollen Spätfolgen, die durch eine Radiotherapie bei Kindern unter 5 Jahren hervorgerufen werden können, durch eine Verzögerung oder ein Ersetzen der Radiotherapie durch eine Chemotherapie vermindert werden. Die Rekrutierungszeit dieser Studie endete im Frühjahr 2004. Nach Beendigung einer Nachbeobachtungszeit wird die Endauswertung durchgeführt.

Laufzeit: 2001-2007
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Zentrale biometrische Betreuung der HIT-REZ-Studie

Diese Studie nimmt unter den Hirntumorstudien eine Sonderstellung ein, da sie sich nicht mit der Behandlung von Neuerkrankungen, sondern von Rezidiven im Anschluss an die primäre Behandlung eines Hirntumors befasst. Daher sind die meisten der in diese Studie aufgenommenen Patienten vorher im Rahmen einer der anderen HIT-Studien behandelt worden.

Die Studie besteht aus drei Unterstudien. Zu Beginn wird im Rahmen einer Phase-II Studie das Ansprechen auf eine intraventrikuläre Therapie mit Etoposid untersucht. Im Anschluss werden die Patienten mit einem Rezidiv eines primitv neuroektodermalen Tumors randomisiert entweder einer oralen oder einer intensivierten Chemotherapie (Carboplatin / VP16) zugeordnet. Hauptfragestellung ist hierbei, ob die intensiviertere Chemotherapie zu einem anderen progressionsfreien Überleben führt als die orale Chemotherapie.

Patienten mit einem Ependymom werden nach Ausschöpfung der chirurgischen und radiotherapeutischen Optionen mit einer oralen Chemotherapie behandelt.


Laufzeit: 2001-2007
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum, Astrid Schneider

Zentrale biometrische Betreuung der NB 2004 Studie

Studie zur risikoadaptierten Behandlung von Kindern mit Neuroblastomen. Das Neuroblastom ist ein maligner Tumor des sympathischen Nervensystems und ist das häufigste solide Malignom in der pädiatrischen Onkologie. Für die Therapie werden die Patienten in Beobachtungs-, Mediumrisiko- und Hochri¬sikogruppe eingeteilt. Die Studie ist multizentrisch, nicht verblindet, pro¬spektiv und in der Hochrisikogruppe randomisiert.

Laufzeit: 2007-2010
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Zentrale biometrische Betreuung der Neuroblastom-Studie NB2004

Studie zur risikoadaptierten Behandlung von Kindern mit Neuroblastomen. Das Neuroblastom ist ein maligner Tumor des sympathischen Nervensystems und ist das häufigste solide Malignom in der pädiatrischen Onkologie. Für die Therapie werden die Patienten in Beobachtungs-, Mediumrisiko- und Hochrisikogruppe eingeteilt. Die Studie ist multizentrisch, nicht verblindet, prospektiv und in der Hochrisikogruppe randomisiert. Die Studie ist im Hochrisikoarm nach einem 3-stufigen gruppensequentiellen Design nach Pampallona&Tsiatis geplant und vergleicht einen intensivierten Arm und Standardarm bzgl. des ereignisfreien Überlebens. Sie wird gestoppt, falls sich der Anteil der Sterbefälle aufgrund von Toxizitäten im intensivierten Hochrisikoarm relevant von dem des Standard-Hochrisikoarms unterscheidet. Der Hochrisikoarm der Studie kann zudem mit Hilfe des Schäfer&Müller-Verfahrens adaptiv neu geplant werden.

Laufzeit: 2000-2007
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Zentrale biometrische Betreuung der SAA-Studie

Multizentrische Therapieoptimierungsstudie bei schwerer aplastischer Anämie. Die aplastische Anämie teilt sich in drei Unterklassen auf: sehr schwere, schwere und nicht schwere aplastische Anämie. Patienten, die einen HLA-identischen Geschwisterspender haben, erhalten primär eine Knochenmarkstransplantation. Die anderen erhalten im Allgemeinen eine immunsupressive Therapie.

Laufzeit: 2004-2007
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum, Astrid Schneider

Zentrale biometrische Betreuung der SIOP-LGG 2004 Studie

Zur Therapie von Kindern mit Gliomen niedriger Malignitätsgrade wurde im April 2004 die internationale SIOP-LGG 2004 Studie gestartet. Die Studie ist multizentrisch, nicht verblindet, prospektiv und zum Teil randomisiert. Sie teilt sich in eine Beobachtungs-, eine Chemotherapie- und eine Radiotherapie-Gruppe. Die Zuteilung in Chemotherapie oder Radiotherapie-Gruppe erfolgt gemäß dem Alter der Patienten. Wichtige klinische Studienziele sind der Vergleich des progressionsfreien Überlebens, des Ansprechens auf die Therapie und der Toxizitätsrate zwischen verschiedenen Therapiearmen innerhalb der jeweiligen Unterstudien. In der Chemotherapie-Gruppe wird eine Standard-Induktionstherapie mit einer intensivierten Induktionstherapie verglichen. Patienten, die nicht an einer Neurofibromatose NF1 leiden, werden randomisiert den beiden Therapiearmen zugeteilt.

Laufzeit: 2007-2010
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Zentrale biometrische Betreuung der SIOP-LGG-Studie

Zur Therapie von Kindern mit Gliomen niedriger Malignitätsgrade wurde im April 2004 die internationale SIOP-LGG 2004-Studie gestartet. Die Studie ist multizentrisch, nicht verblindet, prospektiv und zum Teil randomisiert. Sie teilt sich in eine Beobachtungs-, eine Chemotherapie- und eine Radiotherapie-Gruppe. Die Zuteilung in Chemotherapie oder Radiotherapie-Gruppe erfolgt gemäß dem Alter der Patienten. Wichtige klinische Studienziele sind der Vergleich des progressionsfreien Überlebens, des Ansprechens auf die Therapie und der Toxizitätsrate zwischen verschiedenen Therapiearmen innerhalb der jeweiligen Unterstudien.

In der Chemotherapie-Gruppe wird eine Standard-Induktionstherapie mit einer intensivierten Induktionstherapie verglichen. Patienten, die nicht an einer Neurofibromatose NF1 leiden, werden randomisiert den beiden Therapiearmen zugeteilt. Die Studie kann aufgrund einer erhöhten Toxizitätsrate in der Chemotherapie- oder der Radiotherapiegruppe gestoppt werden. Sie wurde nach einem 3-stufigen Design nach Pampallona&Tsiatis geplant. Es besteht die Möglichkeit, die Studie gemäß des Verfahrens von Schäfer&Müller (2001) adaptiv neu zu planen.


Laufzeit: 2004-2007
Projektleiter: PD Dr. Andreas Faldum

Zentrale biometrische Betreuung von multizentrischen Hirntumorstudien der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie - Entwicklung statistischer Verfahren zur Betreuung von Studien mit kleiner Fallzahl und/oder langer Laufzeit

Ziel der biometrischen Betreuung ist die Sicherstellung eines hohen internationalen Standards. Um dieses Ziel zu erreichen, werden diese Studien während ihrer gesamten Laufzeit professionell biometrisch begleitet. Die Mitarbeit erstreckt sich dabei von der Planung einer Studie, über die Erstellung des statistischen Teils des Studienprotokolls, der Durchführung von Randomisierungen, der Mitwirkung bei der Kontrolle von Abbruchkriterien, der Sicherstellung der Datenqualität bis zu den statistischen Analysen und der Interpretation der Ergebnisse.

Die niedrigen Inzidenzraten pädiatrisch-onkologischer und -hämatologischer Erkrankungen bedingen kleine Rekrutierungsraten und lange Studienlaufzeiten. Daher steht die Entwicklung individuell auf die jeweilige Studie angepasster statistischer Methoden bei diesen Projekten im Vordergrund.

Bei diesen Studien handelt es sich um folgende bundesweite, z.T. europaweite Studien, deren Studienleitungen an verschiedenen deutschen Kliniken angesiedelt sind:

  1. HIT/SIOP-PNET: Internationale Studie zur Therapie von Kindern und jungen Erwachsenen mit einem intrakranial lokalisierten primitiv neuroektodermalen Tumor (PNET/Medulloblastom) und Ependymom. Die Stratifizierung der Therapie erfolgt risikoadaptiert nach der Histologie, dem Metastasierungsgrad und dem Alter bei Diagnose; Studienleitung (national): PD Dr. S. Rutkowsky, Dr. F. Deinlein, Universitätskinderklinik Würzburg; Kooperationspartner: Dr. B. Lannering, Department of Pediatric Oncology, Göteborg; Prof. Dr. R. Kortmann, Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der Universität Leipzig; Dr. B. Pizer, Alder Hey Children’s Hospital, Liverpool; Dr. F. Doz, Departement de Pédiatrie, Institut Curie, Paris.
  2. HIT-HGG: Studie zur Therapie von Kindern mit Glioblastomen; Studienleitung: PD Dr. C. Kramm, Universitätsklinikum Halle.
  3. HIT-LGG: Studie bei Kindern mit Gliomen niedriger Malignitätsgrade; Studienleitung: Dr. A. K. Gnekow.
  4. HIT-ENDO/KRANIOPHARYNGEOM: Multizentrische kontrollierte Studie bei Kindern mit Kraniopharyngeomen; Studienleitung: PD Dr. H. Müller, Klinik für Allgemeine Kinderheilkunde, Hämatologie/Onkologie, Klinikum Oldenburg.
  5. HIT-REZ: Studie zur Behandlung von Rezidiven eines primären Hirntumors; Studienleitung: Prof. Dr. U. Bode, PD Dr. G. Fleischhack, Pädiatrische Hämatologie/Onkologie, Universitätskinderklinik Bonn.

Laufzeit: 2001-2007
Projektleiter: Kirsten Frerichs, PD Dr. Ines Gockel, PD Dr. Christoph C Schimanski, PD Dr. Markus Möhler, Univ.-Prof. Dr. Theodor Junginger

Projekt cDNA-Tumordatenbank

Bisher konnte cDNA aus 50 Magenkarzinomen (Adenokarzinomen), 50 Ösophaguskarzinomen (Plattenepithel- und Adenokarzinome) und 100 Kolonkarzinomen (Adenokarzinome) sowie den entsprechenden Normalgeweben isoliert werden. Die RNA-Isolation geschieht mittels einer RNA-Säule (RNeasy Kit; Qiagen, Hilden) entsprechend den Empfehlungen des Herstellers. Nach der RNA-Isolation erfolgt eine reverse Transkription mittels des Omniscript Kits (Qiagen, Hilden) mit einer Ziel-cDNA-Konzentration von 100 ng/µl. Hiernach erfolgt eine Qualitätskontrolle durch den bereits etablierten Actin-Primer. Die Tumordatenbank enthält neben dem pseudonymisierten Namen aller Patienten die periooperativen Parameter, die TNM-Klassifikation der Tumore, das Grading, die R-Klassifikation und das Langzeitüberleben. Die respektive Genexpression wird für jeden Patienten in unauffälligem Mukosagewebe und in Karzinomgewebe bestimmt. Verschiedene Rezeptortyrosinkinasen wie VEGFR2, VEGFR3, PDGFRα, PDGFRβ, FLT3 sowie deren Liganden wurden in unterschiedlichen Tumorentitäten mit einer lymphogenen Metastasierung assoziiert. Während VEGFR2 und 3 die Proliferation und Migartion von Lymphendothelien in Richtung des den Liganden exprimierenden Tumors induzieren, stabilisieren PDGFRα/β positive Perizyten neuer Gefäße. Hierdurch wird die Neo-Lymphangiogenese des Tumors reguliert und eine lymphatische Metastasierung getriggert.

Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: Dr. Danuta Galetzka, PD Dr. Claudia Spix, Dr. Anja Victor, Dr. Manuela Marron

Systematische Expressionsanalyse von DNA-Reparaturgenen bei kindlichen Malignomerkrankungen (GenKiK)

Die DNA-Reparatur ist ein essentieller Mechanismus für die Beseitigung von spontan entstandenen oder therapieinduzierten DNA-Schäden. Wir gehen davon aus, dass es genetische Unterschiede gibt, welche die Kapazität der verschiedenen DNA-Reparatursysteme modulieren. D.h. bestimmte Menschen könnten aufgrund von ungünstigen Genvarianten oder Mutationen sensitiver gegenüber einer Strahlenbehandlung, Chemotherapie oder anderen Umwelteinflüssen sein. Das Institut für Humangenetik hat einen spezialisierten cDNA-Microarray-Chip konstruiert, um die Expression von etwa 600 DNA-Reparatur- und Zellzyklus-assoziierten Genen gleichzeitig zu quantifizieren. Untersucht werden 20 Patienten, die nach einer malignen Erkrankung im Kindesalter einen Zweittumor entwickelt haben, diesen mindestens ein Jahr überlebt haben und zum Zeitpunkt der Rekrutierung mindestens 18 Jahre alt waren. Als Vergleichsgruppen werden im „Matched Pair Design“ einmal Patienten mit einem Tumor im Kindesalter, aber ohne Zweittumor untersucht. Als Referenz auf dem cDNAChip dienen Normalpersonen ohne Tumor. Für die vergleichende Expressionsanalyse werden primäre Fibroblastenkulturen mit intakten Zellzyklus-Checkpoints verwendet. Da bei der Entstehung von Zweitmalignomen auch die Therapie des Erstmalignoms eine Rolle spielen kann, ist geplant, die Genexpression auch an bestrahlten und Zytostatika-behandelten Kulturen zu untersuchen. Obwohl diese Studie zunächst der Hypothesengenerierung dient, werden die gewonnen Erkenntnisse und die Identifizierung prädisponierender Gene längerfristig eine verbesserte Prognose und Therapie bei Kindern mit Tumorerkrankungen ermöglichen.

Im Rahmen dieses interdisziplinären Projekts hat das Institut für Humangenetik den Reparaturgen-Chip entwickelt und verfügt über das spezialisierte Know-how im Laborbereich. Das Deutsche Kinderkrebsregister rekrutiert die Probanden (Langzeitüberlebende nach Krebs im Kindesalter), das Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) ist für die bioinformatorischen und statistischen Auswertung der Daten verantwortlich.


Literatur:
Galetzka D, Weis E, Kohlschmidt N, Bitz O, Stein R, Haaf T. Expression of somatic DNA repair genes in human testes. J Cell Biochem 2007; 100: 1232-1239
Raderschall E, Stout K, Freier S, Suckow V, Schweiger S, Haaf T. Elevated levels of mammalian Rad51 recombination protein in tumor cells. Cancer Res 2002; 62: 219-225
Spix C, Pastore G, Sankila R, Stiller CA, Steliarova-Foucher E. Neuroblastoma incidence and survival in European children (1978-1997): report from the automated childhood cancer information system project. Eur J Cancer 2006; 42 (13): 2081-2091

Laufzeit: 2004-2011
Projektleiter: PD Dr. Ines Gockel, Univ.-Prof. Dr. Theodor Junginger

Ätiologie und Pathogenese der Achalasie (I): Untersuchung familiärer Fälle von Achalasie sowie die Bedeutung genetischer Veränderungen. Identifikation einer Risikopopulation, die genetisch prädisponiert ist und Detektion von genetischen Faktoren, die den entzündlichen Prozess bei der Achalasie triggern

Die idiopathische Achalasie ist eine inflammatorische Erkrankung unklarer Ätiologie, die durch ösophageale Aperistaltik und eine mangelnde Relaxation des unteren Ösophagussphinkters charakterisiert ist, bedingt durch einen Verlust inhibitorischer nitrinerger Neuronen des ösophagealen Plexus myentericus mit dem klinischen Bild der Dysphagie, Regurgitation, retrosternalen Schmerzen und substantiellem Gewichtsverlust. Mögliche Ursachen der Achalasie beinhalten eine neuronale Degeneration, eine Virusinfektion, genetische Faktoren und Autoimmunmechanismen. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass der initiale Insult des Ösophagus, möglicherweise eine Virusinfektion oder verschiedene Umweltfaktoren, in einer Inflammation des Plexus myentericus resultieren. Diese Entzündung führt dann zu einer Autoimmunantwort in einer bestimmten Subpopulation, die möglicherweise genetisch prädisponiert ist. Folglich führt die chronische Inflammation zu einer Destruktion der inhibitorischen myenterischen Ganglienzellen, was zu dem klinischen Syndrom der idiopathischen Achalasie führt. Obwohl die ösophageale Obstruktion oder neuronale Degeneration zu ähnlichen Veränderungen wie bei der Achalasie führen kann, repräsentieren diese lediglich eine kleine Fraktion der Achalasiefälle. Im Gegensatz hierzu ist der inflammatorische Verlust der myenterischen inhibitorischen Ganglienzellen sowohl im Ösophaguskorpus als auch im unteren Ösophagussphinkter ein konsistenter Befund bei allen Patienten mit Achalasie und am ehesten der Primärmechanismus der Erkrankung. Der zugrundeliegende ätiologische Faktor, der diesen inflammatorischen Prozess triggert, ist jedoch weitestgehend unbekannt. Die Daten bezüglich familiärer Fälle von Achalasie bestehen nur aus wenigen Fallbeschreibungen. Diese finden sich hauptsächlich im pädiatrischen Krankengut bei Zwillingen und nur wenige Eltern-Kind-Assoziationen wurden beschrieben. Auf der Basis einer höheren Inzidenz einer horizontalen Transmission bei der Achalasie wurde ein autosomal-rezessiver Vererbungsgang vermutet. Jedoch ist der Beweis für diesen Modus der Transmission limitiert. Aufgrund der Rarität der Achalasie im Kindesalter existieren keine größeren Studien von Zwillings-Achalasie-Patienten. Familiäre Fälle lassen eine seltene hereditäre Erkrankung vermuten, die noch weiter erforscht werden muß. Die Exposition mit üblichen Umweltfaktoren spielt vermutlich eine Rolle in der Pathogenese und eine genetische Prädisposition erhöht mutmaßlich die Wahrscheinlichkeit, eine Achalasie zu entwickeln. Verschiedene Beobachtungen wurden gemacht, die die genetische Ursache der Achalasie unterstreichen, inklusive die Assoziation mit anderen genetischen Erkrankungen, wie das Down Syndrom und der Morbus Parkinson sowie die Assoziation zu der HLA Typ II-Antigenklasse. Desweiteren findet sich beim Triple A (Allgrove-) Syndrom neben einer Alacrimie und einer durch ACTH-Resistenz bedingten Nebenniereninsuffizienz eine Achalasie. Hierbei handelt es sich um eine seltene genetische Erkrankung mit autosomal-rezessivem Vererbungsgang, der durch Genmutationen auf dem Chromosom 12q13 (ALADIN-Gen) hervorgerufen wird. Ziel dieses Projektes ist somit die Untersuchung familiärer / genetischer Faktoren, die zur Entwicklung der Achalasie führen können. Hierzu werden familiäre Fälle der Achalasie mit Hilfe von Standard-Fragebögen identifiziert, die an die Patienten beider Zentren (Universitätsklinik Mainz/ Deutsche Klinik für Diagnostik Wiesbaden und Universität Padua, Italien) gesandt werden. Assoziationen zu weiteren bekannten genetischen Erkrankungen sollen hierbei entdeckt werden. Bei den genetischen Fällen der Achalasie soll die spezifische Genlokalisation untersucht und mit Kontrollen verglichen werden.

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: PD Dr. Ines Gockel, Univ.-Prof. Dr. Theodor Junginger

Ätiologie und Pathogenese der Achalasie (II): Untersuchung neurotroper Viren im ösophagealen Gewebe sowie Analyse der humoralen Antwort gegen spezifische Antigene der neurotropen Viren bei Patienten mit Achalasie

Eine infektiöse Ätiologie der Achalasie wird anhand verschiedener Beobachtungen angenommen. Es ist bekannt, dass die bei der Achalasie vorherrschenden klinischen und manometrischen Befunde sich bei infektiösen Ursachen entwickeln kann, wie beispielsweise bei der Chagas-Krankheit in Südamerkia. Zusätzlich finden sich viele Fallberichte bei infektiösen Erkrankungen, wie beim Guillain-Barré-Syndrom, bei der Poliomyelitis und beim Varizella zoster-Virus, die dem Beginn der Achalasie vorausgehen können. Im Gegensatz zum restlichen Gastrointestinaltrakt ist der Ösophagus mit Plattenepithel ausgekleidet. Verschiedene neurotrope Viren, wie die der Herpes-Familie, haben eine Prädilektion für Plattenepithel. Es liegt nahe, dass eine Infektion mit solchen Viren möglicherweise einen Schaden der Ganglionzellen verursacht, der nur auf den Ösophagus limitiert ist und in der Entwicklung einer Achalasie resultiert. Verschiedene Studien an kleinen Patientenpopulationen haben zeigen können, dass eine Virusinfektion nicht ungewöhnlich ist. Nur wenige Studien lassen auf eine mögliche Assoziation zwischen Virusinfektionen und Achalasie schlussfolgern. Dennoch konnten sie keinen Kausalzusammenhang etablieren und die kausale Verknüpfung steht weiterhin aus. Andererseits wurde eine Infektion als Ursache der Achalasie bislang nicht ausgeschlossen. Desweiteren könnte ein infektiöses Agens existieren, das noch nicht entdeckt ist. Antikörper gegen die spezifischen neurotropen Viren (Herpes-Gruppe: HSV-1 und -2, CMV, EBV, VZV und HHV-6) werden in diesem Projekt mit Hilfe verschiedener Ansätze quantifiziert (ELISA oder FACS-Analyse), abhängig von den Charakteristika der viralen Antigene (Oberflächen- versus Kernprotein). Gewebeproben des Ösophagus werden bei Patienten mit Kardiomyotomie hinsichtlich der direkten Detektion von assoziierten Viren mittels real time PCR (Polymerase chain reaction) untersucht.

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: PD Dr. Ines Gockel, Univ.-Prof. Dr. Theodor Junginger

Ätiologie und Pathogenese der Achalasie (III): Charakterisierung der Immunzellen, die den Ösophagus bei Achalasie-Patienten infiltrieren und Identifikation von Epitopen, die von Lymphozyten erkannt werden, die den unteren Ösophagussphinkter infiltrieren

Um die phänotypische Charakterisierung von Immunzellen vorzunehmen, die den Ösophagus bei Patienten mit Achalasie infiltrieren, wird die FACS-Analyse angewandt. Diese Methode ist hoch sensitiv und erbringt quantitative Resultate. Mononukleäre Zellen die vom ösophagealen Muskel extrahiert werden während einer extramukösen Kardiomyotomie, werden mit monoklonalen Antikörpern inkubiert: Anti-CD3 (T-Lymphozyten), Anti-CD19 (B-Lymphozyten), Anti-CD4 (T-Helferzellen), Anti-CD8 (T-Suppressor/ cytotoxische Zellen) und Anti-CD25 (T-reg). Der funktionelle Status dieser Zellen, die die ösophageale Muskulatur infiltrieren, wird durch Untersuchung von spezifischen Aktivationsmarkern (HLA-DR, CD80, CD70, CD71) und der Expression von Integrinrezeptoren (CD29, CD38, CD49a) analysiert. Um systemische Abnormalitäten auszuschließen, werden mononukleäre Zellen (PBMC) aus Blutproben, die vom gleichen Patienten zum Zeitpunkt der Operation isoliert werden, untersucht. Als Kontrollen dienen mononukleäre Zellen des Ösophagus, die im Rahmen von Autopsien entnommen werden. In einem weiteren Schritt werden Charakteristika des alpha/beta T-Zell Rezeptor- (TCR)-Repertoires innerhalb der Lymphozytenpopulation des Plexus myentericus untersucht. Mononukleäre Zellen, die die ösophageale Muskulatur bei Patienten mit Achalasie, nicht aber bei Kontrollen infiltrieren, proliferieren und schütten inflammatorische Zytokine nach der Exposition mit dem HSV-1-Antigens, was nahe legt, dass diese Zellen Gedächtnis-T-Lymphozyten sind. Der Großteil der T-Lymphozyten benutzt den alpa/beta T-Zell Rezeptor (TCR), um speziell Antigene zusammen mit dem Klasse I und II Histokompatibilitäts-Komplex zu erkennen. Jedoch wurde bei verschiedenen Erkrankungen eine Bias der Expression einiger T-Zell Rezeptor beta-variablen (TCRBV) Regionen in Geweben, die bei immunmediierten inflammatorischen Reaktionen, die der Exposition mit dem relevanten Antigen folgen, involviert sind, demonstriert, im Gegensatz zu dem peripheren Blut-TCRBV-Repertoire. Somit bleibt es zu bestimmen, ob es sich um eine oligo- oder polyklonale T-Zellpopulation handelt mittels Evaluation des TCRBV-Repertoires in den Lymphozyten, die den unteren Ösophagussphinkter infiltrieren. Hierzu untersuchen wir die TCRBV-Gene durch Sequenzanalysen von CD8+ T-Zellpopulationen sowohl im unteren Ösophagussphinkter als auch im peripheren Blut bei Patienten mit Achalasie. Um den präferentiellen Gebrauch variabler Regionen zu analysieren, wird jede TCRBV-Region mit Hilfe eines 26 VB-Primers, der spezifisch für 24 TCRBV-Familien ist, und einen TCRBC-Primer amplifiziert. Um die Differenzen der TCRBV Gen-Klonalität zu evaluieren wird die CDR3-Länge durch Gen-Scan-Analyse angewandt. Wir expandieren die mononukleären Zellen durch Kultur in Anwesenheit von Interleukin (IL)-2 für 72-96 Stunden. Desweiteren erfolgt die Identifikation der Epitope, die von den Lymphozyten erkannt werden, die bei Patienten mit Achalasie den unteren Ösophagussphinkter infiltrieren. Obwohl die mononukleären Zellen des Plexus myentericus bei Patienten mit Achalasie nach der Exposition von UV-inaktivierten HSV-1-Partikeln proliferieren können, konnten weder spezifischen viralen Antigene, die die Immunzellen aktivieren können, identifiziert werden noch das Zytokin-Profil nach der viralen Alteration untersucht werden. Um einen Antigen-spezifischen Trigger zu identifizieren, werden entweder rekombinante Virusproteine, die sich auf der Oberfläche und im Kern der Virione befinden (z.B. exprimiert HSV-1 gD, gE, gC und VP5, VP23) als auch synthetische Peptide, die immundominante Sequenzen kodieren, gebraucht, um mononukleäre Zellen zu stimulieren, die aus dem Ösophagus von Achalasie-Patienten und Kontrollen isoliert werden. Die monomukleären Zellen werden für 5-7 Tage mit dem spezifischen Stimulus inkubiert und die Antigen-spezifische Antwort wird durch die Bestimmung der T-Zell-Proliferation unter 3H-Thymidin-Inkorporation und Antigen-spezifischem Zytokin-Syntheseprofil mittels FACS-Analyse. Hierbei werden IFN-gamma, IL-2, Il-4, IL-6 und IL-10 bestimmt und ebenfalls mit der FACS-Analyse die Expression der T-Zellaktivierungsmarker (CD80, CD71, CD71) quantifiziert. Abschließend werden die Resultate der aus dem Ösophagus isolierten mononukleären Zellen mit PBMC verglichen, um das Vorhandensein von systemischen Abweichungen auszuschließen.

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: PD Dr. Ines Gockel, Univ.-Prof. Dr. Theodor Junginger

Ätiologie und Pathogenese der Achalasie (IV): Messung von mRNA-Spiegeln von SOCS-1 (Suppressor of cytokines signalings) im ösophagealen Gewebe bei Achalasie-Patienten und Korrelation mit klinischen Markern der Reaktivierung der Erkrankung

Während inflammatorischer Prozesse ist die Balance zwischen pro- und anti-inflammatorischen Zytokinen von herausragender Bedeutung für die Resolution oder Persistenz der Entzündung und das Immunsystem hat intelligente intrazelluläre Feedback-Faktoren entwickelt, um den inflammatorischen Prozess zu kontrollieren. Verschiedene Zytokine (IFN, IL-6 oder IL-4) induzieren die Aktivierung von sog. suppressors of cytokines signalings (SOCS), die normalerweise eine unkontrollierte Inflammation von T-Zellen und Makrophagen verhindern. Die chronische Inflammation, die im ösophagealen myenterischen Plexus bei Patienten mit Achalasie beschrieben wird, konnte bislang nicht mit einem ätiologischen Faktor assoziiert werden. Dennoch ist es denkbar, dass ein infektiöses Agens lediglich den auslösenden Faktor der Immunantwort repräsentiert. Diese Immunreaktion führt möglicherweise zu einer überschiessenden Aktivierung einer inflammatorischen Antwort, die einer Dysregulation von SOCS folgt. Eine genetische Alteration der Promoter-Region des SOCS-1 Gens (-1478CA) beschleunigt die transkriptionale Ebene von SOCS-1 und erhöht die Gewebe-Protinexpression. Die konsekutiv verminderte IFN-γ-Produktion erlaubt eine Virusevasion von der Immunkontrolle und eine weitere pro-inflammatorische Zytokinausschüttung, die zu einem chronischen Gewebeschaden führt. Einige Studien haben die bedeutende Rolle der Interferon-regulierenden Faktoren (IRF’s) sowohl für die Progression zu einem malignen Phänotyp als auch für die Primärantwort auf eine Virusinfektion hervorgehoben. Insbesondere IRF-1 agiert als Aktivator des Interferon-Systems, aber kann ebenso das Zellwachstum als Tumor-Suppressor-Faktor inhibieren. IRF-1 -/- -Mäuse wiesen eine höhere Vulnerabilität hinsichtlich einer Virusinfektion wegen einer geringeren INF-α-Produktion auf. Eine Deletion wurde auf dem Genlocus irf-1 bei Patienten mit sporadischem Ösophaguskarzinom gefunden. Weiterhin war die gleiche Deletion häufiger in späteren Stadien der malignen Tumore. Die IRF-Familienmitglieder sind strukturell und funktionell verbunden und IRF-1 agiert in einer antagonistischen Weise mit IRF-2 in der Regulation des Zellwachstums. Die Downregulation von IRF-1 führt zu einer Überexpression von IRF-2, die die Zelltransformation und Karzinomprogression begünstigt. Interessanterweise wurde der 921A-Haplotyp auf dem Exon 9 von irf-2 als potentieller genetischer Faktor in der Entwicklung von Autoimmunerkrankungen wie atopische Dermatitis und Psoriasis identifiziert.

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: PD Dr. Ines Gockel, Univ.-Prof. Dr. Theodor Junginger

Ätiologie und Pathogenese der Achalasie (V): 1. Analyse der Bedeutung von Autoantikörpern in der Pathogenese der Achalasie durch Untersuchung der anti-myenterischen Autoantikörper als Co-Faktoren der Inflammation im Plexus myentericus und der Destruktion inhibitorischer Neurone

Die Autoimmun-Ätiologie bei der Achalasie wird durch die Anwesenheit von zirkulierenden Autoantikörpern gegen den Plexus myentericus, das Vorkommen von inflammatorischen T-Zell-Infiltraten im Plexus myentericus und einer erhöhten Prävalenz von HLA-Klasse II-Antigenen. Da jedoch nicht alle Achalasie-Patienten in den vorliegenden Studien zirkulierende Autoantikörper aufwiesen und ähnliche Autoantikörper bei Patienten ohne Achalasie nachgewiesen wurden, können die Antikörper eher eine unspezifische Reaktion auf den Krankheitsprozess als dessen Ursache sein. Immunhistochemische Studien der inflammatorischen Zellen aus der Hochdruckzone des unteren Ösophagus, zeigten eine Prädominanz der T-Lymphozyten, was die Theorie eines immun-mediierten Schadens bei der Achalasie unterstützt. Die myenterischen Infiltrate können bestimmte Klasse II-Antigene erkennen. Klasse II HLA DQw1-Antigene waren signifikant mit der idiopathischen Achalasie assoziiert. Achalasie-Patienten mit assoziierten HLA-Allelen hatten eine höhere Prävalenz von zirkulierenden antimyenterischen Autoantikörpern. Die HLA-Assoziation vermag ebenso eine immunogene Prädisposition bei der Achalasie zu postulieren. Dennoch muß diese Assoziation mit Vorsicht interpretiert werden, da diese Daten nur auf geringen Patientenzahlen basieren und nicht alle Patienten mit Achalasie assoziierte Antigene aufwiesen und eine Kausalität nicht bewiesen. Standardisierte Fragebögen hinsichtlich weiterer Autoimmunerkrankungen werden in beiden Zentren (Universitätsklinik Mainz/ Deutsche Klinik für Diagnostik Wiesbaden und Universität Padua) bei Patienten mit Achalasie erhoben. Es erfolgt die Identifikation von antimyenterischen Autoantikörpern im Serum der Patienten. Gewebeproben des distalen Ösophagus bei Patienten, die eine Kardiomyotomie nach Heller erhalten, werden mit antimyenterischen Antikörpern gefärbt. Die HLA-Phänotypisierung (HLA-DR- und DQ-Allele) wird mittels üblicher kommerziell erhältlicher Kits anhand peripherer Blutproben, die bei Patienten mit Achalasie entnommen werden, sowie bei alters-gematchten Kontrollen durchgeführt. Die Analyse spezifischer Gen-Polymorphismen (z.B. i-NOS, IRF3, SOCS1, IL10, IL4) erfolgt an extrahierter DNA, sowohl von peripheren mononukleären Zellen als auch an der DNA aus dem Ösophagusgewebe, mit Hilfe der PCR-Restriktions- Fragmentamplifikation und Sequenzanalyse.

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: PD Dr. Ines Gockel, Univ.-Prof. Dr. Theodor Junginger

Evaluation der Behandlungsoptionen bei der Achalasie

1. Durchführung einer prospektiven Evaluation der altersbezogenen und stadienabhängigen Bedeutung der unterschiedlichen Therapieformen und Vergleich derer Langzeitergebnisse 2. Konstruktion eines Validitätsmodells, bestehend aus alters- und stadienbasierten Indikations-Algorithmen der Therapieformen 3. Untersuchung der Bedeutung der histomorphologischen, neuro-immunhistochemischen und ultrastrukturellen Befunde der Gewebeproben aus der Hochdruckzone des unteren Ösophagus auf das chirurgische Langzeitergebnis unter besonderer Berücksichtigung einer persistierenden oder rezidivierenden Achalasie sowie der Indikation für Rezidivoperationen. Nur zwei Behandlungsoptionen bei der Achalasie versprechen eine langfristige Besserung der klinischen Symptome: die Kardiomyotomie nach Heller und die endoskopische Dilatationstherapie. Diese Prozeduren variieren hinsichtlich ihrer Effizienz, Sicherheit und Dauerhaftigkeit. Bedingt durch die geringe Inzidenz der Achalasie und die Rarität prospektiv-randomisierter Studien, die die chirurgische versus endoskopische Therapie vergleichen, sind die Langzeitergebnisse der unterschiedlichen therapeutischen Ansätze (laparoskopische oder thorakoskopische Myotomie, Kardiomyotomie durch Laparotomie oder Thorakotomie, jeweils in Kombination mit verschiedenen Antirefluxprozeduren, pneumatische Dilatation oder Botox-Injektion) nur schwer zu vergleichen. Zusätzlich schient das Ergebnis der jeweiligen Therapieform altersbezogen zu sein und von der Dauer und dem klinischen Stadium der Erkrankung abzuhängen. Nur wenige Untersuchungsergebnisse liegen zur altersbezogenen und Achalasiestadium-abhängigen Bedeutung in Hinblick auf die verschiedenen Therapieoptionen vor, bedingt durch die relativ geringen Fallzahlen in den jeweiligen Kliniken. Desweiteren soll die Bedeutung der histomorphologischen, neuro-immunhistochemischen und ultrastrukturellen Befunde auf den langfristigen postoperativen Verlauf, insbesondere hinsichtlich einer persistierenden oder rezidivierenden Achalasie untersucht werden. Es erfolgt die prospektive Bewertung der altersbezogenen und Achalasiestadium-abhängigen Bedeutung auf die verschiedenen Therapieoptionen (laparoskopische/ offene Myotomie, pneumatische Dilatation, Botox-Injektion) und der Vergleich deren Ergebnisse (Einschluß von 100 Patienten für jede Modalität). Dabei basiert das klinische Staging der Achalasie auf dem Eckardt Score und der Vantrappen-Klassifikation sowie auf den Adams-Stadien (zusätzlich zu den Symptomen Dysphagie, Regurgitation, retrosternale Schmerzen und Gewichtsverlust beinhalten die Adams-Stadien den radiologischen Durchmesser des Ösophaguskorpus). Ein mathematisches Modell, basierend auf der alters- und stadienabhängigen Indikation jeder Behandlungsoption soll konstruiert und ein Algorithmus für die Therapiealternativen entwickelt werden. Die histomorphologischen, neuro-immunhistochemischen und ultrastrukturellen Befunde der ösophagealen Proben, die aus der Hochdruckzone des unteren Ösophagussphinkters bei Patienten, die eine Kardiomyotomie bekommen, entnommen werden, werden mit dem klinischen Langzeitverlauf und in Bezug auf eine persistierende oder rezidivierende Achalasie, die eine Rezidivoperation erforderlich machen, korreliert.

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: PD Dr. Ines Gockel, Univ.-Prof. Dr. Theodor Junginger

Konstruktion eines Modells, das auf den klinischen Score-Systemen und der krankheits-spezifischen gesundheitsbezogenen Lebensqualität basiert, eine spezifische Therapiemodalität indiziert und eine valide Bewertung der Behandlungsergebnisse bei der Achalasie ermöglicht

Neben den klinischen Score-Systemen bei der Achalasie (Eckardt Score, Vantrappen-Klassifikation, Adams-Stadien) existiert kein adäquates Instrument zur Evaluation der Indikation einer jeweiligen Behandlungsoption sowie der Bewertung der Effektivität der Ergebnisse hinsichtlich der krankheits-spezifischen gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Ziel dieses Projekts ist die Konstruktion eines mathematischen Modells, das auf den klinischen Score-Systemen und der krankheits-spezifischen gesundheitsbezogenen Lebensqualität basiert, einschließlich des emotionalen und physikalischen Status sowie des Lebensstils der betroffenen Patienten zur Indikationsstellung einer spezifischen Therapieoption und als Messinstrument der Behandlungsergebnisse im Vergleich der unterschiedlichen Modalitäten. Das Modell soll anhand retrospektiver Daten aller Patienten mit Achalasie, die bislang in beiden Zentren diagnostiziert und behandelt wurden (400 Patienten Uniklinik Mainz / Deutsche Klinik für Diagnostik Wiesbaden; 630 Patienten Uniklinik Padua) konstruiert werden.

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: PD Dr. Ines Gockel, Univ.-Prof. Dr. Theodor Junginger

Morphologie der Achalasie (I): Detaillierte Charakterisierung der histopathologischen Veränderungen der Hochdruckzone des distalen Ösophagus und deren Chronologie durch Quantifizierung der Reduktion der intramuralen Ganglienzellen, Evaluation des Ausmaßes der Fibrose der glatten Muskelschicht sowie der myopathischen Veränderungen der glatten Muskelzellen und des inflammatorischen Korrelats in ösophagealen Gewebeproben bei Patienten mit Achalasie

Morphologische Veränderungen des ösophagealen Plexus myentericus wurden bislang nur in kleinen Patientenpopulationen mit Achalasie untersucht und konnten weitestgehend den Verlust myenterischer Ganglienzellen bestätigen. Wie bereits im eigenen Krankengut anhand von Gewebeproben, die während einer Heller-Myotomie aus der Hochdruckzone des unteren Ösophagussphinkters entnommen wurden, nachgewiesen werden konnte, findet sich in frühen Stadien der Erkrankung eine myenterische Inflammation mit einer Ganglionitis. Diese schreitet dann fort zur klassischen Achalasie mit einer zunehmenden Destruktion der inhibitorischen Neurone. Ziel dieses Projekts ist die detaillierte Charakterisierung der histomorphologischen Veränderungen der Achalasie bei 100 Patienten in beiden Zentren (Universitätsklinik Mainz/ Deutsche Klinik für Diagnostik Wiesbaden und Universität Padua). Hierzu werden Gewebeproben als glatte Muskelbiopsie in Form eines 20x15 mm langen Segmentes des Plexus myentericus aus dem distalen Ösophagus bei Patienten mit einer Kardiomyotomie (untere Begrenzung der ösophagealen Inzision) entnommen. Bei Patienten mit einer Ösophagusresektion im Endstadium der Achalasie ist der komplette Ösophagus für die Untersuchungen verfügbar. Die Gewebeproben werden in Formalin fixiert und in Paraffin eingebettet. Morphologische Untersuchungen des ösophagealen Plexus myentericus umfassen die herkömmliche Histopathologie in Hinblick auf die quantitative Analyse des Verlustes der myenterischen Ganglienzellen, der Entzündung und der Fibrose. Das Ausmaß der Fibrose wird hierbei in 3 Schweregrade unterteilt: Die Grad I (leichte) Fibrose umgibt Muskelfasern und größere Gefäße (Submukosa, Adventitia; perimysial). Die Grad II (mäßiggradige) Fibrose kommt auch zwischen Muskelfasern vor, inklusive den Nervplexus (perifaszikulär). Die Grad III (schwere) Fibrose weist lediglich vereinzelte Muskelfasern in dem vorwiegendem Bindegewebe auf (endomysial).

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: PD Dr. Ines Gockel, Univ.-Prof. Dr. Theodor Junginger

Morphologie der Achalasie (II): Analyse der Assoziation zwischen den intramuskulären interstitiellen Cajal-Zellen und der neuronalen Stickstoffmonooxid-Synthetase (n-NOS) im Plexus myentericus der Hochdruckzone des unteren Ösophagussphinkters mittels neuro-immunhistochemischer Untersuchung

Der Verlust inhibitorischer Neuronen als primäre pathologische Veränderung bei der idiopathischen Achalasie konnte durch den Nachweis einer Verminderung der inhibitorischen Neurotransmitter belegt werden, wie beispielsweise VIP (vasoactive intestinal peptide). Fasern, die VIP enthalten und im normalen myenterischen Plexus des Ösophagus vorkommen, waren bei Patienten mit Achalasie reduziert oder nicht vorhanden. Bisherige eigene Untersuchungen mit einem signifikanten Verlust der interstitiellen Cajal-Zellen im Auerbach-Plexus bei Patienten mit Achalasie weisen auf NO (Stickstoffmonooxid) als primären inhibitorischen Neurotransmitter. NO scheint eine enge Beziehung zu den c-kit positiven Cajal-Zellen zu haben, was die pathologischen Motilitätsveränderungen erklären könnte. Tierversuche liessen darauf schliessen, dass NO die ösophagealen neuromuskulären Funktionen, inklusive die Relaxation des unteren Ösophagussphinkters sowie die normale Peristaltik kontrolliert. Desweiteren hatten Mäuse ohne neuronale NO-Synthetase eine verminderte Relaxation des unteren Ösophagussphinkters, ähnlich den Befunden bei der Achalasie. Nitrinerge Neurone und VIP-Neurone existieren normalerweise nebeneinander im ösophagealen Plexus myentericus und deren Verlust, der möglicherweise gleichzeitig auftritt, resultiert im klinischen Bild wie bei Patienten mit Achalasie. Mastzellen scheinen eine wichtige Rolle im myenterischen Plexus bei der Achalasie zu spielen und sie formieren enge funktionelle Kontakte mit den intramuskulären interstitiellen Cajal-Zellen, was für deren relativ langes Überleben verantwortlich zu sein scheint. NOS (Stickstoffmonooxid-Synthetase) findet sich in 3 verschiedenen Isoformen: neuronale NOS (n-NOS), endotheliale NOS (e-NOS) und die induzierbare Isoform (i-NOS). Es gibt Hinweise, dass die NO-Produktion durch NOS-Polymorphismen reguliert wird. Dennoch existiert zum jetzigen Zeitpunkt kein klarer Beweis, dass NOS Gen-Polymorphismen für den klinischen Verlauf der sporadischen Achalasie eine Rolle spielen. Ziel dieses Projekt ist der immunhistochemische Nachweis der neuronalen Stickstoffmonooxid-Synthetase (n-NOS) und der Cajal-Zellen sowie deren Beziehung untereinander und die Analyse der Relation der Genotypen bei der Achalasie bei 100 Patienten in beiden Zentren (Universitätsklinik Mainz/ Deutsche Klinik für Diagnostik Wiesbaden und Universität Padua). Die immunhistochemische Färbung der neuronalen Stickstoffmonooxid-Synthetase (n-NOS) und der c-kit positiven Cajal-Zellen wird an histologischen Schnitten auf der Ebene der Lichtmikroskopie durchgeführt. N-NOS und CD-117 positive Zellen werden in einem semiquantitativen Verfahren ausgewertet. Die Assoziation zwischen interstitiellen Cajal-Zellen und n-NOS wird analysiert. Die immunhistochemischen Untersuchungen werden mit Antikörpern gegen Neurotransmitter oder neuronale Strukturen wie Neurofilament, Protein S-100, VIP, PGP 9,5 (Protein gene-related product), Myosin, Desmin, glattmuskuläres Aktin und Substanz P vorgenommen, die jeweils semiquantitativ analysiert werden.

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: PD Dr. Ines Gockel, Univ.-Prof. Dr. Theodor Junginger

Morphologie der Achalasie (III): Analyse der neuropathologischen und ultrastrukturellen Eigenschaften der Achalasie durch elektronenmikroskopische Untersuchungen der Hochdruckzone des distalen Ösophagus

Elektronenmikroskopische Untersuchungen der ultrastrukturellen Architektur des Plexus myentericus und seiner pathologischen Veränderungen bei der Achalasie wurde bislang nur wenig untersucht. Die unterschiedlichen Grade der Schädigung der interstitiellen Cajal-Zellen und deren intrazelluläre Lokalisation sind derzeit unbekannt und könnten detaillierte Erkenntnisse der Pathogenese der Achalasie erbringen. Die Elektronenmikroskopie wird an kryopreservierten Gewebeproben des unteren Ösophagus durchgeführt, die in 2,5%igem Glutaraldehyd fixiert werden. Semidünnschnitte werden angefertigt und in mit 1%igem Toloudinblau gefärbt. Anschließend werden Ultradünnschnitte hergestellt, auf dem Gitternetz aufgespannt und mit Uranylazetat und Bleizitrat gegengefärbt. Die Präparate werden mit einem Transmissions-Elektronenmikroskop untersucht und ausgewertet.

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: PD Dr. Ines Gockel, Univ.-Prof. Dr. Theodor Junginger

Progression der Achalasie zum Ösophaguskarzinom (I): Identifikation prädiktiver immunhistochemischer und molekularbiologischer Marker zusätzlich zu den konventionellen histomorphologischen Untersuchungen einer Hyperplasie und Dysplasie

Patienten mit Achalasie haben ein deutlich erhöhtes Risiko, ein Plattenepithelkarzinom des Ösophagus zu entwickeln. Die Karzinom-Inzidenz, die in der Literatur angegeben wird, reicht von 0-29% und hat dazu geführt, dass die Achalasie von einigen Autoren auch als eine Präkanzerose bezeichnet wird. Möglicherweise aufgrund der vorbestehenden Dysphagie wird das Karzinom bei der Achalasie häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert mit einer entsprechend schlechten Prognose. Die Detektion präkanzeröser Alterationen bleibt somit eine diagnostische Herausforderung. Es wurde bislang angenommen, dass die präkanzerösen Läsionen bei der Achalasie sich als eine Folge einer chronischen Entzündungsreaktion des ösophagealen Plattenepithels entwickeln aufgrund der Retention und Stase von Nahrungsresten und Sekreten. Mittels konventioneller Histopathologie konnten verschiedene mukosale Veränderungen, einschließlich einer diffusen plattenepithelialen Hyperplasie, einer lymphozytären Ösophagitis, einer lymphozytären entzündlichen Alteration der Lamina propria der Mukosa sowie der Submukosa und periduktalen bzw. glandulären Entzündungsreaktionen mit komplettem Verlust der submukösen glandulären Struktur nachgewiesen werden. Die Entwicklung eines mehrstufigen Progresses von der plattenepithelialen Hyperplasie zur Dysplasie, die in der Manifestation eines Karzinoms kumuliert, wird angenommen. Patienten mit Achalasie im eigenen Krankengut wiesen eine signifikante Aneuploidie auf, die mittels Image-zytometrischer DNA-Analyse (ICDA) in ösophagealen Proben nachgewiesen wurde. Aufgrund der geringen Inzidenz eines Ösophaguskarzinoms und mangelnder Informationen über Borderline-Veränderungen bei der Achalasie liegen nur wenige Daten hinsichtlich prädiktiver immunhistochemischer Marker einer Progression zum Karzinom in ösophagealen Mukosaproben vor. Endoskopische Untersuchungen des Ösophagus werden für dieses Projekt bei Diagnosestellung der Achalasie mit Mukosaproben von 5 verschiedenen Höhenlokalisationen des Ösophagus mit jeweils 4 zirkumferentiellen Biopsien durchgeführt. Die Endoskopie wird im Intervall von jeweils 6 Monaten nach der jeweiligen Behandlungsform wiederholt bei Patienten mit Erstdiagnose. Alle weiteren Patienten der Datenbanken beider Zentren werden ebenfalls einer endoskopischen Untersuchung des oberen Gastrointestinaltraktes zugeführt. Die endoskopischen Befunde werden mit der Dauer der Erkrankung und den speziellen Therapieformen korreliert. Die EGFR (epidermal growth factor receptor), VEGFR-3 (vascular endothelial growth factor receptor) und E-cadherin-Expression wird in den Biopsien bestimmt mittels immunhistochemischer Untersuchungen. Die Expression dieser Marker wird mit eine Kohorte von Patienten mit histologisch gesichertem und bereits operiertem Ösophaguskarzinom verglichen. Für 50 dieser Patienten existiert bereits in der Klinik für Allgemein- und Abdominalchirurgie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eine cDNA-Datenbank und kryopreservierten Proben mit zusätzlicher Information zum Tumorstadium und Überlebensstatus. Von den zur Verfügung stehenden ösophagealen Proben bei Patienten mit Achalasie und Plattenepithelkarzinom soll ein (immun-) histomorphologisches und molekularbiologisches Mapping erfolgen, um weitere Erkenntnisse über die Entwicklung des Ösophaguskarzinoms bei der Achalasie zu gewinnen. Hierzu sollen insgesamt 100 Patienten mit Erstdiagnose einer Achalasie prospektiv (50 Patienten Universität Mainz / Deutsche Klinik für Diagnostik Wiesbaden und 50 Patienten Universität Padua) eingeschlossen werden, sowie 400 Patienten mit bereits stattgehabter Therapie (200 Patienten Universität Mainz / Deutsche Klinik für Diagnostik Wiesbaden und 200 Patienten Universität Padua).

Laufzeit: 2006-2007
Projektleiter: PD Dr. Ines Gockel, Univ.-Prof. Dr. Theodor Junginger

Progression der Achalasie zum Ösophaguskarzinom (II): Identifikation einer Patientensubpopulation bei der Achalasie mit geringem oder hohem Risiko der Entwicklung eines Barrett-Ösophagus oder eines Adenokarzinoms des Ösophagus mittels systematischer endoskopischer Evaluation aller Patienten mit Kardiomyotomie

Derzeit existieren keine Daten zur Entwicklung eines Barrett-Ösophagus mit konsekutivem Adenokarzinom des distalen Ösophagus nach einer Kardiomyotomie mit einer potentiellen Überkorrektur eines vormals hypertensiven unteren Ösophagussphinkters und der Entwicklung eines gastroösophagealen Refluxes trotz Kombination mit einer Antirefluxprozedur im Rahmen der Heller-Myotomie. In einem speziellen Protokoll werden endoskopisch Biopsien des unteren Ösophagus entnommen und der Grad der Ösophagitis bewertet (Savary und Miller-Klassifikation), das Vorliegen einer Barrett-Metaplasie oder –Dysplasie sowie das Vorhandensein von prädiktiven immunhistochemischen und molekularbiologischen Markern evaluiert. Im Rahmen der endoskopischen Untersuchung werden jeweils 4 zirkumferentielle Biopsien in den distalen 2 Ebenen des Ösophagus entnommen. Die Biopsien werden hinsichtlich einer Ösophagitis, einer Hyperplasie, einer Barrett-Metaplasie und –Dysplasie sowie eines Ösophagus(adeno-)karzinoms untersucht. Die Expression verschiedener immunhistochemischer Marker (EGFR, VEGFR-3 und E-cadherin) bei Patienten mit Achalasie wird mit einer Kohorte von Patienten mit histologisch gesichertem und operiertem Adenokarzinom des Ösophagus verglichen (cDNA-Datenbank, Tumorstadium und Überlebensstatus von 50 Patienten mit Adenokarzinom in der Klinik für Allgemein- und Abdominalchirurgie). Es soll die Identifikation von Patienten mit einem hohen Risiko für die Entwicklung eines Barrett-Ösophagus oder eines Adenokarzinoms des Ösophagus nach Kardiomyotomie bei der Achalasie vorgenommen werden.

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: H Götte

Adaptive Designs für korrelierte Teststatistiken

In klinischen Studien werden Zielgrößen häufig zeitlich wiederholt erhoben. Gerade bei diesen Messwiederholungsdesigns müssen in der Planungsphase der Studie eine Reihe von Annahmen getroffen werden. Im Laufe der klinischen Studie kann sich herausstellen, dass einige dieser Annahmen unzureichend waren. Adaptive Designs bieten in einer solchen Situation die Möglichkeit, Modifikationen des Studiendesigns in einer Zwischenanalyse vorzunehmen.

Die adaptiven Designs wurden für in den einzelnen Stufen unabhängige Teststatistiken entwickelt. Bei Messwiederholungsmodellen oder geclusterten Daten ist es allerdings sehr wahrscheinlich, dass diese Teststatistiken korreliert sind. Hommel et al. (2005) haben den Modified Simes Test für zweistufige adaptive Designs mit korrelierten Teststatistiken vorgeschlagen.

Ziel dieses Projektes ist es, Verfahren für adaptive Designs mit korrelierten Teststatistiken zu erweitern und in der Praxis von klinischen Studien zu untersuchen.


Literatur:

Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: Dr. G Hammer

Eignung und Vergleichbarkeit der Ergebnisse verschiedener Systeme zum stochastischen Record-Linkage für den Einsatz in Krebsregistern und epidemiologischen Studien

Das Zusammenführen personenbezogener Daten aus verschiedenen Quellen ist eine in epidemiologischen Studien und in Krebsregistern regelmäßig anfallende Aufgabe. In der Regel sind Daten mit Fehlern behaftet und unterschiedlich aufgezeichnet worden. Für den Abgleich mit Daten aus einem Krebsregister können zudem nur pseudonymisierte Daten verwendet werden. Daher muss zum Abgleich (Record-Linkage) eine stochastische Software eingesetzt werden. Hierzu bieten sich mittlerweile verschiedene Softwarelösungen an, deren Eignung geprüft werden soll.

Am Krebsregister Rheinland-Pfalz wird derzeit noch das DOS-basierte, etablierte Programmpaket Automatch eingesetzt. An den US-amerikanischen Krebsregistern wird das speziell entwickelte Link Plus eingesetzt, weitere Alternativen sind die Projekte febrl, The Link King, und das an der Universität Konstanz entwickelte Matching Toolbox (MTB).

Für den Einsatz im Krebsregister und in epidemiologischen Studien ist eine flexible Anpassung der Software nötig, im Krebsregister darüber hinaus ihre Batch-Fähigkeit und Zukunftssicherheit. Diese Kriterien werden in einem ersten Schritt geprüft. Anhand eines realistischen Datenbeispiels aus dem Krebsregister Rheinland-Pfalz werden die Ergebnisse anderer Software mit jenen von Automatch verglichen.


Laufzeit: 2006-2007
Projektleiter: Dr. Gaël Hammer, Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner

RICC - Diagnostic Radiation Induced Childhood Cancer

In dieser epidemiologischen Kohortenstudie wurde untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen diagnostischer Strahlenbelastung im Kindesalter und dem Risiko an Krebs zu erkranken gibt, wobei zunächst nur das Krebsrisiko im Kindesalter untersucht wurde.

Dazu wurden klinische Daten und Röntgenexpositionsparameter, die im Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München seit 1976 protokolliert werden, genutzt. Diese Daten umfassen gegenwärtig ca. 210.000 Röntgenuntersuchungen von etwa 100.000 Kindern. Krebsfälle wurden durch einen anonymisierten Abgleich mit dem Deutschen Kinderkrebsregister festgestellt. Die genaue Beschreibung der Strahlenexposition durch diagnostische Maßnahmen bei Kindern war ein wichtiges Teilziel dieser Studie. Diese Aufgabe wurde von einem Team von Medizinphysikern in München bearbeitet.

Zur Bewertung des strahleninduzierten Krebsrisikos werden folgende Vergleiche für alle wichtigen Krebsarten gemacht:

  1. ein externer Vergleich der Krebserkrankungsraten mit derjenigen gleichaltriger Kinder, aufgeschlüsselt nach klinischer Indikation, und
  2. ein interner Vergleich, aufgeschlüsselt nach erhaltener Strahlendosis und klinischer Indikation.
Die Strahlenexposition der Patienten lag im Median bei 7 µSv, ca. einem 300stel der jährlichen Exposition durch natürliche Quellen aus der Umwelt. Im Zeitraum 1976-2003 erkrankten 87 der beobachteten Kinder an Krebs, was exakt dem deutschen Bevölkerungsdurchschnitt entspricht. Es wurde kein Risikounterschied zwischen Mädchen und Jungen festgestellt, keine Risikoerhöhung für eine besondere Krebsart, und kein Trend zu höheren Krebsraten bei höherer Exposition.

In einer Folgestudie wird das Krebsrisiko höher exponierter Kinder (durch Computertomographie oder Durchleuchtung) untersucht werden.


Laufzeit: 2004-2008
Projektleiter: Dr. M Hildebrandt

"Number Needed to Treat" - NNT

Das Effektmaß "Number Needed to Treat" (NNT) ist in der medizinischen Forschung ein populäres Maß zur Beschreibung des Effekts einer neuen Behandlung oder Intervention auf das Risiko eines unerwünschten bzw. auf die Eintrittswahrscheinlichkeit eines gewünschten Ereignisses. Da dieses Maß in intuitiver Weise den absoluten Effekt einer Behandlung beschreibt, hat die Verwendung von NNTs in der medizinischen Fachliteratur in den letzten Jahren stark zugenommen. Um NNT-Statistiken in neuen Anwendungsbereichen sinnvoll einzusetzen, ist die Entwicklung neuer Berechnungs- und Darstellungsmethoden erforderlich. Zum Teil wurden in den letzten Jahren solche Methoden entwickelt, zum Teil fehlen sie allerdings noch. Vor allem für Studien mit variablen Beobachtungszeiten (z.B. klinische Studien mit Drop-Outs oder Kohortenstudien mit sukzessivem Eintritt der Kohortenmitglieder) fehlen noch adäquate Methoden. Dieser Mangel an adäquaten Methoden hat dazu geführt, dass in wichtigen Studien (z.B. in der UK Prospective Diabetes Study) NNTs mit einfachen ad-hoc Methoden unklarer Qualität berechnet wurden, und dadurch die publizierten Resultate fragwürdig sind. Das Hauptziel des Projekts ist die Entwicklung, die Untersuchung und der Vergleich von Methoden zur Berechnung adjustierter NNTs in Studien mit variablen Beobachtungszeiten. Nebenziele stellen die Erarbeitung von Zusammenhängen des Maßes NNT mit anderen Effektmaßen der Epidemiologie wie dem attributablen Risiko, die Entwicklung von Methoden zur geeigneten Ergebnisdarstellung in unterschiedlichen Anwendungsbereichen (klinische Studien, Kohortenstudien, Public-Health-Interventionsstudien, cluster-randomisierte Studien) und die Erstellung geeigneter Computerprogramme dar.

Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Gerhard Hommel, PD Dr. Andreas Faldum

DFG-Projekt: Untersuchungen von adaptiv-sequentiellen Studiendesigns unter Berücksichtigung von Anforderungen aus der klinischen Praxis

Ziel dieses von der DFG geförderten Forschungsprojektes ist es, Probleme, welche bei der praktischen Umsetzung adaptiv-sequentieller Verfahren entstehen, möglichst umfassend zu lösen. Zu diesem Zweck konzentriert sich das Projekt auf drei wesentliche Unterpunkte, welche eine wichtige Rolle sowohl in der Planung als auch in der Auswertung spielen.
  1. Empirische Suche nach optimalen Kombinationsfunktionen
  2. Auf p-Werte basierende Konfidenzbereiche in adaptiven Designs
  3. Adaptive Designs in genetischen Fragestellungen unter Einbeziehung der False Discovery Rate
Die Wahl der Kombinationsfunktion hat einen entscheidenden Einfluss sowohl auf den benötigten Stichprobenumfang, als auch auf die erzielbare Power. Es gilt nun, mittels Simulationen in verschiedenen Szenarien eine Kombinationsfunktion zu finden, welche, bei akzeptabler Power, die durchschnittliche und die maximale benötigte Fallzahl minimiert. Konfidenzbereiche ermöglichen einen Einblick über die Genauigkeit einer Parameterschätzung. Bei der Konstruktion von Vertrauensbereichen im Rahmen eines adaptiv-sequentiellen Studiendesigns müssen Zwischenauswertungen und eventuelle Adaptionen zusätzlich mit berücksichtigt werden.

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Gerhard Hommel

Multiples Testen

Folgende Themen standen im Berichtszeitraum im Vordergrund der Forschungsarbeit:
  1. Multiple Testprozeduren, beruhend auf geordneten p-Werten: Dieses eigentlich seit einigen Jahren methodisch abgeschlossene Thema gewinnt durch den vermehrten Gebrauch von FDR-kontrollierenden Prozeduren wieder an Bedeutung. Hiermit ist auch ein Überblick über die historische Entwicklung von Interesse. Weiterhin sollen in Zukunft Gewichtungen der p-Werte genauer untersucht werden (Kooperation mit Prof. A. Tamhane, Evanston, und PD Dr. S. Kropf, Magdeburg).
  2. Gatekeeping-Prozeduren: Diese aktuelle Methode erlaubt es, bei klinischen Studien komplexere Hierarchien der Fragestellungen anzunehmen. Das Ziel der eigenen Forschung war dabei, trotz der Komplexität nicht zu rechenintensive Verfahren entstehen zu lassen. In Zusammenarbeit mit F. Bretz und W. Maurer (Basel) wurde eine Publikation erstellt. Weitere Untersuchungen in Zusammenarbeit mit Prof. M. Posch (Wien) sind in Arbeit.
  3. Fallback-Prozedur: Diese von Wiens (2003) vorgeschlagene Prozedur wird inzwischen bei klinischen Studien häufiger angewendet. Sie bereitet jedoch einige konzeptionelle Probleme, die in einer Publikation (zusammen mit F. Bretz) dargelegt wurden. Weitere Untersuchungen befassten sich mit logischen und Monotonie-Eigenschaften multipler Testprozeduren.
  4. Untersuchungen zur Streuung der Anzahl der signifikanten Ergebnisse. Dies ist vor allem bei Studien mit sehr vielen Hypothesen von Bedeutung, da hiermit Aussagen über die Reproduzierbarkeit eines Studienergebnisses gewonnen werden können.

Laufzeit: 2007-2009
Projektleiter: PD Dr. W Hütz, Dr. Bernd Röhrig

Untersuchungen zum Nah- und Fernvisus nach Katarakt-Operation

Mit der Klinik für Augenheilkunde am Klinikum Bad Hersfeld besteht unabhängig von einem speziellen Projekt eine generelle Kooperation für wissenschaftliche Fragestellungen.

Anhand klinischer Studien soll das Outcome (Nah- und Fernvisus) sowie die Zufriedenheit von Patienten mit Katarakt-Operation untersucht werden. Hierbei ist die Validierung der Wirksamkeit sowie der Vergleich verschiedener Intraokularlinsen (IOL-Linsen) von Interesse.

In einer weiteren experimentellen Studie wird die Lesefähigkeit mit Hilfe von Radner-Tafeln untersucht. Die Lesefähigkeit setzt sich aus dem LogRAD-Score und der Lesegeschwindigkeit zusammen. Die Lesefähigkeit wird in dieser Studie unter verschiedenen Bedingungen (Abstand und Beleuchtung) und bei verschiedenen IOL-Linsen systematisch erhoben und analysiert.

Eine weitere Fragestellung ist die Bestimmung und Validierung der Nachbeobachtung von Patienten nach Katarakt-Operation in verschiedenen Behandlungszentren.


Literatur:
Hütz WW, Eckhardt HB, Röhrig B, Grolmus R. Reading ability with 3 multifocal intraocular lens models. J Cataract Refract Surg 2006; 32 (12): 2015-21

Laufzeit: 2006-2009
Projektleiter: Dr. Nicole Jachmann, PD. Dr. Dirk Peetz

Prevent-it - Gutenberg Heart Study

Das Institut für Klinische Chemie organisiert in Kooperation mit der II. Medizinischen Klinik und dem IMBEI für die Prevent-it Studie die gesamte Laboranalytik und das Biobanking. Die Studie ist mit geplanten 17.000 Probanden eine der größten epidemiologischen Kohortenstudien weltweit mit entsprechend hohen Anforderungen an Analytik und Biobanking. Für jeden Probanden wird ein festes Spektrum an Laboranalysen bei jeder Visite im Studienzentrum durchgeführt. Dazu werden verschiedenste Probenmaterialien einschließlich DNA und RNA für spätere Analysen aufbereitet und eingefroren.

Laufzeit: 2006-2009
Projektleiter: Dr. A Jahn-Eimermacher

Entwicklung adaptiver Studiendesigns zur Planung und Auswertung klinischer Studien mit rekurrenten Ereignisdaten als primärem Endpunkt

Erste Zwischenauswertungen einer klinischen Studie können Erkenntnisse liefern, die eine Anpassung der Studie, z.B. hinsichtlich der Fallzahl oder der zu prüfenden Dosisstufen, erfordern. Seit 1989 wurden statistische Verfahren entwickelt, die diese Flexibilität unter Kontrolle des Signifikanzniveaus ermöglichen. Diese adaptiven Methoden wurden in jüngerer Zeit dahingehend erweitert, dass sie nun auch für Überlebenszeitstudien zur Verfügung stehen. Überlebenszeitdaten sind dadurch charakterisiert, dass jeder Patient höchstens ein Ereignis – im klassischen Anwendungsfall den Tod - erfahren kann. In vielen Anwendungsfällen liegt jedoch die Situation rekurrenter Ereignisdaten vor, bei denen ein Patient auch mehr als ein Ereignis erfahren kann. Beispiele sind Schübe multipler Sklerose, Migräne-Attacken oder Knochenbrüche bei Osteoporose. Für diese Studien existieren keine Methoden zur adaptiven Studienplanung, obwohl insbesondere in diesen Studien mit meist langer Laufzeit eine flexible Reaktion auf neue Erkenntnisse besonders relevant wäre. Ziel dieses Projekts ist es, adaptive Methoden für Studien mit rekurrenten Ereignisdaten als Endpunkt zu entwickeln. Diese Methoden sollen dann auf fiktive und reale Studien angewandt werden, um Kriterien zu erarbeiten, wann eine Studienadaption sinnvoll ist.

Eine Forschungsförderung für dieses Projekt wurde bei der DFG beantragt.


Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: Dr. A Jahn-Eimermacher

Statistische Auswertung rekurrenter Ereignisse

Ein häufiger Zielparameter in klinischen Studien ist die Zeit bis zum Auftreten eines bestimmten Ereignisses. Teilweise ist hier ein einmaliges Ereignis von Interesse, wie z.B. bei der Zeit bis zum Tumorrezidiv. Häufig sind aber auch wiederholte, sogenannte rekurrente Ereignisse von Interesse. Ein Beispiel ist das Auftreten von akuter Otitis media im Kindesalter nach Pneumokokken-Impfung, welches in einer von GlaxoS-mithKline durchgeführten placebo-kontrollierten, randomisierten, doppelblinden Studie (POET) bis zum Jahr 2004 an ca. 5000 Kindern untersucht wurde. Zur statistischen Auswertung solcher rekurrenter Ereignisse existieren verschiedene Methoden.

Zunächst wurde die Auswertungspraxis zur Wirksamkeit von Pneumokokken-Impfstoffen hinsichtlich des Auftretens von Otitis Media in publizierten klinischen Studien untersucht. Es wurde überprüft, inwieweit sich die angewandten statistischen Auswertemethoden zur Wirksamkeitsanalyse eignen. Die Ergebnisse wurden publiziert.

In einem zweiten Schritt wurden drei häufig angewandte statistische Auswertemethoden, das Andersen-Gill-Verfahren, die Poisson-Regression und die Negativ-Binomial-Regression miteinander verglichen. Dazu wurden zum einen Simulationsmodelle zugrundegelegt, zum anderen die POET-Studie mit den drei Auswertemethoden analysiert. Die Ergebnisse wurden zur Publikation eingereicht.


Literatur:
. Assessing vaccine efficacy for the prevention of acute otitis media by pneumococcal vaccination in children. A methodological overview of statistical practice in randomized controlled clinical trials.. Vaccine 2007; 25 (33): 6237-6244

Laufzeit: 2006-2007
Projektleiter: Dr. Peter Kaatsch, Dr. Eva Steliarova-Foucher

ACCIS – Automated Childhood Cancer Information System

An der International Agency for Research on Cancer (IARC, Lyon) wurde die weltweit größte Datenbank zu Krebs im Kindesalter erstellt. Diese Datenbank enthält Daten aus 80 Krebsregistern aus 30 europäischen Ländern mit etwa 160.000 Erkrankungsfällen. Ein öffentlicher Zugang zu diesen Daten ist über das Internet gegeben: http://www-dep.iarc.fr/accis.htm. Mit den ACCIS-Daten können Aussagen zu geographischen Unterschieden und zeitlichen Trends von Inzidenzen und Überlebenswahrscheinlichkeiten populationsbezogen für Europa gemacht werden. Das am IMBEI angesiedelte Deutsche Kinderkrebsregister stellt einen sehr großen Anteil der in ACCIS enthaltenen Daten. Durch die Mitgliedschaft im ACCIS Scientific Committee ist das Deutsche Kinderkrebsregister in die Konzeption und Betreuung von ACCIS stark mit involviert. Dies gilt auch für die in ACCIS enthaltene Überarbeitung der Internationalen Klassifikation von Krebserkrankungen im Kindesalter (ICCC-3). In 2006 wurde mit der in Form eines Sonderheftes des European Journal of Cancer eine umfassende Zusammenstellung über die Situation kindlicher Krebserkrankungen in Europa gegeben. Das System ist so konzipiert, dass eine regelmäßige Aktualisierung der Daten vorgenommen wird, um stets einen aktuellen Überblick über das Krebsgeschehen bei Kindern in Europa anbieten zu können.

Literatur:
Steliarova-Foucher E, Coebergh JW, Kaatsch P, Pritchard-Jones K, Stiller C. Cancer in children and adolescents in Europe. Eur J Cancer 2006; 42 (13): 1913-2190

Laufzeit: 1999-2020
Projektleiter: Dr. Peter Kaatsch

Befragungsprojekte ehemaliger Kinderkrebspatienten in Zusammenarbeit zwischen externen Kooperationspartnern und dem DKKR

Die Erforschung von Spätfolgen nach Krebserkrankung und Therapie im Kindes- und Jugendalter ist Aufgabe der Gesellschaft für Onkologie und Hämatologie (GPOH). Ehemalige Krebspatienten im Kindes- und Jugendalter werden hierbei im Rahmen der Langzeitnachbeobachtung ausschließlich über das Deutsche Kinderkrebsregister (DKKR) kontaktiert, welches hierzu eine umfassende Struktur, Logistik und epidemiologische Beratungskompetenz bereitstellt. Im Rahmen von Befragungsprojekten zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen arbeitet das DKKR mit kooperierenden Ärzten und Wissenschaftlern anderer Fachrichtungen zusammen. Einige Projekte externer Kooperationspartner befinden sich diesbezüglich am DKKR in der Durchführung.

Projektname und –leiter: Befragungsprojekte ehemaliger Kinderkrebspatienten in Zusammenarbeit zwischen externen Kooperationspartnern und dem DKKR; Projekte im Einzelnen:

„Psychosoziale Adaptation langzeitüberlebender onkologischer Patienten nach Erkrankung in der Adoleszenz“

(Herr Prof. Lutz Goldbeck, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Ulm)

„Fertilität nach Chemo- und Strahlentherapie im Kindes- und Jugendalter (FeCt)“

(Frau Dr. Anja Borgmann-Staudt, Otto-Heubner-Centrum für Kinder- und Jugendmedizin, Klinik für Pädiatrie m. S. Onkologie/Hämatologie, Charité, Berlin)

„Familiäre Prädisposition für Non-Hodgkin-Lymphome im Kindes- und Jugendalter“

(Herr Prof. Alfred Reiter, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Abt. Päd. Hämatologie und Onkologie, NHL-BFM Studienzentrale, Giessen)

„Endokrinologische Begleituntersuchung und Spätfolgen nach Behandlung innerhalb der Hirntumorstudie HIT´91“

(Herr Prof. H.-G. Dörr, Kinder- und Jugendklinik der Universität Erlangen, Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie, Erlangen)

„Einstellungen und Erwartungen von Eltern erkrankter Kinder zu Krebsforschung und Datenschutz“

(Prof. Dr. Regine Kollek und Dr. Imme Petersen, FSP BIOGUM, Forschungsgruppe Technologiefolgenabschätzung der modernen Biotechnologie in der Medizin, Hamburg)


Laufzeit: 2007-2010
Projektleiter: Dr. Peter Kaatsch

Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK-Studie)

Bis heute konnte nicht abschließend geklärt werden, ob die Emission von ionisierender Strahlung aus Kernkraftwerken im Routinebetrieb einen Risikofaktor für die Entstehung von Krebserkrankungen bei Kindern darstellt. Seit Herbst 2003 wurde vom Deutschen Kinderkrebsregister eine Fall-Kontrollstudie durchgeführt. Die Hauptfrage der Studie lautete: „Wohnen Familien mit unter 5-jährigen Kindern, bei denen eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde, häufiger in der Nähe von Kernkraftwerken als Familien mit nicht an Krebs erkrankten Kindern?“

Ende des Jahres 2007 wurde die Studie abgeschlossen, publiziert wurden die Ergebnisse in 2008. Es wurde individuell der Abstand der Wohnung der Familie des an Krebs erkrankten Kindes zum Kernkraftwerk ermittelt und mit dem Abstand der Wohnung von zufällig ausgewählten Kontrollfamilien verglichen. Als Studienregionen wurden jeweils mindestens 3 Landkreise in der Umgebung der 15 Leistungsreaktoren in den alten Ländern der Bundesrepublik Deutschland definiert. Der Studienzeitraum wurde bezogen auf jede Kernkraftwerksregion vom 01.01.1980 – 31.12.2003 festgelegt. Als Fall wurde ein Kind definiert, das an einer bösartigen Neubildung erkrankt ist, bei der Diagnosestellung jünger als 5 Jahre war, dem Deutschen Kinderkrebsregister bekannt ist und zum Zeitpunkt der Diagnosestellung seinen Wohnort in einem festgelegten Landkreise hatte. Zu jedem Fall wurden aus der gleichen Region bevölkerungsbezogene Kontrollen im Verhältnis 1 zu 3 mit gleichem Geschlecht und gleichen Alter im Erkrankungsjahr zufällig ausgewählt.

Die KiKK-Studie zeigte, dass sich in Deutschland ein Zusammenhang zwischen der Nähe der Wohnung zu einem Kernkraftwerk und dem Risiko eines Kindes, vor seinem fünften Geburtstag an Krebs zu erkranken, beobachten lässt. Dieser statistisch gesicherte Zusammenhang beruht praktisch ausschließlich auf Leukämieerkrankungen, während für alle anderen vor der Auswertung als Subgruppe festgelegte Diagnosen (Hirntumoren, embryonale Tumoren) keine statistisch signifikanten Ergebnisse festgestellt werden. Für die Leukämien zeigte sich ein gut zweifach erhöhtes Risiko innerhalb der 5km-Zone im Vergleich zur restlichen Studienregion (Odds Ratio=2,19), für die 10km-Zone wurde ein Odds Ratio von 1,33 ermittelt.


Literatur:
Kaatsch P, Spix C, Jung I, Blettner M. Childhood Leukemia in the Vicinity of Nuclear Power Plants in Germany. Dtsch Arztebl 2008; 105 (42): 725-732
Kaatsch P, Spix C, Schulze-Rath R, Schmiedel S, Blettner M. Leukaemia in young children living in the vicinity of German nuclear power plants. Int J Cancer 2008; 122 (4): 721-726
Spix C, Schmiedel S, Kaatsch P, Schulze-Rath R, Blettner M. Case-control study on childhood cancer in the vicinity of nuclear power plants in Germany 1980-2003. Eur J Cancer 2008; 44 (2): 275-284

Laufzeit: 2003-2008
Projektleiter: Dr. Peter Kaatsch

EUROCARE

Das EUROCARE-Projekt ist ein von der EU finanziertes Projekt, das Ende der achtziger Jahre begann und in dem Überlebensraten bei Krebspatienten im internationalen Vergleich und unter Berücksichtigung zeitlicher Trends systematisch und umfassend analysiert wird. Mittlerweile hat die EUROCARE-4-Studie begonnen. Seit 1989 sind Daten aus 21 Ländern und 70 Krebsregistern in das Projekt eingegangen. Es umfasst 6 Millionen Erwachsene (ab 15 Jahre) und 55.000 Patienten im Kindesalter (0-14 Jahre), die zwischen 1978 und 1994 diagnostiziert wurden. Mittlerweile sind mehrere Publikationen zu den Überlebenswahrscheinlichkeiten bei Kindern erschienen. Das Deutsche Kinderkrebsregister hat mit die meisten Daten dazu beigetragen.

Literatur:
Gatta G, Zigon G, Capocaccia R, Coebergh JW, Desandes E, Kaatsch P, Pastore G, Peris-Bonet R, Stiller CA. Survival of European children and young adults with cancer diagnosed 1995-2002. Eur J Cancer 2009; 45 (6): 992-1005

Laufzeit: 1989-2010
Projektleiter: Dr. Peter Kaatsch

German Childhood Cancer Registry (GCCR)

Das Deutsche Kinderkrebsregister ist seit seiner Gründung im Jahre 1980 am IMBEI angesiedelt. Es erfasst Krebsfälle bei Kindern unter 15 Jahren flächendeckend für ganz Deutschland, seit 1991 auch für die neuen Länder. Die Vollzähligkeit der Erfassung beträgt für die gesamte Bundesrepublik etwa 95% und entspricht den internationalen Anforderungen an epidemiologische Krebsregister. Jährlich werden ca. 1800 Patienten aus den pädiatrisch-onkologischen Einrichtungen gemeldet, die in der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) zusammengeschlossen sind. Ein eng verzahnter Informationsverbund besteht mit den GPOH-Therapieoptimierungsstudien. Die Datenbasis von mittlerweile etwa 48.000 Erkrankungsfällen bietet eine geeignete Grundlage, um mögliche zeitliche Trends und regionale Häufungen erkennen zu können und epidemiologische Studien durchzuführen. Die Bedeutung der am Kinderkrebsregister durchgeführten Untersuchungen liegt darin, dass die Ergebnisse aufgrund des umfangreichen Datenmaterials und des hohen Vollzähligkeitsgrades für Deutschland repräsentativ sind. Die Flächendeckung erlaubt weiterhin die Beantwortung regionalbezogener Anfragen zu möglichen Krebs-Clustern. Mit den in den letzten Jahrzehnten erzielten therapeutischen Fortschritten, die durch die Daten des Registers eindrucksvoll belegt werden können, gewinnt die Untersuchung und Vermeidung möglicher Spätfolgen einen besonderen Stellenwert. Durch das Deutsche Kinderkrebsregister werden hierzu wichtige Beiträge durch die Intensivierung der Langzeitnachbeobachtung und die Erfassung von sekundären malignen Neoplasien geleistet. Die Vereinbarung des gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) verpflichtet seit 1.1.2007 alle pädiatrisch-onkologischen Einrichtungen alle bis einschließlich 17-jährigen erkrankten Patienten an das DKKR zu melden. Diese Vereinbarung bildet eine sehr gute Voraussetzung für eine epidemiologische Registrierung onkologischer Patienten bis einschließlich 17-jährigen (seit 2009 realisiert).
Für die über die Routinearbeit des Kinderkrebsregisters hinausgehenden Forschungsaktivitäten wurden darüber hinaus weitere Drittmittel eingeworben. Die Arbeitsweise des Registers, Ergebnisse der routinemäßigen Auswertungen und Schwerpunktthemen sind in den Jahresberichten und im Internet (www.kinderkrebsregister.de) verfügbar.

Literatur:
Kaatsch P. Deutsches Kinderkrebsregister - Eine international angesehene Datenquelle. Dtsch Arztebl 2005; 102 (A): 1421-1422
Kaatsch P, Mergenthaler A. Krebs bei Kindern. Beitrag in: Krebs in Deutschland 2003-2004 - Häufigkeiten und Trends. Herausgeber: Robert-Koch-Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. Berlin, Robert-Koch-Institut6. Aufl. 2008, S.102-106

Laufzeit: 1980-2025
Projektleiter: Dr. Peter Kaatsch

Strukturoptimierung zur Gewährleistung einer qualitätsgesicherten Langzeitnachbeobachtung ehemaliger pädiatrisch-onkologischer Patienten

Mit der Zunahme an Langzeitüberlebenden nach Krebs im Kindesalter treten Fragen zu möglichen Spätfolgen oder zur Lebensqualität und Lebenssituation immer mehr in den Vordergrund. Studien unter Einbeziehung von Langzeitüberlebenden erhalten, auch im internationalen Kontext, einen immer höheren Stellenwert. Das Deutsche Kinderkrebsregister investiert neben der Aufnahme und Speicherung neuer Krebserkrankungsfälle bei Kindern bis zum Alter von 17 Jahren somit zunehmend Arbeitsaufwand in die Langzeitnachbeobachtung ehemals pädiatrisch-onkologischer Patienten.
Das Ziel des von der Deutschen Kinderkrebsstiftung geförderten Projektes „Strukturoptimierung zur Gewährleistung einer qualitätsgesicherten Langzeitnachbeobachtung ehemaliger pädiatrisch-onkologischer Patienten“ war es, Aussagen zur Qualität (z.B. Vollständigkeit, Response) der Langzeitnachbeobachtung in der deutschen pädiatrischen Onkologie und Hämatologie aufgrund der am Deutschen Kinderkrebsregister (DKKR) dazu etablierten Strukturen zu machen. Die am Deutschen Kinderkrebsregister bestehenden Strukturen zur Durchführung der Langzeitbeobachtung konnten vor allem durch diese Projektfinanzierung strukturell und qualitativ deutlich ausgebaut werden.
Das DKKR aktualisiert durch Kontaktaufnahme mit Eltern und Patienten kontinuierlich Minimalinformationen zum Gesundheitszustand (unter anderem Spätrezidive, sekundäre Neoplasien, die aktuelle Anschrift) und tauscht diese Informationen regelmäßig mit den entsprechenden Therapieoptimierungsstudien aus.
Zwischen 2006 und 2010 wurden insgesamt circa 20.000 Patienten im Rahmen der Langzeitnachbeobachtung durch das DKKR kontaktiert (erste persönliche Kontaktaufnahme im Alter von 16 Jahren sowie generelle Anfragen zum Gesundheitszustand). 11.000 aktuelle Adressen der ehemaligen Patienten wurden dazu über Einwohnermeldeämter recherchiert. Die Rücklaufraten lagen zwischen 56% bis 68%, die Recherchen bei Einwohnermeldeämtern erbrachten zu 93 bis 96% valide aktuelle Adressen. Von den 46.115 zwischen 1980 und 2009 diagnostizierten Patienten befinden sich im Jahr 2010 25.283 in der Langzeitnachbeobachtung.
Um die Aktualisierung minimaler Informationen regelmäßig zu gewährleisten, ist ein hoher logistischer Aufwand mit jährlichem Versand tausender Briefe erforderlich. Die Langzeitnachbeobachtung ist unverzichtbar um ein besseres Verständnis der Spätfolgen, sekundären Neoplasien und der Lebensqualität von ehemals an Krebs erkrankten Kindern zu entwickeln und um in der Lage zu sein, ehemalige Patienten in Studien zu Spätfolgen adäquat einbeziehen zu können.

Literatur:
Debling D, Spix C, Blettner M, Michaelis J, Kaatsch P. The cohort of long-term survivors at the German childhood cancer registry. Klin Padiatr 2008; 220 (6): 371-377
Grabow D, Lacher C, Kaatsch P. Former Childhood Cancer Patients Need a Competent Help Desk. KLINISCHE PADIATRIE 2011; 223 (3): 187-188
Grabow D, Spix C, Blettner M, Kaatsch P. Strategy for Long-Term Surveillance at the German Childhood Cancer Registry - an Update. KLINISCHE PADIATRIE 2011; 223 (3): 159-164
Kaatsch P, Blettner M, Spix C, Jürgens H. Das Langzeit-follow-up in der deutschen pädiatrischen Onkologie als Basis für die Durchführung von Studien mit Langzeitüberlebenden. <Follow-up of long-term survivors after childhood cancer in Germany>. Klin. Pädiatrie 2005; 217: 169-175

Laufzeit: 2006-2010
Projektleiter: Dr. Peter Kaatsch

Zeitliche Variation, regionale Unterschiede und Überlebenszeitanalysen von Krebserkrankungen bei Kindern

Das Deutsche Kinderkrebsregister, gegründet 1980, verfügt über einen weltweit einzigartigen Datenkörper zu allen kindlichen Krebserkrankungen unter 15 Jahren in Deutschland aus über 25 Jahren. Das Projekt hat das Ziel, das in den vorliegenden Daten vorhandene große Auswertungspotenzial auszuschöpfen und insbesondere wichtige gesundheitspolitisch relevante Fragestellungen, wie zeitliche Trendanalysen, regionalbezogene Auswertungen oder Überlebenszeitanalysen, wissenschaftlich aufzubereiten.

Die Auswertung zeitlicher Trends ist abgeschlossen. Sie erbrachte einen jährlichen signifikanten Anstieg der kindlichen Krebserkrankungen um 0,8%, was im Wesentlichen auf die erhebliche Verbesserung der Meldung von Tumoren des zentralen Nervensystems und den signifikanten Anstieg um jährlich 0,7% bei der häufigsten Einzeldiagnose, der lymphatischen Leukämie zurückzuführen ist.

Zur Zeit erfolgen epidemiologische Gesamtbetrachtungen für ausgewählte Einzeldiagnosen, dabei liegt der Schwerpunkt auf den eher seltenen Diagnosen, zu denen man sich nur in einem großen, über einen längeren Zeitraum existierenden Register einen Überblick verschaffen kann.

Die Daten des Kinderkrebsregisters werden für Deutschland ausgewertet und dabei in einen internationalen Kontext gestellt.


Literatur:
Kaatsch P, Mergenthaler A. Incidence, time trends and regional variation of childhood leukaemia in Germany and Europe. Radiat Prot Dosimetry 2008; 132 (2): 107-113
Spix C, Eletr D, Blettner M, Kaatsch P. Temporal trends in the incidence rate of childhood cancer in Germany 1987-2004. Int J Cancer 2008; 122 (8): 1859-1867
Spix C, Spallek J, Kaatsch P, Razum O, Zeeb H. Cancer survival among children of Turkish descent in Germany 1980-2005: a registry-based analysis. BMC Cancer 2008; 8: 355
Stang A, Rusner C, Eisinger B, Stegmaier C, Kaatsch P. Subtype-specific incidence of testicular cancer in Germany. A pooled analysis of nine population-based cancer registries. Int J Androl 2007; 30: 1-11

Laufzeit: 2005-2008
Projektleiter: Dr. Peter Kaatsch

Zweitmalignome nach Krebs im Kindesalter: Fall-Kontroll-Studie zu Risikofaktoren für das Entstehen von sekundären malignen Neoplasien

Durch die erfreuliche Zunahme von Langzeitüberlebenden von im Kindesalter an Krebs Erkrankten werden Fragen zu möglichen Spätfolgen und sekundären malignen Neoplasien (SMN) immer relevanter. Daraus leitet sich für das Deutsche Kinderkrebsregister die Notwendigkeit eines Forschungsvorhabens zur systematischen Bearbeitung von Fragestellungen in Zusammenhang mit SMN ab. Ziele sind unter anderem die möglichst vollzählige Erfassung aller SMN, die realistische Abschätzung des Risikos, eine SMN zu entwickeln, sowie die Durchführung einer Fall-Kontrollstudie. Bis Ende 2007 wurden über 600 SMN nach Krebs im Kindesalter in Deutschland registriert. Davon wurden 348 in die aktuelle Fall-Kontrollstudie eingeschlossen und die Therapiedaten der Ersterkrankung recherchiert. Diese Studie befasst sich mit der Identifizierung von therapiebedingten Risikofaktoren für das Entstehen von Zweitmalignomen nach Krebs im Kindesalter. Bei der Analyse der Chemotherapie werden die Einzelsubstanzen und die kombinierte Gabe unterschiedlicher Zytostatika gewertet, mit Schwerpunkt auf den Alkylanzien und den Topoisomerasehemmern. Als weiteres Therapieelement wird die Radiotherapie mit Bestrahlungsregion und Herddosis beurteilt, isoliert und im kombinierten Einsatz zusätzlich zur Chemotherapie. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit eine Therapiekombination der verschiedenen Substanzklassen der Chemotherapeutika mit und ohne Radiotherapie das Risiko eines Zweitmalignoms erhöht. Die durch das Deutsche Kinderkrebsregister durchgeführte Langzeit-Nachbeobachtung ist die Basis für die Analyse von Spätfolgen und die Vollzähligkeit der Erfassung von SMN. Es ermöglicht eine differenzierte Beurteilung von Risiken je nach Art der Ersterkrankung und die Aktualisierung von Risikoabschätzungen.

Literatur:
Kaatsch P, Debling D, Blettner M, Spix C. Second malignant neoplasms after childhood cancer in Germany – results from the long-term follow-up of the German Childhood Cancer Registry. Strahlenther Onkol 2009; 185 (2): 8-10

Laufzeit: 2005-2008
Projektleiter: PD Dr. SJ Klug

Studie zur Früherkennung des Zervixkarzinoms (MARZY-Studie)

Die Inzidenz- und die Mortalitätsrate des Zervixkarzinoms liegen in Deutschland im westeuropäischen Vergleich sehr hoch, obwohl jede Frau ab einem Alter von 20 Jahren einmal jährlich ein Anrecht auf eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung hat. Dabei wird, unter anderem, ein zytologischer Abstrich zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs durchgeführt. Gegenwärtig nimmt höchstens die Hälfte aller berechtigten Frauen dieses Angebot wahr. Epidemiologische und molekularbiologische Forschung haben in den letzten Jahrzehnten eindeutig gezeigt, dass eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) eine notwendige Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs darstellt.

Die MARZY-Studie ist eine Machbarkeitsstudie für mögliche zukünftige Verbesserungen der Früherkennung des Zervixkarzinoms. Sie wird als bevölkerungsbezogene Studie durchgeführt, in der die teilnehmenden Frauen zufällig über die Einwohnermeldeämter der Stadt Mainz und des Kreises Mainz-Bingen ausgewählt und angeschrieben worden sind. Die Frauen haben anschließend die Möglichkeit, sich bei Ihrem behandelnden Frauenarzt in die Studie einschließen zu lassen.

Die MARZY-Studie untersucht auf der Basis zweier Einladungsmodelle, ob sich die Teilnahmerate an der Krebsfrüherkennung steigern lässt. Anhand von Nichtteilnehmerinneninterviews werden Gründe für eine Nicht-Teilnahme evaluiert.

Zudem wird der konventionelle zytologische Abstrich der Krebsfrüherkennungsunterduchung mit neueren diagnostischen Verfahren, wie der Flüssigkeitszytologie und dem HPV-Nachweis, verglichen. Frauen mit einem auffälligen Ergebnis in den durchgeführten Untersuchungen werden zu einer Studienkolposkopie an die Universitäts-Frauenklinik Mainz eingeladen. Zusätzlich wird die Kommunikation des Befundes HPV Hochrisiko-positiv zwischen betroffenen Frauen und ihren behandelnden Frauenärzten untersucht. Zum ersten Mal in Deutschland wird die alters- und typ-spezifische Häufigkeit einer HPV-Infektion in der Bevölkerung geschätzt werden können. Die Zytologie des Studienabstrichs, die Bildgebung der Studienkolposkopie und die entnommenen histologischen Präparate werden einer Zweitbegutachtung unterzogen.


Literatur:
Klug SJ. Zervixkarzinom und Früherkennung. Ärzteblatt Rheinland Pfalz 2004; 11: 23
Klug SJ, Blettner M. Zervixkarzinom, HPV-Infektionen und Screening – Stand der Dinge und Zukunftsperspektiven. Dt. Ärzteblatt 2003; 3: A132-136
Klug SJ, Hukelmann M, Hollwitz B, Düzenli N, Schopp B, Petry KU, Iftner T. Prevalence of human papillomavirus types in women screened by cytology in Germany. J Med Virol 2007; 79 (5): 616-625

Laufzeit: 2004-2007
Projektleiter: PD Dr. SJ Klug

Systematischer Literaturreview zu Wissen über HPV Infektionen

Das Zervixkarzinom ist weltweit immer noch die zweithäufigste Todesursache bei Frauen. Eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) wurde als eine notwendige Ursache für die Entstehung eines Zervixkarzinoms identifiziert. Allerdings erkranken bei weitem nicht alle HPV-infizierten Frauen an einem Zervixkarzinom. Ein quadrivalenter Impfstoff gegen die HPV Typen 6,11,16,18 wurde im Jahre 2006 in vielen Ländern, auch in Deutschland, zugelassen. Für einen weiteren Impfstoff, der gegen die HPV Typen 16 und 18 schützt, wird die Zulassung in naher Zukunft erwartet.

Da die Ergänzung der Krebsfrüherkennung durch die Einführung eines HPV Tests diskutiert wird, ist es wichtig, dass Frauen geeignete Information zu HPV erhalten und dass sie den Einfluss einer HPV Infektion verstehen. In einigen Studien konnte die Akzeptanz einer HPV Impfung gesteigert werden, wenn Eltern oder junge Frauen gut über die Nutzen und Risiken informiert waren.

Wir führen einen systematischen Review mit dem Ziel durch, das Wissen über HPV Infektionen und zu HPV als Risikofaktor für das Zervixkarzinom sowohl in der Allgemeinbevölkerung als auch unter Studenten, Patienten und Personen in Gesundheitsberufen zu untersuchen. Nach einer umfangreichen Literatursuche in verschiedenen Datenbanken und in den Literaturverzeichnissen der gefundenen Studien konnten 39 Studien mit insgesamt 20.000 Teilnehmern eingeschlossen werden. Die Ergebnisse werden stratifiziert nach Alter, Geschlecht, Beruf, Jahr der Studiendurchführung und Qualitätsscore ausgewertet.


Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: PD Dr. SJ Klug

Systematischer Review und Metaanalyse zur Assoziation von TP53 Polymorphismus und dem Zervixkarzinom

Das Zervixkarzinom ist weltweit immer noch die zweithäufigste Todesursache bei Frauen. Eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) wurde als eine notwendige Ursache für die Entstehung eines Zervixkarzinoms identifiziert. Allerdings erkranken bei weitem nicht alle HPV-infizierten Frauen an einem Zervixkarzinom. Weitere Faktoren wie genetische Prädisposition könnten bei der Entstehung eines Zervixkarzinoms eine Rolle spielen. Kontrovers diskutiert wird der Einfluss eines Polymorphismus am Codon 72 des TP53 Tumorsuppressorgens. Je nach vorhandenem Allel wird entweder die Aminosäure Arginin oder Prolin in das p53 Tumorsuppressorprotein eingebaut. Es wurde gezeigt, dass sich die p53 Proteinvarianten in ihrer Funktionalität unterscheiden. Die Arginin-Variante scheint bei Interaktion mit dem E6 Protein von HPV leichter abbaubar zu sein. Im Jahr 1998 fand eine Studie bei Frauen, die am Codon 72 des TP53 Tumorsuppressorgen homozygot für Arginin sind, ein siebenfach erhöhtes Risiko an einem Zervixkarzinom zu erkranken. Seitdem wurden mehr als 70 Studien mit kontroversen Ergebnissen zu dieser Thematik veröffentlicht. Wir führen einen systematischen Review mit dem Ziel durch, alle Studien, die zu dieser Thematik in den Jahren 1998-2006 veröffentlicht wurden, zu identifizieren und zu vergleichen. Eine Metaanalyse wird durchgeführt, um einen gemeinsamen Risikoschätzer aus allen veröffentlichten Studien aus den aggregierten Daten zu berechnen. Verschiedene Subgruppenanalysen werden durchgeführt. Zusätzlich wird die Qualität und die Heterogenität der Studien evaluiert.

Literatur:
. TP53 polymorphism, HPV infection and cervical cancer. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention 2001; 10: 1009-12
. Role of a p53 polymorphism in the development of human papillomavirus- associated cancer. Nature 1998; 393: 229-234

Laufzeit: 2003-2007
Projektleiter: PD Dr. Stefanie Klug

Einfluss von Mobilfunk-Signalen auf isoliertes menschliches Blut

In der Studie werden mögliche DNA-, Chromosomen- und Genomschädigende Wirkungen der für Mobilfunksysteme genutzten hochfrequenten elektromagnetischen Felder in Form eines Ringversuches unter Beteiligung von vier Laboren untersucht. Die Wirkung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern wurde bereits des Öfteren mit der Entstehung bestimmter Krebsarten (z.B. Gehirntumoren) und gentoxischen Wirkungen in Verbindung gebracht. Bisher liegen allerdings keine Hinweise auf mögliche, zugrunde liegende biophysikalische Wirkmechanismen vor. Bedingt durch verschiedene Versuchsdesigns, oft auch aufgrund statistisch unzureichender Zellzahl oder unzulänglicher Expositionsermittlung ergibt sich bis dato kein konsistentes Gesamtbild. Ziel der Studie ist eine Bestimmung möglicher gentoxischer Effekte in humanen peripheren Lymphoyzyten. Es soll eine belastbare Datenlage unter Abdeckung des möglichen gentoxischen Schadensspektrums erzielt werden, wobei die folgenden biologisch relevanten Endpunkte untersucht werden: 1. strukturelle Chromosomenaberrationen, 2. Mikrokerne, 3. Schwesterchromatidaustausche, 4. DNA-Strangbrüche. Aufgaben des IMBEI sind die Rekrutierung von jeweils 15 Probanden in zwei Altersgruppen, die Erhebung von Vorbelastungen mittels Fragebogen, die Blutentnahmen sowie die Dokumentation und Auswertung der Probandendaten und Laborergebnisse.

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: PD Dr. Stefanie Klug

Gepoolte Re-Analyse von Originaldaten aus 49 Studien zur Assoziation von TP53 Polymorphismus und dem Zervixkarzinom

Eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) wurde als eine notwendige Ursache für die Entstehung eines Zervixkarzinoms identifiziert. Weitere Faktoren, wie z.B. genetische Prädisposition, könnten bei der Entstehung eines Zervixkarzinoms eine Rolle spielen. Kontrovers diskutiert wird der Einfluss eines Polymorphismus am Codon 72 des TP53 Tumorsuppressorgens. Es wurde gezeigt, dass sich die p53 Proteinvarianten in ihrer Funktionalität unterscheiden. Im Jahr 1998 fand eine Studie bei Frauen, die am Codon 72 des TP53 Tumorsuppressorgen homozygot für Arginin sind, ein siebenfach erhöhtes Risiko an einem Zervixkarzinom zu erkranken. Seitdem wurden mehr als 70 Studien mit kontroversen Ergebnissen zu dieser Thematik veröffentlicht. Wir führen eine gepoolte Re-Analyse mit den Originaldaten aus allen seit 1998 durchgeführten, veröffentlichten und unveröffentlichten, Studien durch. Die Verantwortlichen der Studien wurden kontaktiert und um die anonymisierte Übermittlung ihrer individuellen Originaldaten gebeten. Die Originaldaten werden zusammengeführt und als ein gemeinsamer Datensatz neu ausgewertet. Dabei wird es möglich, z.B. die Ein- und Ausschlusskriterien für Fälle und Kontrollen neu zu definieren. Bei der Berechnung der gemeinsamen Risikoschätzer wird die Qualität der einzelnen Studien berücksichtigt. Die Auswertungen werden nach ethnischer Gruppe und HPV Status stratifiziert.

Literatur:
Klug SJ. Zervixkarzinom und Früherkennung. Ärzteblatt Rheinland Pfalz 2004; 11: 23
Klug SJ, Blettner M. Zervixkarzinom, HPV-Infektionen und Screening – Stand der Dinge und Zukunftsperspektiven. Dtsch Arztebl 2003; 3: A132-136
Klug SJ, Hukelmann M, Hollwitz B, Düzenli N, Schopp B, Petry KU, Iftner T. Prevalence of human papillomavirus types in women screened by cytology in Germany. J Med Virol 2007; 79 (5): 616-625
Klug SJ, Wilmotte R, Santos C, Almonte M, Herrero R, Guerrero I, Caceres E, Peixoto-Guimaraes D, Lenoir G, Hainaut P, Walboomers JM, Munoz N. TP53 polymorphism, HPV infection, and risk of cervical cancer.. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 2001; 10 (9): 1009-12

Laufzeit: 2007-2009
Projektleiter: PD Dr. Stefanie Klug

RheinSaar-Studie: Randomisierte Studie zum Vergleich der Dünnschichtzytologie mit der konventionellen Zytologie

Hauptziel dieser Studie ist die Generierung von Daten aus einem definierten Gebiet in Deutschland (Saarland/Rheinland-Pfalz), zur Klärung der Frage, ob der ThinPrep-PapTest eine Verbesserung des zytologischen Screenings auf Vorstufen des Zervixkarzinoms gegenüber dem konventionellen Pap-Test bedeutet. Des Weiteren wird eine mögliche zusätzliche Erhöhung der Sensitivität durch das ThinPrep–Imaging-System (computerassistiertes Screening) untersucht. Die Sensitivität der Dünnschichtzytologie unter Einsatz des Imaging-Systems wird mit jener der konventionellen Zytologie verglichen. 20.000 Frauen, die an der routinemäßig durchgeführten gesetzlichen Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung des Zervixkarzinoms und seiner Vorstufen in 12 gynäkologischen Praxen im Saarland und in Rheinland-Pfalz teilnehmen, werden in zwei Gruppen randomisiert. Bei einer Hälfte wird der konventionelle Abstrich entnommen, bei der anderen Hälfte ein Dünnschichtabstrich. Es werden die gleichen Abnahmeinstrumente verwendet. Die konventionellen Abstriche werden in den regionalen zytologischen Labors gefärbt und untersucht, die Dünnschichtabstriche werden zentral präpariert, nach Begutachtung in üblicher Weise mit dem Imaging-System voruntersucht und dann entsprechend der Vorgaben des Systems vom Untersucher definitiv bewertet.

Das IMBEI ist für die Durchführung der Randomisation, die Supervision des Datenmanagements und die Auswertung zuständig.


Laufzeit: 2007-2009
Projektleiter: PD Dr. Stefanie Klug

Systematischer Literaturreview zum Thema Brustrekonstruktion mit Eigengewebe

Die Arbeitsgemeinschaft für ästhetische, plastische und wiederherstellende Operationen in der Gynäkologie (AWOgyn) plant die Erstellung einer S1-Leitlinie zum Thema „Brustrekonstruktion mit Eigengewebe“. Die Arbeitsgruppe Epidemiologie 1 des IMBEI führt im Auftrag der AWOgyn eine systematische Literaturrecherche mit anschließender epidemiologischer Bewertung der relevanten Literatur durch.

Laufzeit: 2007-2009
Projektleiter: Stefanie Klug

Teilnahme Krebsfrüherkennungsuntersuchung (MAIFOR-Projekt)

MAIFOR-Projekt

Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: PD Dr. Stefanie Klug

Untersuchung zur Teilnahme an der gynäkologischen Krebsfrüherkennungsuntersuchung (Marzy)

In Deutschland wird zur Krebsprävention die jährliche Früherkennungsuntersuchung (KFU) bei Frauen ab dem 20. Lebensjahr von den Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) finanziert. Die Teilnahmerate an der KFU liegt bei Frauen maximal bei 50%. In dieser Studie sollen Frauen, für die in den letzten drei Jahren keine KFU abgerechnet worden war, durch ein persönliches Anschreiben eingeladen werden, wieder an der KFU teilzunehmen. Die dafür in Frage kommende Gruppe der Versicherten soll aus den Unterlagen einer Krankenkasse identifiziert werden. Eine definierte Studienpopulation wird zufällig ausgewählt und in verschiedene Gruppen randomisiert. Die Interventionsgruppen sollen eine persönliche schriftliche Einladung erhalten. Eine der Interventionsgruppen soll nur ein einfaches Anschreiben erhalten, während die andere Interventionsgruppe zusätzlich zu diesem Anschreiben eine ausführliche Informationsbroschüre zu den bei der KFU durchgeführten Untersuchungen, dem Nutzen von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen und zu möglichen Risikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs erhält. In der Kontrollgruppe soll keine Intervention stattfinden. Sechs Monate nach dem Anschreiben sollen die Unterlagen der Krankenkasse für die Studienpopulation erneut gesichtet werden, um herauszufinden, für wie viele Frauen in jeder der Gruppen in der Zwischenzeit eine KFU abgerechnet wurde. Die Unterschiede in den Teilnahmeraten zwischen den Gruppen werden statistisch ausgewertet. Das erfolgreichste Einladungsmodell könnte bei allen Versicherten angewendet werden und so langfristig die Teilnahmeraten an der KFU steigern.

Literatur:
Klug SJ. Zervixkarzinom und Früherkennung. Ärzteblatt Rheinland Pfalz 2004; 11: 23

Laufzeit: 2004-2010
Projektleiter: Dr. Jochem König

Biometrie für IZKS Interdisziplinäres Zentrum für klinische Studien

Das BMBF-Projekt wird in der Medizinischen Fakultät die Voraussetzungen schaffen, klinische Studien auf hohem Niveau durchzuführen. Einzelne Kliniken mit bestehenden Studieneinheiten werden bei deren Ausbau gefördert, andere erhalten Mittel für den Aufbau von Studieneinheiten. Für die erste Phase von vier Jahren wurden rund 4 Millionen Euro bewilligt. Die Federführung hat Frau Seibert-Grafe. Das KKS wird in die neuen Strukturen eingebunden. Das IMBEI ist mit einer halben Wissenschaftler-Stelle für Biometrie beteiligt.

Laufzeit: 2007-2010
Projektleiter: Dr. Jochem König

Biometrische Betreuung der PROMPT Studie: Hausarztpraxisbasiertes Case Management zur Behandlung von Patienten mit Major Depression.

Eine cluster-randomisierte Studie in 70 Hausarztpraxen wurde durchgeführt, um den klinischen Nutzen einer speziellen Betreuungsprogrammes für Patienten mit Major-Depression zu evaluieren.

Laufzeit: 2005-2008
Projektleiter: Dr. Jochem König

Biometrische Betreuung der Studie Sorafenib in Resected NSCLC (SIRN)

Eine Phase II Studie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Sorafenib nach Resektion von nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom in Patienten die nicht eligibel für eine Cisplatin-basierte adjuvante Chemotherapie sind.

Laufzeit: 2007-2008
Projektleiter: Dr. Jochem König, Kathrin Kuhr, Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner

BRENDA: Quality of breast cancer care under evidence-based guidelines

In einer multizentrischen klinischen Kohortenstudie wird der Einfluss der Leitlinienkonformität der Behandlung von Brustkrebspatientinnen auf das krankheitsfreie und das Gesamtüberleben untersucht. Im Zentrum der Fragestellung stehen die Therapieentscheidungen im Rahmen der primären Behandlung: Brusterhaltende Therapie, Entfernung axillärer Lymphknoten, Strahlentherapie, adjuvante Chemotherapie und Hormontherapie. Im Gegensatz zu randomisierten Therapiestudien werden selektionsfrei alle Brustkrebspatientinnen beobachtet und nachverfolgt. Speziell soll so auch die Bedeutung der Teilnahme an randomisierten Studien für den Verlauf der Krankheit untersucht werden. Die Studie besteht aus einer retrospektiv erfassten Kohorte von ca. 3500 Brustkrebs-Patientinnen der Universitätsfrauenklinik Ulm,welche in der Jahren 1992 bis 2005 dort behandelt wurden, und ebenso vielen Patientinnen, welche in einem lokalen Netzwerk aus 14 Brustzentren in dem Jahren 2003 bis 2005 behandelt wurden.

Laufzeit: 2005-2008
Projektleiter: Dr. Jochem König

MERIT-Studie "A prospective evaluation of patient and lesional prognostic factors affecting the outcome after standard radioimmunotherapy with 90-Yttrium labeled Zevalin alone in patients with follicular lymphoma"

Die multizentrische prognostischen Beobachtungsstudie "A prospektive evaluation of patient and lesional prognostic factors affecting the outcome after standard radioimmunotherapy with 90-Yttrium labeled Zevalin alone in patients with follicular lymphoma" soll mit adäquater statistischer Modellierung läsionsspezifische Prognosemerkmale für das Ansprechen auf Radioimmuntherapie evaluieren.

Laufzeit: 2007-2012
Projektleiter: Dr. Kai Kronfeld

Studienkoordination, Datenmanagement und Monitoring der Perfusionsstudie

Prospektiv randomisierte Multicenterstudie zum Vergleich der Leberkonservierung mit HTK-Lösung durch Aortenperfusion gegenüber HTK-Lösung durch Aortenperfusion und arterielle ex-situ-Nachperfusion

Laufzeit: 2007-2012
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Hauke Lang, Prof. Dr. Monika Seibert-Grafe, Dr. Kai Kronfeld

Chirurgisches Regionales Studienzentrum Mainz des CHIR-Net Deutschland (BMBF)

Das Chirurgische Regionale Studienzentrum wird seit 2006 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das Ziel ist die Weiterentwicklung der Klinischen Forschung in den operativen Fachgebieten sowie die Untersuchung des klinischen Nutzens operativer Verfahren in prospektiven, randomisierten klinischen Studien. Damit trägt das Chirurgische Regionale Studienzentrum dazu bei, Evidenz chirurgischer Therapieverfahren zu generieren und so deutschlandweit nachhaltig eine Struktur und Kultur multizentrischer chirurgischer Studien zu etablieren.
Wissenschaftlich lag der Schwerpunkt der I. Förderphase in den Bereichen Pädiatrische Chirurgie, Lebertransplantation und Methoden zur Funktionsüberprüfung von Nerven bei Operationen, dem sogenannten Neuromonitoring. Aufgrund der positiven Zwischenbegutachtung der I. Förderperiode durch ein international besetztes Gutachtergremium hat im Juli 2010 die Förderung der II. Förderperiode mit einem Fördervolumen von € 644.458 für weitere 3 Jahre begonnen.
Der wissenschaftliche Fokus der dreijährigen II. Förderperiode wird neben den bisherigen Schwerpunkten auf Studien mit Medizinprodukten und der Zusammenarbeit mit den beiden klinischen Schwerpunkten BioMATiCS (Biomaterials, Tissues and Cells in Surgery) und MICO (Migration and Adhesion in Clinical Oncology) liegen.

Laufzeit: 2006-2012
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Stephan Letzel

Biomonitoring und Beurteilung der möglichen Gefahren von militärischem Personal der Bundeswehr durch Permethrin in Uniformen

Zunehmende weltweite Einsätze der Bundeswehr erfordern auch den Schutz der im Ausland eingesetzten Soldaten vor Insekten und Parasiten, die schwere, teilweise lebensbedrohliche Erkrankungen wie z. B. Malaria oder Gelbfieber verursachen können. Eine mögliche Schutzstrategie stellt hierbei die Imprägnierung der Uniform mit einem Insektizid dar. Zur Imprägnierung von Bekleidung wird zumeist der Wirkstoff Permethrin aus der Gruppe der Pyrethroide verwendet. Dieser wirkt auf Insekten neurotoxisch, soll jedoch beim Menschen keine Gesundheitsschäden hervorrufen. Erste, am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin durchgeführte Untersuchungen, an Soldaten im Auslandseinsatz, legten den Verdacht nahe, dass es beim Tragen der imprägnierten Uniform zu einer nicht unerheblichen Aufnahme von Permethrin durch den Träger kommt. Allerdings konnten hier die vorgefundenen inneren Permethrinbelastungen aufgrund zusätzlicher Belastungsquellen nicht zweifelsfrei auf die Bekleidung zurückgeführt werden. In einer Anschlußstudie im Inland wurden daher nochmals vergleichend n=195 Soldaten untersucht, die über einen Zeitraum von 4 Wochen mit konventionellen (n=102) bzw. permethrinimprägnierten Uniformen (n=95) ausgerüstet waren. Zielgrößen der Untersuchung waren unter anderem die Ausscheidung von Permethrinmetaboliten im Urin zu vier verschiedenen Probenahmezeitpunkten als Maß für eine Aufnahme von Permethrin (Biomonitoring) sowie mögliche, mit Pyrethroiden assoziierte, Gesundheitsbeeinträchtigungen (Fragebogenerhebung). Während sich aus der Fragebogenerhebung keine Hinweise auf gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Verwendung imprägnierter Bekleidung ergaben, deuteten die mittels Biomonitoring bestimmten Metabolitenkonzentrationen erneut auf eine erhebliche Aufnahme von Permethrin aus der imprägnierten Bekleidung hin. So bewegten sich die Messwerte bei Verwendung konventioneller Bekleidung im Bereich der Hintergrundbelastung der Allgemeinbevölkerung. Dagegen wurden bei den Trägern der imprägnierten Bekleidung innere Belastungen gemessen, die mit denen von beruflich gegenüber Pyrethroiden exponierten Schädlingsbekämpfern vergleichbar waren. Wie Berechnungen ergaben, liegt die durch die Soldaten täglich aufgenommene Permethrinmenge unterhalb des Acceptable Daily Intake (ADI) für diese Substanz. Dennoch sollte die nachgewiesene Aufnahme des Wirkstoffes Anlass für eine differenzierte Nutzen-Risikobetrachtung vor Verwendung der Bekleidung sein.

Literatur:
. Permethrinimprägnierte Bekleidung - Quelle für eine Pyrethroidenexpositon von Soldaten im Auslandseinsatz. Umweltmedizin in Forschung und Praxis 2005; 10: 317
. Einfluss permethrinimprägnierter Bekleidung auf die innere Pyrethroidbelastung von Soldaten im Auslandseinsatz. Beitrag in: CD-Dokumentation der 45. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin in Bochum. Herausgeber: Brüning T, Harth Volker, Zaghow Monika, Gentner Verlag Stuttgart, 0. Aufl. 2005, S.171-174
. Permethrin-imprägnierte Bekleidung - Ein Risiko nur für Insekten. Beitrag in: CD-Dokumentation der 46. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin in Hannover. Herausgeber: Wrbitzky R, Bader M, Gentner Verlag Stuttgart, 0. Aufl. 2006, S.110-114
. Beanspruchungsreaktion bei Trägern pyrethroidimprägnierter versus konventioneller Uniformen. Beitrag in: CD-Dokumentation der 46. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin in Hannover. Herausgeber: Wrbitzky R, Bader M, Gentner Verlag Stuttgart, 0. Aufl. 2006, S.507
. Innere Pyrethroid-Belastung bei Soldaten im Auslandseinsatz - Einflussgrößen der Metabolitenausscheigung. Beitrag in: CD-Dokumentation der 46. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin in Hannover. Herausgeber: Wrbitzky R, Bader M, Gentner Verlag Stuttgart, 0. Aufl. 2006, S.553

Laufzeit: 2002-2007
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Stephan Letzel

Work related risk factors for cardiovascular diseases

Der Einfluss arbeitsbezogener Faktoren (u.a. psychosoziale Belastungen, Nachtschichtarbeit) auf die Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen gewinnt zunehmende Bedeutung. Im Rahmen einer prospektiven Kohortenstudie der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsklinik Mainz zur Entwicklung eines neuen Risikoscores für kardiovaskuläre Erkrankungen unter besonderer Berücksichtigung der subklinischen Atherosklerose und genetischer Dispositionen (Gutenberg-Heart-Studie) besteht die Möglichkeit, als „Nebenfragestellung“ der Bedeutung arbeitsbezogener Risikofaktoren nachzugehen. Einbezogen in die Gutenberg-Heart-Studie werden ca. 15.000 Personen aus dem Großraum Mainz. Berufsbezogene Fragebogenangaben können mit labormedizinischen und medizinisch-technischen Messparametern verknüpft werden; damit können Zusammenhänge zwischen arbeitsplatzbezogenen Belastungen, subjektiv berichteten Beanspruchungen und Beschwerden und objektiv gemessenen Körperfunktionen und kardiovaskulären Parametern untersucht werden

Laufzeit: 2007-2015
Projektleiter: Claudia Martina Messow

Statistische Betreuung von Studien der II. Medizinischen Klinik

Verschiedene Studien der II. Medizinischen Klinik wurden über eine halbe Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters vom IMBEI betreut. Dabei handelte es sich um statistische Beratung sowie Mitarbeit bei Design, Datenbankverwaltung und Auswertung von Studien. Insbesondere wurden auch Vorarbeiten für die Durchführung der PreventIt-Studie geleistet.

Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: CM Messow, Dr. A Victor

Analyse von Überlebenszeiten bei hochdimensionalen Daten

Die medizinische Forschung verbindet große Erwartungen mit der Microarray-Technologie. So sollen zum Beispiel anhand von Genexpressionsdaten Tumore genauer klassifiziert werden, um die Prognose von Patienten zu bestimmen und die Therapie besser auf das genaue Krankheitsbild abstimmen zu können. In dieser Art Studien, aber auch in anderen Situationen liegt eine sehr große Menge von potentiellen Einflussfaktoren vor. Die Methoden zur Analyse des Zusammenhangs dieser Einflussgrößen mit (zensierten) Überlebenszeiten von Patienten sind allerdings nicht vollständig entwickelt. Einfache Anwendung multivariater Cox-Regressionen ist aufgrund der Vielzahl an Einflussfaktoren und deren Korreliertheit nicht möglich. Erste Ansätze wenden in einem ersten Schritt Selektions- oder Dimensionsreduktionsverfahren an, um dann mit den selektierten Genen oder den "Metagenen", die sich aus der Dimensionsreduktion ergeben, klassische Überlebenszeitanalysen anzuwenden. Diese Verfahren sind aber nicht befriedigend, da sie wichtige Aspekte unberücksichtigt lassen. Kompliziertere Verfahren sind publiziert, wurden aber noch nicht angewendet. Anhand von Simulationsexperimenten und realen Daten aus der Klinik wird untersucht, wo die Stärken und Schwächen der Verfahren liegen und weitere Verfahren werden entwickelt und erprobt.

Aus der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten liegen aus einer Studie zur Prognose von nodalnegativen Mammakarzinom-Patientinnen erste Daten zu einer solchen Fragestellung vor, deren biometrische Auswertung am IMBEI erfolgt.


Literatur:
Messow CM, Victor A, Hommel G, Blettner M. Analyse von Überlebenszeiten bei hochdimensionalen Daten. GMDS Programm und Abstractband 2006: 219-220

Laufzeit: 2004-2007
Projektleiter: CM Messow

Biometrische Betreuung der Atherogene-Studie

In einer großen monozentrischen Studie wurden an insgesamt 3500 Patienten und 600 Kontrollen potentielle Risikofaktoren für die koronare Herzerkrankung, insbesondere für dadurch bedingte Todesfälle erhoben. Die Patienten werden nun seit bis zu 7,8 Jahren nachbeobachtet. Eine zentrale Fragestellung ist hierbei, inwieweit Haplotypen genetischer Kandidatengene intermediär biochemische Phänotypen beeinflussen und auch ihr Zusammenhang mit dem Überleben der Patienten. Weiterhin steht die Bedeutung verschiedener inflammatorischer plasmatischer Biomarker im Fokus.

Zum einen soll der Zusammenhang der verschiedenen Faktoren mit dem Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit untersucht werden. Hierfür werden Patienten und Kontrollen im Querschnitt mithilfe statistischer Tests und logistischer Regressionsanalyse verglichen. Zum Anderen wird der Einfluss dieser Faktoren auf das Langzeitüberleben untersucht, wobei verschiedene Methoden der Survivalanalyse zum Einsatz kommen.


Laufzeit: 2004-2007
Projektleiter: CM Messow

Biometrische Betreuung der Qualitätssicherung bei Stammzell-Transplantationen

An der III. Medizinischen Klinik werden pro Jahr etwa 100 Stammzelltransplantationen durchgeführt. Die Patienten werden dann soweit möglich nachbeobachtet und der weitere Krankheitsverlauf dokumentiert. Im Zuge der Qualitätssicherung werden diese Informationen insbesondere hinsichtlich des Überlebens und des ereignisfreien Überlebens deskriptiv ausgewertet.

Laufzeit: 2004-2007
Projektleiter: Prof. Dr. Peter Mildenberger

Qualitätssicherungsprojekt für DICOM-CDs

Der Datenaustausch von Bildern erfolgt heute, da noch keine flächendeckende teleradiologische Infrastruktur verfügbar ist, zunehmend mittels CD. Dies hat viele Vorteile, z.B. umfassende Möglichkeiten zur Bildnachverarbeitung oder Integration in das eigene PACS, aber auch diverse Hindernisse. Diese sind v.a. in der Inkonsistenz der anbieterseitigen Programmumsetzungen zu sehen, da die verfügbaren Standards in unterschiedlicher Qualität umgesetzt werden. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Röntgengesellschaft und OFFIS ist hierzu ein Anforderungskatalog an Hersteller, ein Leitfaden für Anwender und ein Testprogramm entwickelt worden. Die Radiologie in Mainz hat dabei eine zentrale Koordinationsaufgabe wahrgenommen.

Literatur:
Mildenberger P, Kotter E, Riesmeier J, Onken M, Eichelberg M, Kauer T, Walz M. Das DICOM-CD Projekt der Deutschen Röntgengesellschaft - eine Übersicht über die Inhalte und Ergebnisse des Pilottests 2006. Rofo 2007; 179: 676-82
Mildenberger P, Riesmeier J, Kotter EC, Walz M, Kauer T, Eichelberg M. DICOM-CDs for Communicationg Radiological Images - The DRG Approach for Improving Product and Workflow Quality. Radiology 2006; 241 (S.): 471

Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel, Univ.-Prof. Dr. Karl Lackner, Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner, Univ.-Prof. Dr. Manfred Beutel, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Univ.-Prof. Dr. Philipp Wild

The Gutenberg Health Study

Die Gutenberg-Herz-Studie ist eine prospektive bevölkerungsrepräsentative Kohortenstudie. Im Rahmen der Beobachtungsstudie werden im Verlauf 5 Jahren 15.000 Frauen und Männern aus der Stadt Mainz sowie dem Landkreis Mainz-Bingen untersucht. Im Rahmen des Großprojektes werden Herz-Kreislauferkrankungen, Augenerkrankungen, Krebserkrankungen sowie Erkrankungen des Stoffwechsels und des Immunsystems untersucht. Die Studienteilnehmer werden in das Studienzentrum zu einer fünfstündigen Untersuchung eingeladen.

Folgende Untersuchungen werden hierbei durchgeführt (Auswahl):
Klinisch
EKG, Standardisierte Blutdruck- und Ruheherzfrequenzuntersuchung, Echokardiographie (2 und 3 dimensional), Ultraschall der Halsschlagader, Bestimmung der Intima-Media-Dicke der Halsschlagader, Funktionsmessung der Gefäßinnenhaut (Endothelfunktion), Lungenfunktionsuntersuchung

Laborchemisch
Blutfettwerte, Blutzuckerdiagnostik, Entzündungswerte, Schilddrüsenwerte, Elektrolyte, Nierenwerte, Leberwerte,

Computer Assisted Personal Interview (CAPI) zur ausführlichen Anamnese-Erhebung, Ernährungsfragebogen, Fragebogen zur psychischen Belastung, Fragebogen zur körperlichen Aktivität, Fragebogen zur beruflichen Belastung

Ein Schwerpunkt der Gutenberg-Herz-Studie ist die Fragestellung, inwieweit genetische Komponenten für die Entstehung des frühzeitigen Herzinfarktes verantwortlich sind. Hierzu werden durch entsprechende Analysen genetische Variationen identifiziert, welche mit frühen krankhaften Veränderungen des Herz-Kreislaufsystems assoziiert sind.

Nach Einschluss der 15.000 Individuen im Jahr 2011 beginnt die zweite Phase der Gutenberg-Herz-Studie, im Rahmen derer alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem erneuten Besuch in das GHS-Zentrum eingeladen werden; hierbei wird untersucht, welche Veränderungen der o.g. Variablen nach 5 Jahren eingetreten sind.

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält direkt nach Ablauf der Untersuchungen im Rahmen eines Abschlussgespräches die persönlichen Ergebnisse ausgehändigt.

Insgesamt arbeiten ca. 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Gelingen dieser interdisziplinären Studie, welche von einer hohen inneruniversitären Vernetzung und der Kooperation mit einer Vielzahl nationaler und internationaler Kooperationspartner profitiert.

Laufzeit: 2005-2016
Projektleiter: Dr. Torsten Panholzer

Anbindung der Einrichtungen des Klinikums an das digitale Archiv von Patientenakten

Das digitale Archiv ist an den Klinischen Arbeitsplatz gekoppelt. Die Einrichtungen der universitätsmedizin Mainz werden sukzessive an das System angeschlossen. Hierzu werden jeweils die existierenden Arbeitsprozesse analysiert und auf das Softwaresystem übertragen. Gegebenenfalls sind auf beiden Seiten Anpassungen nötig. Ferner erfolgen die Vergabe von Berechtigungen zum Archivieren und die Einweisung der Benutzer. Diese Tätigkeiten führt das Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik in Kooperation mit dem Servicecenter 6 des Klinikums durch. Daneben wird die Wirtschaftlichkeit des digitalen Aktenarchivs im Vergleich mit den bisherigen Prozessen untersucht.

Literatur:
Striffler T, Panholzer T, Pommerening K. Ein Modell für den Personalkostenvergleich bei Verwendung eines papierbasierten und eines digitalen Patientenarchivs, 2005. http://www.egms.de/static/de/meetings/gmds2005/05gmds356.shtml

Laufzeit: 2007-2012
Projektleiter: Dr. Torsten Panholzer

Entwicklung eines Internet-basierten Datenbanksystems zur Dokumentation von Forschungsaktivitäten

In Zusammenarbeit mit dem Dekanat des Fachbereichs Medizin entwickelte und betreibt das Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik ein Forschungsdatenbanksystem, das alle Informationen über die Forschungsaktivitäten des Fachbereichs enthält. Es ist erreichbar via: http://forschungmedizin.uni-mainz.de

Die Web-basierte Datenbank mit Online-Eingabemöglichkeiten führt zu einer verbesserten Erfassung und leichteren Fortschreibung der Forschungsaktivitäten durch die Wissenschaftler und ermöglicht die Darstellung der Forschungsarbeiten im Internet. Aus den Eingaben werden jährlich automatisiert der Forschungsbericht des Fachbereichs und die Kennzahlen für die leistungsorientierte Mittelvergabe generiert.

Eingabefunktionen:

  • Erfassung von Publikationen, manuell oder Import aus der Literaturdatenbank PubMed. Link zur Originalarbeit möglich.
  • Eingabe von Forschungsprojekten, Vorträgen, veranstaltete Kongresse, Patente und sonstigen wissenschaftlichen Aktivitäten.
  • Habilitationen und Promotionen werden automatisch aus den Dekanatsdaten mit Link zur digitalen Dissertation übernommen.
Ausgabefunktionen:
  • Suche nach Stichworten und Personen weltweit via Internet. Damit ist auch die Publikationsliste der einzelnen Personen im Internet verfügbar.
  • Übersicht über die Aktivitäten einer Einrichtung bezüglich eines Jahres im Internet.
  • Statistiken und Kennzahlen für die leistungsorientierte Mittelvergabe, die nur intern sichtbar sind.
  • Internet-Abruf der jährlichen Forschungsberichte des Fachbereichs als pdf-Datei.

Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: Dr. Torsten Panholzer

Implementierung eines digitalen Archivs von Patientenakten

Ziel ist es, ein digitales System am Universitätsklinikum einzuführen, das die Archivierung von Patientenakten und administrativen Dokumenten ermöglicht. Es soll sowohl gescannte Papierseiten als auch digital vorliegende Dokumente aufnehmen und sie dem Behandlungsfall zuordnen. Über den klinischen Arbeitsplatz (SAP/i.s.h.med) sollen die Dokumente gesucht und angezeigt werden. Damit wird eine bessere Verfügbarkeit und leichtere Verwaltung der Akten angestrebt.

Das Projekt wird vom Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik durchgeführt, zudem sind das Dezernat 6 des Klinikums und eine Software-Firma beteiligt. Das Archiv wurde installiert und ins SAP-System integriert, der Speicherbereich für die Dokumente erweitert, das Backup-Verfahren erneuert, eine vereinheitlichte Aktenstruktur erarbeitet, Prozesse zum Einbringen der Dokumente ins Archiv etabliert sowie Hard- und Software für Scan-Arbeitsplätze beschafft. Mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität wurde eine Kooperation zur Nutzung eines Mikrofilmscanners eingegangen.

2009 wurde das System auf ein neues Hochverfügbarkeits-Cluster portiert dabei wurde das Betriebssystems von HP Unix nach Microsoft Windows gewechselt. Ferner wurde neue Version der Archiv-Software eingespielt.


Laufzeit: 2006-2009
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. N Pfeiffer

EGPS (European Glaucoma Prevention Study)

Das Glaukom ist die häufigste Erblindungsursache weltweit. Okuläre Hypertension ist eine mögliche Vorstufe hiervon. Unklar war bisher, ob die prophylaktische Behandlung der okulären Hypertension ein Glaukom verhindert. Wir führten die größte jemals bisher durchgeführte prospektive randomisierte doppelmaskierte Interventionsstudie durch. 100 Patienten wurden randomisiert zu Verum- und Plazebobehandlung.

Literatur:
Miglior S, Pfeiffer N, Torri V, Zeyen T, Cunha-Vaz J, Adamsons I. Predictive factors for open-angle glaucoma among patients with ocular hypertension in the European Glaucoma Prevention Study.. Ophthalmology 2007; 114 (1): 3-9
Miglior S, Torri V, Zeyen T, Pfeiffer N, Vaz JC, Adamsons I. Intercurrent factors associated with the development of open-angle glaucoma in the European glaucoma prevention study.. Am J Ophthalmol 2007; 144 (2): 266-275
Miglior S, Zeyen T, Pfeiffer N, Cunha-Vaz J, Torri V, Adamsons I. The European glaucoma prevention study design and baseline description of the participants.. Ophthalmology 2002; 109 (9): 1612-21
Pfeiffer N, Torri V, Miglior S, Zeyen T, Adamsons I, Cunha-Vaz J. Central corneal thickness in the European Glaucoma Prevention Study.. Ophthalmology 2007; 114 (3): 454-9

Laufzeit: 1996-2008
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Dr. Ulrike Kottler

Augenmedizinische Untersuchungen im Rahmen der Gutenberg-Herz-Studie GHS

Der ophthalmologische Teil von “PREVENT-it – Die Gutenberg Herz Studie” (GHS) untersucht die Komorbidität schwerwiegender Augenerkrankungen mit kardiovaskulären Erkrankungen, welche die führenden Erkrankungs- und Todesursachen in den Industrienationen darstellen. Ziel der Untersuchungen ist die Etablierung des Zusammenhanges zwischen altersabhängigen Augenerkrankungen und kardiovaskulären Erkrankungen und Entwicklung und Optimierung von Risikomodellen unter Berücksichtigung von Augenveränderungen und kardiovaskulären Erkrankungen. Zusätzlich zur ausführlichen klinisch-internistischen Untersuchung erhalten die Probanden eine umfangreiche ophthalmologische Untersuchung mit Bestimmung der bestkorrigierten Sehschärfe, Messung des Augeninnendruckes, der zentralen Hornhautdicke, einer Gesichtsfeld-Screeninguntersuchung und einer Spaltlampenuntersuchung. Des Weiteren erfolgen eine Fundusphotographie und die Abnahme von Tränenflüssigkeit für proteomische Analysen. Das Studiendesign mit umfangreichen ophthalmologischen und internistischen Untersuchungen ermöglicht präzise Datenerhebungen und stützt sich im Gegensatz zu rein epidemiologischen Studien nicht allein auf anamnestische Angaben der Teilnehmer. Der interdisziplinäre Ansatz soll zu einem besseren Verständnis gemeinsamer Risikofaktoren im Rahmen der Pathogenese altersabhängiger Augenerkrankungen und kardiovaskulärer Erkrankungen führen und somit zu einer zuverlässigen Frühdiagnose, Einschränkung einer Progression und letztendlich Wahrung von Gesundheit und Autonomie im Alter.

Laufzeit: 2007-2016
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Dr. Ulrike Kottler, Dr. Philipp Wild, Univ.-Prof. Dr. Stefan Blankenberg

Der Augenhintergrund als Prädiktor einer subklinischen und klinischen Atherosklerose

Der Augenarzt genießt das Privileg, kleine Gefäße des menschlichen Körpers, die Arteriolen und Venolen der Netzhaut, direkt einsehen und beurteilen zu können. Dies ermöglicht Aussagen über den Gefäßstatus des Individuums und somit auch über generelle Veränderungen des Gefäßsystems im Rahmen beispielsweise einer arteriellen Hypertonie oder einer diabetischen Mikroangiopathie. Eine Gefäßanalyse der Netzhautgefäße mit Variablen wie der AV-Ratio gibt Auskunft über den gesamten Gefäßstatus des Untersuchten. Ziel des Projektes ist es, neue Modelle zur Stratifikation kardiovaskulärer Risikofaktoren über bereits etablierte Risikoscores hinaus (z.B. EURO HEART Score, Deutschland Score, PROCAM Score und Framingham Heart Score) zu entwickeln anhand der Ergebnisse der Untersuchung des Augenhintergrundes in Ergänzung zu Messungen der Endothelfunktion und Laborbefunden.

Laufzeit: 2007-2016
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Dr. Ulrike Kottler

Disease burden: Kosten und Belastung durch Augenerkrankungen in Deutschland

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) und der grüne Star (Glaukom) gehören neben der diabetischen Netzhauterkrankung zu den führenden Erblindungsursachen in den Industrienationen. Für die nächsten 25 Jahre rechnet man in Deutschland mit einer Zunahme der Erblindungen um etwa ein Drittel aufgrund der zu erwartenden Altersentwicklung der Bevölkerung. Bei dem Anteil der hochgradig sehbehinderten Menschen wird sogar ein noch schnellerer Anstieg erwartet. Die Belastung des Einzelnen durch eine Sehbehinderung, welche zu Einschränkungen bei alltäglichen Tätigkeiten wie Lesen oder der Mobilität führt, wird in diesem Projekt mit standardisierten Fragebögen (NEI-VFQ-25) untersucht. Da Erblindungen und schwere Sehbehinderungen auch einen wichtigen sozioökonomischen Faktor darstellen, soll neben den direkten und indirekten Kosten der genannten wichtigen Augenerkrankungen für die Gesellschaft auch die Kosteneffektivität verschiedener Screeninguntersuchungen in der Augenheilkunde geklärt werden.

Laufzeit: 2007-2016
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Dr. Ulrike Kottler

Epidemiologie von Augenerkrankungen in Deutschland

Weder für die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) noch für das Glaukom (grüner Star) gibt es suffiziente Daten bezüglich der Prävalenz und Inzidenz in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel des Projektes ist es daher, Prävalenzen und Inzidenzen ophthalmologischer Erkrankungen zu bestimmen, um die Zunahme der Belastung durch Augenerkrankungen / Erblindungen abschätzen zu können, Screeningverfahren zu etablieren, frühzeitig Behandlungen zu initiieren und somit langfristig neue Erblindungen vermeiden zu können.

Laufzeit: 2007-2016
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Dr. Ulrike Kottler

Validierung von Screeningverfahren in der Augenheilkunde

Um Augenerkrankungen, die zur Erblindung führen, frühzeitig erkennen und behandeln zu können, sind effektive Screeningverfahren erforderlich. Neben Sensitivität und Spezifität spielen dabei Faktoren wie technische Durchführbarkeit, Erreichbarkeit für Teilnehmer, Untersucherabhängigkeit des Verfahrens und Kosten eine wichtige Rolle. In diesem Projekt sollen Screeninguntersuchungen in der Augenheilkunde validiert werden.

Laufzeit: 2007-2016
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Klaus Pommerening

Datenschutz in Biomaterialbanken

In der TMF wurde ein großes Projekt zur Klärung der rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für Biomaterialbanken, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der genetischen Forschung, gestartet. Das IMBEI bearbeitet hierbei unter Heranziehung externer Sachverständiger den Teil „Datenschutzkonzept“. Hier wird ein modulares und skalierbares Modell entwickelt, das den sachgerechten Umgang mit Biomaterialien auch dann gestattet, wenn eine Probandeneinwilligung nur für nicht genau bestimmte und nicht streng zeitlich limitierte zukünftige Forschungsprojekte vorliegt. Für das erstellte Konzept wurde ein Konsens mit dem AK Wissenschaft der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder hergestellt. Die Buchpublikation erscheint 2008.

Literatur:
Pommerening K. Biomaterialbanken - Rechtliche Aspekte, Datenschutz und Datensicherheit. Beitrag in: Rechtliche Aspekte der Telemedizin. Herausgeber: W. Niederlag u. a., Health Academy, S.178-189
Pommerening K. Das Datenschutzkonzept der TMF für Biomaterialbanken. it - Information Technology 2007; 49: 352-359
Pommerening K, Becker R, Selige E. Datenschutz in Biomaterialbanken. Beitrag in: Gesundheitsversorgung im Netz (TELEMED 2006). Herausgeber: G. Steyer, T. Tolxdorff, Akademische Verlagsgesellschaft Aka Berlin, , S.89-99
Pommerening K, Hummel M, Semler S, Ihle P. Biomaterialbanken - Datenschutz und ethische Aspekte.. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft0. Aufl. 2007, 100 Seiten

Laufzeit: 2004-2008
Projektleiter: Prof. Dr. Klaus Pommerening

PID-Generator

Projektbeschreibung: Für den Einsatz in medizinischen Forschungsnetzen wird vor der datenschutzrechtlich notwendigen Pseudonymisierung ein Werkzeug zur netzweiten eindeutigen Patientenidentifizierung benötigt, das auch Eingabefehler in vernünftigem Ausmaß abfangen kann. Ein solches Werkzeug wurde am IMBEI als sehr flexibles und weitgehend frei konfigurierbares Softwaretool entwickelt, das unter anderem als Webdienst eingesetzt werden kann. Im Berichtszeitraum wurde die Software aufgrund der bisherigen Erfahrungen in verschiedenen Kompetenznetzen gründlich überarbeitet. Für das Kompetenznetz Pädiatrische Onkologie und Hämatologie wird der entsprechende Dienst am IMBEI betrieben. Die Performanz und Fehlerrate des Match-Algorithmus werden dabei systematisch ausgewertet.

Literatur:
Glock J, Herold R, Pommerening K. Personal identifiers in medical research networks. GMD Med Inform Biom Med 2006; 2 (2): 2
Reng CM, Debold P, Specker C, Pommerening K. Generische Lösungen der TMF zum Datenschutz für die Forschungsnetze der Medizin. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft0. Aufl. 2006, 120 Seiten

Laufzeit: 2004-2007
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Klaus Pommerening

Revision des generischen Datenschutzkonzepts

Das im Rahmen der TMF entwickelte generische Datenschutzkonzept wird bereits in einer Reihe von medizinischen Forschungsnetzen und Forschungseinrichtungen eingesetzt. Aufgrund der dabei gemachten Erfahrungen wurde ein Fortschreibungs- und Revisionsbedarf erkannt, der mit diesem Projekt erfüllt werden soll. Zur Klärung inzwischen aufgetretener noch offener Fragen wurden juristische Gutachten der führenden Medizinrechtler eingeholt. Diese fließen in ein erweitertes Konzept ein, das modular und flexibel aufgebaut ist und bis Ende 2008 vorliegen soll. Die Abstimmung mit den Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder sowie die anschließende Buchpublikation folgen 2009.

Literatur:
Helbing K, Demiroglu SY, Rakebrandt F, Pommerening K, Rienhoff O, Sax U. A Data Protection Scheme for Medical Research Networks Review after Five Years of Operation. METHODS OF INFORMATION IN MEDICINE 2010; 49 (6): 601-607

Laufzeit: 2006-2009
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Klaus Pommerening

Werkzeuge zum Identitätsmanagement in medizinischen Forschungsnetzen (PID-Generator)

Für den Einsatz in medizinischen Forschungsnetzen wird vor der datenschutzrechtlich notwendigen Pseudonymisierung ein Werkzeug zur netzweiten eindeutigen Patientenidentifizierung benötigt, das auch Eingabefehler in vernünftigem Ausmaß abfangen kann. Ein solches Werkzeug wurde am IMBEI als sehr flexibles und weitgehend frei konfigurierbares Softwaretool entwickelt, das unter anderem als Webdienst eingesetzt werden kann. Für das Kompetenznetz Pädiatrische Onkologie und Hämatologie wird der entsprechende Dienst am IMBEI betrieben, weitere Dienstleistungen sind im Vorbereitungsstadium. Die Performanz und Fehlerrate des Match-Algorithmus wurden systematisch ausgewertet. Eine Überarbeitung und Erweiterung gemäß den Anforderungen aus dem revidierten TMF-Datenschutzkonzept ist in der Planung.

Literatur:
Glock J, Herold R, Pommerening K. Personal identifiers in medical research networks: Evaluation of the personal identifier generator in the Competence Network Paediatric Oncology and Haematology, 2006. http://www.egms.de/en/journals/mibe/2006-2/mibe000025.shtml
Reng CM, Debold P, Specker C, Pommerening K. Generische Lösungen der TMF zum Datenschutz für die Forschungsnetze der Medizin . Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft München, , 120 Seiten

Laufzeit: 2004-2008
Projektleiter: PD Dr. Annette Queißer-Luft, Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner

Epidemiologische Studie zu angeborenen Fehlbildungen in der Umgebung deutscher Leistungsreaktoren

Epidemiologische Studie zu angeborenen Fehlbildungen in der Umgebung deutscher Leistungsreaktoren mit Hilfe einer Kohortenstudie soll untersucht werden, ob in der Umgebung westdeutscher Leistungsreaktoren mehr Kinder mit angeborenen Fehlbildungen zur Welt kommen als in vergleichbaren Regionen ohne Leistungsreaktoren. Es soll zusätzlich untersucht werden, ob für die Umgebung der Leistungsreaktoren ein negativer Abstandstrend vorliegt (je näher der Wohnort am Reaktor, desto größer ist das Risiko, dass ein Kind mit einer Fehlbildung geboren wird.

Laufzeit: 2005-2008
Projektleiter: I Schmidtmann, PD Dr. S Klug

Evaluation der BrustLife Seminare in Rheinland-Pfalz

Brustlife ist eine gemeinsame Kampagne des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit und des Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend in Rheinland-Pfalz. In Brustselbstuntersuchungsseminaren wird unter Anleitung erfahrener Frauenärztinnen und -ärzte mit Silikontastmodellen das systematische Abtasten der eigenen Brust geübt.

Zur Evaluation der Brustlife-Seminare werden die Teilnehmerinnen gebeten, zu Beginn des Seminars und etwa ein halbes Jahr nach dem Seminar jeweils einen zweiseitigen Fragebogen auszufüllen. Die Fragebögen werden im Tumorzentrum Rheinland-Pfalz erfasst und im IMBEI ausgewertet.


Literatur:
. Evaluation der Brustlife Seminare in Rheinland-Pfalz.. German Medical Science 2005: 1-7

Laufzeit: 2004-2007
Projektleiter: Irene Schmidtmann

Verfahrensvergleich von Methoden zur Vollzähligkeitsschätzung in Krebsregistern

Zu den Qualitätsindikatoren, die Krebsregister angeben, gehört eine Schätzung der Vollzähligkeit der Registrierung. Dies erlaubt u. a. eine Einschätzung der Nutzbarkeit und Repräsentativität der Krebsregisterdaten für Forscher. Verschiedene Methoden der Vollzähligkeitsschätzung wurden vorgeschlagen, die teilweise auf komplexen statistischen Modellen beruhen. Sie werden mehr oder weniger routinemäßig in Krebsregistern eingesetzt. Ein systematischer Verfahrensvergleich fehlt jedoch bisher.

In diesem Projekt wurde eine Umfrage unter Europäischen Krebsregistern über die Anwendung von Verfahren zur Vollzähligkeitsschätzung durchgeführt. Ferner wurden Simulationsmodelle für die Beschreibung des Prozesses von Diagnose und Therapie von Krebs entwickelt. Auf simulierte Registerdaten werden verschiedenen Methoden der Vollzähligkeitsschätzung angewandt und verglichen. In den untersuchten Situationen zeigte sich, dass die Capture-Recapture-Methoden die Vollzähligkeit unterschätzen.


Laufzeit: 2005-2009
Projektleiter: Dr. Renate Schulze-Rath

EU-Projekt: PHETICE (Public Health Education and Training in the Context of Enlarging Europe)

In den letzten Jahren hat sich ein breites Spektrum an unterschiedlichen Fächern wie Public Health, Epidemiologie, Gesundheitsökonomie in den Gesundheitswissenschaften etabliert, die an zahlreichen Fachhochschulen und Universitäten in fast allen europäischen Ländern gelehrt werden. In einem stärker zusammenwachsenden Europa ist es dringend erforderlich, einen Überblick über Studieninhalte und Studienabschlüsse der einzelnen Fächer in den europäischen Mitgliedsstaaten zu gewinnen. Seit April 2005 gibt es eine von der EU gegründete Arbeitsgruppe, die das Projekt PHETICE (Public Health Education and Training in the Context of Enlarging Europe) durchführt. Das IMBEI ist als einziges deutsches Institut Mitglied des Steering Komitees. Finanziert wird das Projekt von der European Commission/DG SANCO. Im IMBEI wurde ein webbasiertes Interview konzipiert und durchgeführt, mit deren Hilfe eine Bestandsaufnahme über die aktuelle Situation in der Lehre der Gesundheitswissenschaften in den Mitgliedsstaaten erfolgen soll. Die Ergebnisse dieser Befragung sollen in einer allgemein zugänglichen Datenbank zusammengefasst werden. Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, nach Analyse der bestehenden Studienstrukturen und Lehrmethoden, allgemein gültige Qualitätskriterien für die Studiengänge im Bereich der Gesundheitswissenschaften zu erstellen und gleichzeitig die Studieninhalte in den bestehenden Studienprogrammen zu harmonisieren, um einen allgemein gültigen hohen Standard der Studiengänge in Europa zu erreichen.

Laufzeit: 2005-2008
Projektleiter: PD Dr. Joachim Schüz, Dr. Hiltrud Merzenich

Leukämien bei Kindern in der Umgebung von Sendestationen des Rundfunks (KiSS)

Der vermehrte Einsatz der Funktechnologie für Rundfunk, Fernsehen und Mobilfunk ist eng mit der Zunahme der Exposition des Menschen gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF-EMF) verbunden. Im Rahmen einer Fall-Kontroll-Studie wurde der Zusammenhang zwischen dem Leukämierisiko bei Kindern und der Exposition gegenüber HF-EMF in der Umgebung leistungsstarker Sendestationen von Rundfunk und Fernsehen untersucht.

Die Ursachen von Leukämien im Kindesalter sind weitgehend unklar. Im Rahmen einer Fall-Kontroll-Studie wurde der Zusammenhang zwischen dem Leukämierisiko bei Kindern und der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern in der Umgebung leistungsstarker Sendestationen von Rundfunk und Fernsehen untersucht. Bislang wurden mehrere ökologische Studien im Umkreis von Rundfunksendeanlagen durchgeführt. Die Aussagekraft der zitierten Studien wird maßgeblich begrenzt durch den ökologischen Studienansatz, bei dem keine individuellen Expositionsdaten zugrunde gelegt werden. Expositionsmaß in diesen Studien ist der Abstand zwischen Wohnort und Sendeanlage. Insbesondere bei Rundfunksendeanlagen trifft die Annahme einer mit wachsender Entfernung monoton abnehmenden Exposition häufig nicht zu. Vor diesem Hintergrund sollte das Leukämierisiko bei Kindern durch hochfrequente elektromagnetische Felder (HF-EMF) erneut überprüft werden. Zentrales Element der vorgestellten Studie ist die individuelle Expositionsabschätzung mit Rechenverfahren zur Feldstärkeprognose, die zur Modellierung der Rundfunkversorgung entwickelt wurden.

In die Studie wurden 1959 Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren eingeschlossen, die zwischen 1984 und 2003 an einer primären Leukämie erkrankten und im Umkreis von 16 AM-Sendern und 8 FM/TV-Sendern Westdeutschlands leben bzw. gelebt haben. Die Fälle wurden über das Deutsche Kinderkrebsregister identifiziert. Über die Einwohnermeldeämter wurden für jeden Fall drei Kontrollkinder zufällig aus der Bevölkerung bestimmt. Matchkriterien waren Geschlecht, Alter, Senderregion und Meldezeitpunkt. Ziel der Expositionsschätzung war die Ermittlung der Exposition gegenüber HF-EMF für alle Wohnadressen der Fälle und Kontrollen ein Jahr vor der Diagnose des Falls.

Ziel der Expositionsschätzung war die Ermittlung der Exposition für alle Wohnadressen der Fälle und Kontrollen ein Jahr vor der Diagnose des Falls. Die Schätzung der Exposition erfolgte mit Rechenverfahren zur Feldstärkeprognose, die zur Modellierung der Rundfunkversorgung entwickelt wurden. Im Rahmen einer Validierungsstudie wurden die berechneten Feldstärken mit gemessenen Feldstärken verglichen (Schmiedel et al. 2009). Insgesamt zeigte sich eine gute Übereinstimmung. Darüberhinaus konnte gezeigt werden, dass das verwendete Maß (geschätzte HF-EMF Exposition) die tatsächliche Exposition (Messung) besser schätzt als die alleinige Verwendung des Abstands, worauf fast alle früheren Studien beruhten. Die Schätzung der Exposition erfolgte mit Rechenverfahren zur Feldstärkeprognose, die zur Modellierung der Rundfunkversorgung entwickelt wurden. Die Studienpopulation wurde anhand der Verteilung der Exposition am 90% bzw. 95%-Quantil der Kontrollen in höher und niedriger Exponierte eingeteilt und in einem bedingten logistischen Regressionsmodell untersucht.

Für die Exposition gegenüber HF-EMF zeigte sich kein erhöhtes Risiko für Leukämien im Kindesalter (OR=0,86 (95%-KI:0,67-1,11)). Eine stratifizierte Analyse getrennt nach AM- und FM/TV-Sendern ergab keinen Zusammenhang zwischen HF-EMF und dem Erkrankungsrisiko. Bei der Analyse der Expositionsjahre 1983-1991 und 1992-2002, entsprechend dem Zeitraum vor bzw. nach der großflächigen Einführung des Mobilfunks, konnte für beide Expositionszeiträume kein Zusammenhang zwischen Exposition und dem Risiko für kindliche Leukämien gezeigt werden. Bezogen auf den Abstand des Wohnortes zur Sendeanlage zeigten sich keine signifikant erhöhten Odds Ratios im 2 km Umkreis um die Sendeanlagen (Merzenich et al. 2008).

Die Studie schwächt vereinzelte auffällige Befunde von früheren ökologischen Studien ab. Vorteile der Fall-Kontroll-Untersuchung sind die individuelle Expositionsabschätzung für fast 8000 Kinder, der 20-jährige Beobachtungszeitraum und der Fokus auf 24 der leistungsstärksten Sendeanlagen in Deutschland.


Literatur:
Merzenich H, Schmiedel S, Bennack S, Brüggemeyer H, Philipp J, Blettner M, Schüz J. Childhood Leukemia in Relation to Radio Frequency Electromagnetic Fields in the Vicinity of Television and Radio Broadcast Transmitters. Am J Epidemiol 2008; 168 (10): 1169-1178

Laufzeit: 2005-2008
Projektleiter: Dr. E Siegel

Prävalenz-Studie zur humanen Tuberkulose und zum Anteil Mycobacterium bovis-induzierter Infektionen in Ruanda

Feldstudie zur Beurteilung des aktuellen epidemiologischen Hintergrundes der Tuberkulose unter besonderer Berücksichtigung von HIV-Koinfektionen in zwei repräsentativen ruandischen Provinzen. Ermittlung der lokalen Bedeutung von Mycobacterium bovis für die humane Tuberkulose-Prävalenz, Aufdeckung epidemiologischer Hintergründe der humanen M. bovis-Infektion in Ruanda und Ableitung entsprechender Präventionsmaßnahmen.

Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: PD Dr. Claudia Spix, Univ.-Prof. Dr. Oliver Razum

Krebs bei türkischen Kindern in Deutschland: Inzidenzschätzung und Methodenentwicklung

Über die Inzidenz von Krebserkrankungen bei Kindern mit nicht-deutschem ethnischen Hintergrund liegen derzeit in Deutschland kaum Erkenntnisse vor. Es wurde ein schon in anderen Zusammenhängen erfolgreich eingesetzter Namensalgorithmus weiterentwickelt und zur Identifikation türkischer Kinder im Deutschen Kinderkrebsregister genutzt. Dabei wurden von 1980-2005 4,7% Kinder türkischer Herkunft im Deutschen Kinderkrebsregister identifiziert. Ein methodischer Projektteil sollte zur Verbesserung einer bevölkerungsbezogenen Inzidenzschätzung für türkische Kinder beitragen. Es ergab sich, dass die Datenlage in Deutschland, besonders wegen der zunehmenden Einbürgerung von Personen türkischer Herkunft, keine Abschätzung der Bevölkerungsbasis erlaubt und damit über ein derartiges Projekt hinaus keine migrantenspezifische Abschätzung von Inzidenzen möglich ist.

Möglich sind proportionale Vergleiche der Inzidenz bei türkischen und deutschen Kindern. Dabei fanden sich einige geringfügige Abweichungen, die jedoch Zufall oder Artefakte des Verfahrens sein können. Es gibt kein Hinweis auf ein besonderes Risiko von Kindern türkischer Herkunft bezüglich einzelner kindlicher Krebserkrankungen. Ein Vergleich der Überlebenszeiten erbrachte keinerlei Unterschied in der Versorgung türkischstämmiger und nichttürkischstämmiger kindlicher Patienten in deutschen Kliniken.


Literatur:
Spallek J, Kaatsch P, Spix C, Ulusoy N, Zeeb H, Razum O. Namensbasierte Identifizierung von Fällen mit türkischer Herkunft im Kinderkrebsregister Mainz. [Name-based identification of cases of Turkish origin in the childhood cancer registry in Mainz]. Gesundheitswesen 2006; 68 (10): 643-649
Spallek J, Spix C, Zeeb H, Kaatsch P, Razum O. Cancer patterns among children of Turkish descent in Germany: a study at the German Childhood Cancer Registry. BMC Public Health 2008; 8: 152
Spix C, Spallek J, Kaatsch P, Razum O, Zeeb H. Cancer survival among children of Turkish descent in Germany 1980-2005: a registry-based analysis. BMC Cancer 2008; 8: 355

Laufzeit: 2005-2008
Projektleiter: PD Dr. Bernhard Stoffelns, Dr. Kilian Schoepfer, PD Dr. Andreas Faldum, Univ.-Prof. Dr. Joachim Kutzner

Kombinierte Transpupillare Thermotherapie (TTT) und Ruthenium-Brachytherapie als sogenannte "sandwich-therapy" zur Behandlung des malignen Aderhautmelanoms

Eigene Untersuchungen zeigten, dass bei kleinen zentralen Aderhautmelanomen bei alleiniger Ruthenium-Brachytherapie die Erblindungsrate bei 25% liegt. Die Transpupillare Thermotherapie (TTT) zeigt zwar eine gute Regression des intraokularen Tumors, jedoch fanden wir fluoreszezangiographisch eine ungenügende Wirksamkeit in den tiefen Aderhautschichten, weswegen wir die TTT als alleiniges Therapieverfahren ablehnen. Prospektiv soll nun die kombinierte Anwendung von TTT für den intraokularen Tumoranteil, sowie Ruthenium-Brachytherapie für die Augapfelwand untersucht werde. Da bei dieser "sandwich-therapy" die applizierte Gesamtdosis wesentlich geringer ist als bei Brachytherapie allein, sind wesentlich bessere Funktionsergebnisse zu erwarten.

Laufzeit: 2001-2011
Projektleiter: PD Dr. Bernhard Stoffelns, Dr. Kilian Schoepfer, Dr. Jochem Timo, PD Dr. Andreas Faldum

Transpupillare Thermotherapie (TTT) zur Behandlung des malignen Melanoms der Aderhaut

Die Ruthenium-Brachytherapie führt bei zentralen Melanome wegen Strahlenschädigung der Netzhaut / des Sehnerven in ca. 25% der Augen zur Erblindung. Die Transpupillare Termotherapie (TTT) ist ein Hyperthermie-Verfahren, dass kleine Mellanome bis ca. 5mm Prominenz zerstören kann ohne offensichtliche Schädigung des umliegenden gesunden Gewebes d.h. es verspricht wesentlich bessere Funktionsergebnisse. In einer prospektiven Untersuchung wurden maligne Aderhautmelanome kleiner 4,5mm Prominenz und zentral gelegen mit TTT als alleiniges Verfahren behandelt. Ausgewertet wird der morphologische / funktionelle Behandlungsverlauf, sowie im Langzeitverlauf ebenfalls die Metastasierungsrate bzw. das Überleben. Evaluiert werden auch sekundäre mögliche Hitzeschäden der okulären Gewebe wie CNV-Bildung der Aderhaut, Linsentrübung (Katarrakt) oder Gefässverschüsse.

Laufzeit: 1999-2009
Projektleiter: Dr. T Striffler

Datenaustausch zwischen den Systemen CARDDAS und SAP

Die in der Kardiologie der 2. Medizinischen Klinik eingesetzte Daten- und Informations-Verwaltungssoftware CARDDAS sollte mit administrativen Daten aus SAP versorgt werden. Ebenso sollten Befund- und Leistungsdaten aus CARDDAS in das SAP-System des Universitätsklinikums übertragen werden. Für diesen Datenaustausch wurden am Kommunikationsserver zwei Schnittstellen eingerichtet, mit denen ein verschlüsselter Transfer der Daten realisiert wurde. Da die Software CARDDAS beim Empfang von HL7-Daten einen größeren Funktionsumfang anbietet, wurden die Daten bei der Übertragung vom SAP eigenen HCM-Format in das besser geeignete HL-7 Format übersetzt. Ebenso werden bei der Rückübertragung die Befunddaten vom HL7-Format in das HCM-Format übersetzt.

Laufzeit: 2007
Projektleiter: Dr. T Striffler

Datenaustausch zwischen den Systemen Lantis und SAP

Das in der Radioonkologie eingesetzte Onkologie Management-System Lantis soll mit administrativen Daten aus SAP versorgt werden. Ebenso sollen Befund- und Leistungsdaten aus Lantis in das SAP-System des Universitätsklinikums übertragen werden. Für diesen Datenaustausch werden am Kommunikationsserver zwei Schnittstellen eingerichtet, mit denen ein verschlüsselter Datentransfer in beide Richtungen realisiert werden kann. Da die Software Lantis die Daten im HL7-Format erwartet, werden die Daten bei der Übertragung von SAP nach Lantis vom HCM-Format in das HL7-Format übersetzt. Ebenso werden bei der Rückübertragung die Befunddaten vom HL7-Format in das HCM-Format übersetzt. Die bisher in Lantis registrierten Patienten haben eine Identifikationsnummer, die von Lantis selbst vergeben wurde. Statt dieser Lantis-eigenen Patientenidentifikationsnummer soll Lantis zukünftig die Patientenidentifikationsnummer des SAP-Sysstems verwenden. Hierzu wird eine entsprechende Software erstellt, die bei sämtlichen Patienten aus Lantis die Lantis-eigene Patientenidentifikationsnummer durch die SAP-Identifikationsnummer ersetzt.

Laufzeit: 2007
Projektleiter: Dr. T Striffler

Übertragung von administrativen Patientendaten an das Onkologische Dokumentationssystem ODSeasy in der Gynäkologie

Administrative Daten aus dem SAP-System des Universitätsklinikums sollten in das Onkologische Dokumentationssystem ODSeasy der Frauenklinik übertragen werden. Hierfür wurde eine Schnittstelle am Kommunikationsserver eingerichtet, die einen verschlüsselten Transfer der benötigten Daten im HL7-Format ermöglicht.

Laufzeit: 2007
Projektleiter: Dr. T Striffler

Übertragung von administrativen Patientendaten in das Patientendatenmanagementsystem Copra

Administrative Daten aus dem SAP-Testsystem des Universitätsklinikums sollten in das Patientendatenmanagementsystem Copra des Dezernat 6 übertragen werden. Hierfür wurde eine Schnittstelle am Kommunikationsserver eingerichtet, die einen verschlüsselten Transfer der benötigten Daten im HL7-Format ermöglicht.

Laufzeit: 2007
Projektleiter: Dr. T Striffler

Übertragung von Laborbefunddaten der Probanden der PREVENTit-Studie an die Studiendatenbank

Befunddaten der Probanden der PREVENTit-Studie sollten aus dem Zentrallabor in die Studiendatenbank übertragen werden. Hierfür wurde eine Schnittstelle am Kommunikationsserver eingerichtet, die einen verschlüsselten Transfer der benötigten Daten im HL7-Format ermöglicht.

Laufzeit: 2007
Projektleiter: Dr. T Striffler

Übertragung von Laborbefunddaten in das SAP-Systems des Universitätsklinikums Mainz

Befunddaten aus dem Zentrallabor sollen in das SAP-System des Klinikums übertragen werden. Hierfür wird momentan eine Schnittstelle am Kommunikationsserver eingerichtet, die einen verschlüsselten Transfer der benötigten Daten im HL7-Format ermöglicht.

Laufzeit: 2007
Projektleiter: Dr. Thomas Striffler

Betreuung des Kommunikationsservers des Universitätsklinikums Mainz

Die seit 1999 für den Kommunikationsserver des Universitätsklinikums eingesetzte Software DataGate-3.5 entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Deshalb wurde Anfang 2005 eine weitere Instanz des Kommunikationsservers auf eine neue Hardware-Plattform installiert, die mit der Software e*Gate-5.05 betrieben wird. Damit eine Datenübertragung zu den bisher vorhandenen Schnittstellen auch über diese neue Instanz des Kommunikationsservers realisiert werden kann, muss die für die Datenübertragung verwendete Verschlüsselungssoftware bei den einzelnen Empfängern noch an die jetzt geltenden Standards angepasst werden. Diese Änderungen werden momentan für jede einzelne bereits bestehende Schnittstelle nach und nach durchgeführt, so dass die Datenübertragung für einen Teil der Schnittstellen nach wie vor über die alte Instanz des Kommunikationsservers abgewickelt wird und ein anderer Teil bereits von der neuen Instanz übernommen wurde.

Im August 2008 wurden in diesem Zusammenhang die bereits bestehenden Schnittstellen zur Übertragung von Befunddaten aus der Mikrobiologie und der Virologie an das Zentrallabor auf dem neuen Kommunikationsserver eingerichtet. Die Produktivschaltung dieser Schnittstellen soll im September 2008 erfolgen.

Abgesehen davon werden auch immer wieder neue Subsysteme der einzelnen Kliniken an den Kommunikationsserver angebunden. So wurde im Juli 2008 eine neue Schnittstelle zur Übertragung von Befunddaten aus dem Zentrallabor an die HIV-Spezialambulanz der ersten Medizinischen Klinik eingerichtet. Die Produktivschaltung dieser Schnittstelle ist für September 2008 vorgesehen.

Im Jahr 2007 wurde eine weitere Schnittstelle zur Übertragung administrativer Patientendaten aus dem SAP-System des Universitätsklinikums an die Software POCcelerator der Firma Conworx eingerichtet. Die Software POCcelerator dient zur Verwaltung von Patientenmessdaten. Am Universitätsklinikum Mainz wird sie zur Erfassung von Blutzuckerwerten am Krankenbett eingesetzt. Über eine ebenfalls im Jahr 2007 eingerichtete Schnittstelle wurden die gemessenen Werte an das Zentrallabor übermittelt.

Zwei weitere Schnittstellen zur Übertragung von Labordaten aus dem Zentrallabor und zur Übertragung administrativer Patientendaten aus SAP an das System Portavita des Thrombosediensts in der zweiten medizinischen Klinik befinden sich in Bearbeitung.


Laufzeit: 2005-2009
Projektleiter: Dr. Thomas Striffler

Einrichtung und Betreuung von Schnittstellen für den Datentransfer der PREVENTit-Studiendaten in die Studiendatenbank mittels Kommunikationsserver

In der PREVENTit-Studie, einer prospektiven Kohortenstudie, die in der 2. Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Mainz durchgeführt wird, werden über einen Zeitraum von 4,5 Jahren die Daten von ca. 15000 Probanden gesammelt. Diese Daten werden an insgesamt 16 Datenerhebungsstationen mittels Messgeräten und Interviews erhoben und dann in Form von Textdateien lokal gespeichert. Der Transfer dieser Daten in die Studiendatenbank wurde mittels einer selbst entwickelten verschlüsselten Übertragungssoftware und Kommunikationsserver realisiert. Für die Implementierung dieses Systems wurden Beratungen durchgeführt. Die Betreuung und der Support für dieses Datenübertragungssystem liegen beim IMBEI.

Laufzeit: 2006-2009
Projektleiter: Dr. Thomas Striffler

Update und Migration des Kommunikationsservers des Universitätsklinikums Mainz

Die seit 1999 für den Kommunikationsserver des Universitätsklinikums eingesetzte Software DataGate-3.5 entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Deshalb wurde Anfang 2005 eine weitere Instanz des Kommunikationsservers auf eine neue Hardware-Plattform installiert, die mit der Software e*Gate-5.05 betrieben wird. Damit eine Datenübertragung zu den bisher vorhandenen Schnittstellen auch über diese neue Instanz des Kommunikationsservers realisiert werden kann, muss die für die Datenübertragung verwendete Verschlüsselungssoftware bei den einzelnen Empfängern noch an die jetzt geltenden Standards angepasst werden. Diese Änderungen werden momentan für jede einzelne Schnittstelle nach und nach durchgeführt, so dass die Datenübertragung für einen Teil der Schnittstellen nach wie vor über die alte Instanz des Kommunikationsservers abgewickelt wird und ein anderer Teil bereits von der neuen Instanz übernommen wurde.

Laufzeit: 2005-2008
Projektleiter: Dr. André Tadic

Molekulargenetische Risikofaktoren der Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) gehört zu den schwersten psychischen Störungen. Etwa 1,5% der Gesamtbevölkerung und 10-20% der stationär behandelten psychiatrischen Patienten leiden unter der BPS. Ihre Charakteristika sind die Instabilität zwischenmenschlicher Beziehungen, des Selbstbildes, der Stimmungslage, der Impulskontrolle sowie häufige Selbstverletzungen. Ca. 5-10% dieser Patienten versterben durch Suizid. Ihre Ursachen sind unbekannt. Familien- und Zwillingsstudien legen einen genetischen Anteil von bis zu 60% nahe. Dennoch erfolgten bisher keine systematischen Analysen genetischer Risikofaktoren der BPS. Das Ziel der Untersuchung ist die Identifikation genetischer Risikofaktoren für die Erkrankung BPS, für spezifische, vermutlich neurobiologisch basierten Endophänotypen sowie für mit dem Ausmass der Ausprägung dominierender Symptomdimensionen der BPS. In einem zweiten Schritt sollen positive Befunde in unserem Kollektiv durch Replikationen in Stichproben kooperierender Institute geprüft werden. Perspektivisch sollen positive Befunde in beiden Stichproben näher untersucht werden, um potentiell kausale Genvarianten für die Erkrankung, Endophänotypen und ihre klinisch führenden Symptome zu identifizieren.

Laufzeit: 2007-2008
Projektleiter: Dr. André Tadic

Molekulargenetische Risikofaktoren der Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus

Die Ursachen der Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) sind unbekannt. In den letzten Jahren mehren sich Befunde, die für Störungen diverser Neurotransmitter, einen gestörten fronto-limbischen Regelkreis, sowie eine veränderte zentralnervöse Schmerzverarbeitung im Bereich des anterioren Cingulums sowie des dorsolateralen Präfrontalcortex sprechen. Familien- und Zwillingsstudien legen nahe, dass genetische Faktoren bis zu 60% des Erkrankungsrisikos ausmachen. Die systematische Identifikation dieser genetischen Risikofaktoren wurde bis heute nur unzureichend verfolgt. Weiter ist unklar, ob die höchsten Verbindungen mit der Erkrankung BPS oder mit spezifischen Persönlichkeits- oder Verhaltenseigenschaften bestehen. Das Ziel der Untersuchung ist die Identifikation genetischer Risikofaktoren für die Erkrankung BPS, für spezifische, vermutlich neurobiologisch basierten Endophänotypen sowie für mit dem Ausmass der Ausprägung dominierender Symptomdimensionen der BPS. In einem zweiten Schritt sollen positive Befunde in unserem Kollektiv durch Replikationen in Stichproben kooperierender Institute geprüft werden. Perspektivisch sollen positive Befunde in beiden Stichproben näher untersucht werden, um potentiell kausale Genvarianten für die Erkrankung, Endophänotypen und ihre klinisch führenden Symptome zu identifizieren.

Laufzeit: 2002-2009
Projektleiter: Prof. Dr. Achim Tresch

CpG Island Methylierungsvorhersage

Die Methylierung spezieller Regionen des Genoms (sog. CpG islands) wird als Mechanismus zur Genregulation diskutiert. Ziel des Projekts ist die Identifikation von CpG islands, bei denen es Evidenz für einen solchen Effekt gibt. Hierzu wird ein in-silico Screening durchgeführt, welches die sämtlichen öffentlich verfügbaren Daten zur Methylierung von CpG islands und öffentlich verfügbare Genexpressionsdaten integriert. Indikatoren für eine mögliche regulatorische Funktion eines CpG islands sind dessen variabler Methylierungsstatus, sowie eine Menge nachgeschalteter Gene, welche korreliertes Expressionsverhalten zeigen. Auf Grund der spärlichen Datenlage bei der CpG island Methylierung ist man auf präzise sequenzbasierte Algorithmen zur Vorhersage des Methylierungsstatus angewiesen. Es kommen neuartige, sog. semi-supervidierte Vorhersageverfahren zum Einsatz. Am Ende steht eine Kandidatenliste von CpG islands mit regulatorischer Funktion, die nachfolgend experimentell validiert werden soll.

Laufzeit: 2006-2009
Projektleiter: Prof. Dr. Achim Tresch

Cross-Platform Tumor Classification for Gene Expression Arrays

Das Projekt diskutiert die Übertragbarkeit einer Genexpressionssignatur von einer experimentellen Microarray-Platform (z.B. Affymetrix) auf eine andere (z.B. Illumina). Wir entwickeln auf der Bioinformatik-Plattform R/Bioconductor einen Rahmen zur in-silico-Validierung der Robustheit genexpressionsbasierter Klassifikatoren gegenüber technischer und biologischer Variabilität, insbesondere gegenüber einem Wechsel der experimentellen Plattform. Gleichzeitig stellen wir ein neues rangbasiertes Klassifikationsverfahren vor, welches zum einen leicht interpretierbare Klassifikatoren produziert und zum anderen vergleichbar gute Resultate erzielt wie hochkomplexe Algorithmen wie Random Forests oder Support Vector Machines.

Laufzeit: 2006-2009
Projektleiter: Prof. Dr. Achim Tresch

Elearning

Das Projekt befasst sich mit der Erstellung von interaktiven Lehrinhalten, wie sie im Q1-Nebenfach für Mediziner (Biometrie/Epidemiologie/Medizinische Informatik) gebraucht werden. Ziel ist es, ein System zu entwickeln, das es in Zukunft Lehrenden erlaubt, relativ bequem eigene, neue Lernkapitel zu erstellen. Zielgruppe des Angebots sind Studenten im 1.Klinischen Semester, die das Nebenfach Q1 verpflichtend besuchen. Das online-Praktikum stellt ein freiwilliges Zusatzangebot zu dem als Kombination aus Vorlesung und Praktikum gelehrten Fach dar.

Laufzeit: 2006-2009
Projektleiter: Prof. Dr. Achim Tresch

Quantitative zwei-Antikörper Proteinarrays

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines neuartigen, auf einer zwei-Antikörper-Nachweistechnik basierenden Proteinmicroarrays. Mit Hilfe dieses Chips soll die kostengünstige, schnelle, präzise und hochparallele Analyse zellulärer Signaltransduktionsvorgänge auf Proteinebene mit einer zeitlichen Auflösung von wenigen Minuten ermöglicht werden. Auf bioinformatischer Seite sind die Anforderungen sehr viel höher als bei der „klassischen“ RNA-Microarraytechnik. So müssen automatisiert hunderte mikroskopischer Verdünnungs- und Eichreihen aufgenommen, auf ihre Qualität untersucht und miteinander abgeglichen werden, um unerwünschten, aber unvermeidbaren Effekten wie z.B. Kreuzhybridisierung entgegenzutreten. Auf diese Weise ist es uns sogar gelungen, unterschiedlich phosphorylierte (und damit auch unterschiedlich aktive) Modifikationen des Moleküls ERK mit bisher unerreichter Genauigkeit zu quantifizieren.

Laufzeit: 2006-2009
Projektleiter: Dr. A Victor

Forschungsprojekt zur Entwicklung von Kriterien zur Bewertung genetischer Testverfahren

Verfahren, bei denen in der Medizin genetische Tests eingesetzt werden, nehmen in ihrer Verbreitung zu. Der Fortschritt in der molekularen Genomanalyse lässt den Einsatz genetischer Testverfahren in Diagnostik und Prognostik immer stärker in den Vordergrund treten. Die Art sowie die Menge der bei derlei Untersuchungen gewonnen Daten unterscheidet sich von den bei klassischen Verfahren anfallenden Daten. Die Entwicklung adäquater Methoden der statistischen Analyse genetischer Daten schreitet rasch voran. Es besteht daher dringender Bedarf an Kriterien, die eine zuverlässige Bewertung der Qualität und Aussagekraft eines genetischen Testverfahrens im Hinblick auf deren klinische Anwendung ermöglichen.

Im Rahmen dieses Drittmittelprojekts wurden statistische Methoden in genetischen Testverfahren gesammelt, beschrieben und bewertet. Für die einzelnen Verfahren wurde dargestellt, ob sie sinnvoll in klinischen Studien angewandt werden können und zu einem inhaltlichen Erkenntnisgewinn beitragen können. Die Verfahren wurden evaluiert, inwieweit sie in erster Linie zur Forschung oder auch in der medizinischen Anwendung zur Diagnose und Therapie eingesetzt werden können.


Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: Dr. A Victor

Prognose beim Mamma-Karzinom

Im Rahmen dieses Projekts soll die Tauglichkeit bestehender prognostischer Scores bei Patientinnen mit Mamma-Karzinom verglichen werden und anhand gemessener potentiell prognostischer Variablen ein neuer Score entwickelt werden. Das Ziel dieses Projekts ist es, durch eine verbesserte Vorhersage die Patientinnen adäquater nachbehandeln zu können. Man hofft vor allem, zusätzliche Therapien zu ersparen.

Literatur:
Schmidt M, Böhm D, Victor A, Kölbl H. Prognostische Bedeutung von Risikoklassifikationen bei unbehandelten nodal-negativen Mammakarzinomen . Zentralbl Gynakol 2006; 128 (5): 0
Schmidt M, Böhm D, Victor A, Kölbl H. Hat sich die prognostische Aussagekraft der St.-Gallen-Risikoeinteilung beim unbehandelten nodal-negativen Mammakarzinom verbessert?. Senologie - Zeitschift für Mammadiagnostik und -therapie 2006; 3 (3): 0

Laufzeit: 2005-2007
Projektleiter: Dr. A Victor

Statistische Auswertung genetischer Daten der Radiation Effects Research Foundation

Die Radiation Effects Research Foundation (RERF) in Hiroshima (Japan) führt umfangreiche Studien an Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und deren Nachfahren durch. Im Rahmen solcher Untersuchungen wurden auch genetische Daten (v.a. zum Immunsystem) erhoben. Die Auswertung der Daten erfolgt in Kooperation mit A. Victor vom IMBEI. Frau Victor war im Rahmen dieser Kooperation im Sommer 2006 auch zwei Monate auf Einladung der RERF als Gastwissenschaftlerin in Hiroshima.

Laufzeit: 2006-2007
Projektleiter: Dr. Anja Victor

Biometrische Betreuung der Analyse genetischer Risikofaktoren der Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typus

Im Rahmen dieses Projekts wird eine Studie der Psychiatrischen Klinik zu molekular-genetischen Risikofaktoren der Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typus biometrisch betreut.

Literatur:
Tadic A, Baskaya Ö, Victor A, Lieb K, Höppner W, Dahmen N. Analysis of SCN9A gene variants with borderline personality disorder. J Psychiatr Res 2008; 43 (2): 155-163
Tadic A, Elsäßer A, Victor A, von Cube R, Baskaya Ö, Wagner S, Lieb K, Höppner W, Dahmen N. Association analysis of serotonin receptor 1B (HTR1B) and brain-derived neurotrophic factor (BDNF) gene polymorphisms in Borderline Personality Disorder. J Neural Transm 2009; 116: 1185-8
Tadic A, Victor A, Baskaya Ö, von Cube R, Hoch J, Kouti I, Anicker NJ, Höppner W, Lieb K, Dahmen N. Interaction between Gene Variants of the Serotonin Transporter Promoter Region (5-HTTLPR) and Catechol O-Methyltransferase (COMT) in Borderline Personality Disorder. Am J Med Genet B Neuropsychiatr Genet 2009; 150 (4): 478-495

Laufzeit: 2007-2009
Projektleiter: Dr. Anja Victor, Amelie Elsäßer

Effiziente Auswertungsstrategien bei genetischen Assoziationsstudien mit Untersuchung vieler SNPs

Auf der Suche nach genetischer Prädisposition für komplexe Erkrankungen werden vermehrt Untersuchungen genetischer Marker (zum Beispiel Single Nucleotide Polymorphisms, SNPs) durchgeführt. Auch bei der Auswahl der für einen Patienten optimalen Therapie setzt man auf die Bestimmung genetischer Marker. Bei derartigen Untersuchungen beschränkt man sich nicht auf die Untersuchung eines oder weniger genetischer Marker, sondern führt gleichzeitig die Untersuchung vieler Marker in einer Kandidatenregion oder gar einen genomweiten Scan durch. Man hat inzwischen erkannt, dass durch die gleichzeitige Untersuchung vieler genetischer Marker ein Problem mit vielen falsch positiven Assoziationen („zufällige Signifikanzen“) auftritt. Dies erhöht die Anzahl an Ergebnissen, bei denen Validierungsuntersuchungen erfolglos sind. Hier ist es nötig, effizientere Lösungen für sicherere Ergebnisse zu finden. Eine Eindämmung dieses Problems mit der klassischen Fehlerdefinition (keine fälschliche Ablehnung) und mittels Bonferroni-Korrektur erscheint im explorativen Zusammenhang solcher Untersuchungen zu strikt und führt zur Nichterkennung von Assoziationen. Aufgrund dieser Gratwande-rung zwischen nötiger Kontrolle, um zu viele falsch positive Ergebnisse zu vermeiden, und zu strikter Kontrolle, die zur Nichtaufdeckung von Assoziationen führt, kam es in den letzten Jahren zu verstärktem Interesse an alternativen Fehlerdefinitionen und multiplen Testprozeduren. Die Herausbildung eines Standards fehlt jedoch bisher.

Ziel dieses Antrags ist es, eigene methodische Ansätze auf diesem Gebiet zu entwickeln und mit anderen Methoden zu vergleichen. Dabei wird vor allem die Diskretheit der angewandten Teststatistiken ausgenutzt.

1) C. Scheuer, A. Victor, J.Cologne, G. Hommel: "Vergleich von multiplen Testprozeduren mit Berücksichtigung kategorialer Teststatistiken bei genetischen Assoziationsstudien" GMDS 2007, Kongress Medizin und Gesellschaft, Augsburg.

2) A. Victor: "Multiple test procedures for discrete test statistics in genetic association studies" Annual Workshop of the Working Group "Adaptive Designs and Multiple Testing Procedures" IMBEI Mainz 2008.


Laufzeit: 2006-2008
Projektleiter: Dr. Anja Victor

Effiziente Auswertungsstrategien bei genetischen Assoziationsstudien mit Untersuchung vieler SNPs (MAIFOR-Projekt)

MAIFOR-Projekt

Laufzeit: 2007-2008
Projektleiter: Dr. Dr. Christian Walter, Katherine Taylor, Frank Gemmeker, Univ.-Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas, Prof. Dr. Dr. Knut A Grötz

Mikrobiologische Kolonisation als Risikofaktor für die Bisphosphonat assoziierte Osteonekrose der Kiefer

Untersuchung der mikrobiologischen Kontamination auf parodontalpathogene Keime aus der Mundhöhle. Vergleich zwischen Nekrose, Nachbargebiet und entfernter Region.

Laufzeit: 2007-2009
Projektleiter: PD Dr. Rainer Wiewrodt

Individualisierte Therapie beim Lungenkarzinom

Aufbau einer „large-scale“ Lungenkrebsdatenbank einschließlich Asservation von biologischem Material. Erarbeiten von neuen therapie- und prognoserelevanten Faktoren durch Zusammenschau von klinischen, pathologischen und molekularbiologischen Daten.

Literatur:

Laufzeit: 2004-2008
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Hajo Zeeb

Forschungsprojekte zu Migration und Gesundheit

Das IMBEI ist in mehrere nationale und internationale Forschungs– und Publikationsprojekte zum Themenbereich Migration und Gesundheit eingebunden. Dabei werden primäre und sekundäre epidemiologische Daten von Migrantenpopulationen analysiert.

Literatur:
Razum O, Zeeb H, Meesmann U. Migration und Gesundheit. Schwerpunktbericht der Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Herausgeber: Robert-Koch-Institut, Berlin1. Aufl. 2008, 133 Seiten
Zeeb H, Spallek J, Razum O, Spix C. Krebserkrankungen bei Kindern türkischer Herkunft in Deutschland. Halbjahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie 2007. Monatsschr Kinderheilkd 2007; 155: 402

Laufzeit: 2006-2010
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Hajo Zeeb

Implementierungsstudie zur Entscheidungshilfe „Brusterhaltende Therapie oder Brustentfernung“ (STEB-Studie)

Das IMBEI evaluiert eine von der LMU München erarbeitete und vom AOK Bundesverband finanzierte Entscheidungshilfe für Frauen mit Brustkrebs im Stadium T1. Grundsätzlich stehen für diese Frauen zwei in Bezug auf Survival weitgehend gleichwertige Therapieoptionen zur Verfügung: zumeist wird die brusterhaltende Operation mit anschließender Bestrahlung durchgeführt, bei der Mastektomie ist keine Bestrahlung notwendig. Die Entscheidungshilfe soll Frauen über die Optionen informieren und ihre Beteiligung an der Entscheidungsfindung unterstützen. Mittels eines schriftlichen Fragebogens und persönlichen Interviews wurden betroffene Frauen in Brustzentren in Rheinland-Pfalz, behandelnde Klinikärzte sowie niedergelassene Fachärzte und Mitglieder einer großen Selbsthilfeorganisation zu Einsatz und Qualität der Entscheidungshilfe befragt.

Literatur:

Laufzeit: 2007-2008
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Hajo Zeeb, Lucian Krille

Radon-Studien (WHO International Radon Project; RADPAR)

Das radioaktive Gas Radon ist nach dem Rauchen einer der wichtigsten Risikofaktoren für Lungenkrebs. Neue epidemiologische Forschungsergebnisse zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen innerhäuslichem Radon und Lungenkrebsrisiko. Das von der WHO und dem Bundesamt für Strahlenschutz geförderte Projekt umfasst die Koordination des WHO International Radon Project einschließlich der Herausgebertätigkeit für das neue WHO Radon Handbuch (Publikation im Jahr 2009). Das IMBEI ist zudem beteiligt an dem von der EU geförderten RADPAR Projekt zur Analyse und Umsetzung von Massnahmen zur Radonprävention.

Literatur:
Zeeb H, Carr Z. Radon et cancer du poumon - appel à une politique de santé publicque (Editorial). Bulletin épidémiologique hebdomadaire 2007; 18 (19): 145-146

Laufzeit: 2006-2010
Projektleiter: I Zwiener, S Berkefeld

Biometrische Betreuung von Studien der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie Entwicklung statistischer Verfahren für Studien mit kleiner Fallzahl und/oder langer Laufzeit

Ziel der biometrischen Betreuung ist die Sicherstellung eines hohen internationalen Standards. Um dieses Ziel zu erreichen, werden diese Studien während ihrer gesamten Laufzeit professionell biometrisch begleitet. Die Mitarbeit erstreckt sich dabei von der Planung einer Studie, über die Erstellung des statistischen Teils des Studienprotokolls, der Durchführung von Randomisierungen, der Mitwirkung bei der Kontrolle von Abbruchkriterien, der Sicherstellung der Datenqualität bis zu den statistischen Analysen und der Interpretation der Ergebnisse.
Die niedrigen Inzidenzraten pädiatrisch-onkologischer und -hämatologischer Erkrankungen bedingen kleine Rekrutierungsraten und lange Studienlaufzeiten. Daher steht die Entwicklung individuell auf die jeweilige Studie angepasster statistischer Methoden bei diesen Projekten im Vordergrund.
Bei den folgenden Studien handelt es sich um bundesweite, z.T. europaweite Studien, deren Studienleitungen an verschiedenen deutschen Kliniken angesiedelt sind:

HIT/SIOP-PNET
Kooperationspartner: Prof. Dr. S. Rutkowski (nationale Studienleitung), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf; Dr. F. Deinlein (nationale Studienleitung), Universitätskinderklinik Würzburg; Dr. B. Lannering, Department of Pediatric Oncology, Göteborg; Prof. Dr. R. Kortmann, Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der Universität Leipzig; Dr. B. Pizer, Alder Hey Children's Hospital, Liverpool; Dr. F. Doz, Departement de Pédiatrie, Institut Curie, Paris

HIT-GBM/HGG
Kooperationspartner: PD Dr. C. Kramm (Studienleitung), Universitätsklinikum Halle

HIT-LGG
Kooperationspartner: Dr. A. K. Gnekow (nationale Studienleitung), Klinik für Kinder und Jugendliche, Klinikum Augsburg; Kooperationspartner: Prof. Dr. G. Perilongo, Clinica di Oncoematologia Pediatrica e Centro Leucemie Infantili, Padova; Dr. D. A. Walker, Children's Brain Tumor Research Centre - Queen's Medical Centre, University of Nottingham; Dr. J. Grill, Département de Cancérologie de l'Enfant et de l'Adolescent, Institut Gustave Roussy, Villejuif

HIT-ENDO/KRANIOPHARYNGEOM
Kooperationspartner: Prof. Dr. H. Müller (Studienleitung), Klinik für Allgemeine Kinderheilkunde, Hämatologie/Onkologie, Klinikum Oldenburg

HIT-REZ
Kooperationspartner: PD Dr. G. Fleischhack (Studienleitung), Pädiatrische Hämatologie/Onkologie, Universitätskinderklinik Bonn


Laufzeit: 2007-2011

Publikationen

Al Dahouk S, Schöneberg I, Nöckler K, Alpers K, Merzenich H, Hensel A, Stark K, Neubauer H, Ammon A, Jansen A
Autoren der Einrichtung: Merzenich H
Changing trends in the epidemiology of human brucellosis in Germany, 1962-2005
Emerg Infect Dis. 2007; 13 (12): 1985-1900

Al-Nawas B, Hangen U, Duschner H, Krummenauer F, Wagner W
Autoren der Einrichtung: Krummenauer F
Weitere Autoren des Fachbereichs: Al-Nawas B, Duschner H, Wagner W
Turned, machined versus double-etched dental implants in vivo.
Clin Implant Dent Relat Res. 2007; 9 (2): 71-8

Altenhöner T, Stamm A, Zeeb H, Piepenbrock H, Zapf O
Autoren der Einrichtung: Zeeb H
Effekte eines physiotherapeutisch geleiteten Sportunterrichts in der Grundschule – Analyse ausgewählter Parameter der Dehnfähigkeit und Koordination.
Physioscience. 2007; 3: 17-22

Arndt V, Kaatsch P, Steliarova-Foucher E, Peris-Bonet R, Brenner H
Autoren der Einrichtung: Kaatsch P
Up-to-date monitoring of childhood cancer long-term survival in Europe: central nervous system tumours
Ann Oncol. 2007; 18: 1734-1742

Arndt V, Lacour B, Steliarova-Foucher E, Spix C, Znaor A, Pastore G, Stiller C, Brenner H
Autoren der Einrichtung: Spix C
Up-to-date monitoring of childhood cancer long-term survival in Europe: tumors of the sympathetic nervous system, retinoblastoma, renal and bone tumors, and soft tissue sarcomas
Ann Oncol. 2007; 18: 1722-1733

Azrak B, Victor A, Willershausen B, Pistorius A, Hörr C, Gleissner C
Autoren der Einrichtung: Victor A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Azrak B, Willershausen B, Pistorius A, Gleissner C
Usefulness of combining clinical and radiological dental findings for a more accurate noninvasive age estimation
J Forensic Sci. 2007; 52: 146-150

Bardehle D, Klug SJ, Eberhardt W
Autoren der Einrichtung: Klug SJ
Bedeutung der ICD für Vergleiche von Indikatorensätzen
Bundesgesundhtsbl-Gesundhtsforsch-Gesundhtsschutz. 2007; 50: 1061-1069

Bessou H, Zeeb H, Puteanus U
Autoren der Einrichtung: Zeeb H
Hoher Anteil privat versicherter Methylphenidat-Empfanger in Koln. Ergebnisse einer Verordnungsanalyse auf der Basis von Rezeptdaten.
Gesundheitswesen. 2007; 69 (5): 292-6

Blettner M, Schüz J
Autoren der Einrichtung: Blettner M, Schüz J
Handy und Gehirntumor - Einzelne Ergebnisse werden aus dem Zusammenhang gerissen
Dtsch Arztebl. 2007; 104: A 536-540

Blettner M, Samkange-Zeeb F, Hammer GP, Zeeb H
Autoren der Einrichtung: Blettner M, Samkange-Zeeb F, Hammer GP, Zeeb H
Kosmische Strahlung und Gesundheit bei Flugreisen
Public Health Forum. 2007; 15 (56): 20-22

Blettner M, Schlehofer B, Samkange-Zeeb F, Berg G, Schlaefer K, Schüz J
Autoren der Einrichtung: Blettner M, Samkange-Zeeb F, Schüz J
Medical exposure to ionising radiation and the risk of brain tumours: Interphone study group, Germany.
Eur J Cancer. 2007; 43 (13): 1990-8

Blettner M, Hammer G, Merzenich H, Kaatsch P
Autoren der Einrichtung: Blettner M, Hammer G, Merzenich H, Kaatsch P
Strahlenepidemiologische Forschung am Deutschen Kinderkrebsregister. Untersuchungen regionaler Häufungen bei Krebs im Kindesalter in Deutschland. Zeitliche Trends von Inzidenz und Überlebenswahrscheinlichkeit von Krebs im Kindesalter in Deutschland und Europa
Monatsschr Kinderheilkd. 2007; 155: 401-402. Publizierter Abstract

Brenzel T, Libich C, Victor A, Dittmar M, Kahaly GJ
Autoren der Einrichtung: Victor A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Kahaly GJ
High recurrence risk in kindred of patients with autoimmune thyroid diseases Annual Meeting of the American Thyroid Association, New York City, October 2007
Thyroid. 2007; 17 (sup1): pp48. Publizierter Abstract

Brieger J, Kattwinkel J, Berres M, Gosepath M, Mann W
Autoren der Einrichtung: Berres M
Weitere Autoren des Fachbereichs: Brieger J, Kattwinkel J, Gosepath M, Mann W
Impact of vascular endothelial growth factor release on radiation resistance.
Oncol Rep. 2007; 18 (6): 1597-601

Brüggemeyer H, Philipp J, Merzenich H, Schmiedel S, Blettner M, Schüz J
Autoren der Einrichtung: Merzenich H, Blettner M, Schüz J
Kindliche Leukämien und EMF-Expositionen in der Umgebung hochfrequenter Sendestationen (KiSS) - Fragestellung und Studienbeschreibung
Advances in Radio Sciences. 2007; 5: 183-188

Buness A, Kuner R, Ruschhaupt M, Poustka A, Sultmann H, Tresch A
Autoren der Einrichtung: Tresch A
Identification of aberrant chromosomal regions from gene expression microarray studies applied to human breast cancer.
Bioinformatics. 2007; 23 (17): 2273-80

Calaminus G, Kaatsch P
Autoren der Einrichtung: Kaatsch P
Positionspapier der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) zu (Langzeit-)Nachbeobachtung, (Langzeit-)Nachsorge und Spätfolgenerhebung von pädiatrisch-onkologischen Patienten <Positionspaper of the Society of Pediatric Oncology and Hematology (GPOH) on (Long-Term) Surveillance, (Long-Term) Follow-Up and Late Effect Evaluation in Pediatric Oncology Patients>
Klin Padiatr. 2007; 219: 173-178

Cardis E, Vrijheid M, Blettner M, Gilbert E, Hakama M, Hill C, Howe G, Kaldor J, Muirhead CR, Schubauer-Berigan M, Yoshimura T, Bermann F, Cowper G, Fix J, Hacker C, Heinmiller B, Marshall M, Thierry-Chef I, Utterback D, Ahn YO, Amoros E, Ashmore P, Auvinen A, Bae JM, Bernar J, Biau A, Combalot E, Deboodt P, Diez Sacristan A, Eklof M, Engels H, Engholm G, Gulis G, Habib RR, Holan K, Hyvonen H, Kerekes A, Kurtinaitis J, Malker H, Martuzzi M, Mastauskas A, Monnet A, Moser M, Pearce MS, Richardson DB, Rodriguez-Artalejo F, Rogel A, Tardy H, Telle-Lamberton M, Turai I, Usel M, Veress K
Autoren der Einrichtung: Blettner M
The 15-Country Collaborative Study of Cancer Risk among Radiation Workers in the Nuclear Industry: estimates of radiation-related cancer risks
Radiat Res. 2007; 167 (4): 396-416

Cardis E, Richardson L, Deltour I, Armstrong B, Feychting M, Johansen C, Kilkenny M, McKinney P, Modan B, Sadetzki S, Schuz J, Swerdlow A, Vrijheid M, Auvinen A, Berg G, Blettner M, Bowman J, Brown J, Chetrit A, Christensen HC, Cook A, Hepworth S, Giles G, Hours M, Iavarone I, Jarus-Hakak A, Klaeboe L, Krewski D, Lagorio S, Lonn S, Mann S, McBride M, Muir K, Nadon L, Parent ME, Pearce N, Salminen T, Schoemaker M, Schlehofer B, Siemiatycki J, Taki M, Takebayashi T, Tynes T, van Tongeren M, Vecchia P, Wiart J, Woodward A, Yamaguchi N
Autoren der Einrichtung: Schuz J, Blettner M
The INTERPHONE study: design, epidemiological methods, and description of the study population.
Eur J Epidemiol. 2007; 22 (9): 647-64

Debling D, Blettner M, Brömmel M, Kerenyi I, Kaatsch P
Autoren der Einrichtung: Debling D, Blettner M, Brömmel M, Kerenyi I, Kaatsch P
Welche Langzeitfolgen hat Krebs im Kindesalter? Studien sollen Auskunft geben
WIR. 2007; 1/07: 24-25

Faldum A
Autoren der Einrichtung: Faldum A
On the Trustworthiness of Error-Correcting Codes
IEEE Trans Inf Theory. 2007; 53 (12): 4777-4784

Faldum A, Hommel G
Autoren der Einrichtung: Faldum A, Hommel G
Strategies for including patients recruited during interim analysis of clinical trials.
J Biopharm Stat. 2007; 17 (6): 1211-25

Führer M, Durner J, Brünnler G, Götte H, Deppner C, Bender-Götze C, Albert E
Autoren der Einrichtung: Götte H
HLA association is different in children and adults with severe acquired aplastic anemia
Pediatr Blood Cancer. 2007; 48 (2): 186-191

Geisthoff UW, Heckmann K, D'Amelio R, Grünewald S, Knöber D, Falkei P, König J
Autoren der Einrichtung: König J
Health-related quality of life in hereditary hemorrhagic telangiectasia
Arch Otolaryngol Head Neck Surg. 2007; 136: 726-733

Giersiepen K, Hense HW, Klug SJ, Antes G, Zeeb H
Autoren der Einrichtung: Klug SJ, Zeeb H
Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Programmen zur Krebsfrüherkennung. Ein Positionspapier.
Z Arztl Fortbild Qualitatssich. 2007; 101 (1): 43-9

Giersiepen K, Hense HW, Klug SJ, Antes G, Zeeb H
Autoren der Einrichtung: Klug SJ, Zeeb H
Krebsfrüherkennung: Kontinuierliche wissenschaftliche Bewertung ist notwendig
Dtsch Arztebl. 2007; 4: A2-A3

Gockel I, Domeyer M, Wolloscheck T, Konerding MA, Junginger T
Weitere Autoren des Fachbereichs: Gockel I, Konerding MA, Junginger T
Resection of the mesopancreas (RMP): a new surgical classification of a known anatomical space.
World J Surg. 2007; 5: 44

Gosepath J, Spix C, Talebloo B, Blettner M, Mann WJ
Autoren der Einrichtung: Spix C, Blettner M
Weitere Autoren des Fachbereichs: Gosepath J, Mann WJ
Incidence of childhood cancer of the head and neck in Germany.
Ann Oncol. 2007; 18 (10): 1716-21

Gouveris HT, Victor A, Mann WJ
Autoren der Einrichtung: Victor A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Gouveris HT, Mann WJ
Cochlear origin of early hearing loss in vestibular schwannoma.
Laryngoscope. 2007; 117 (4): 680-3

Gouveris H, Helling K, Victor A, Mann W
Autoren der Einrichtung: Victor A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Gouveris H, Helling K, Mann W
Comparison of electronystagmography results with dynamic posturography findings in patients with vestibular schwannoma.
Acta Otolaryngol. 2007; 127 (8): 839-842

Gouveris H, Stripf T, Victor A, Mann W
Autoren der Einrichtung: Victor A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Gouveris H, Stripf T, Mann W
Dynamic Posturography Findings Predict Balance Status in Vestibular Schwannoma Patients
Otol Neurotol. 2007; 28: 372-375

Grotzer MA, von Hoff K, von Bueren AO, Shalaby T, Hartmann W, Warmuth-Metz M, Emser A, Kortmann RD, Kuehl J, Pietsch T, Rutkowski S
Autoren der Einrichtung: Emser A
Which clinical and biological tumor markers proved predictive in the prospective multicenter trial HIT'91-implications for investigating childhood medulloblastoma.
Klin Padiatr. 2007; 219 (6): 312-7

Hadji P, Blettner M, Harbeck N, Lück HJ, Glowig R, Jackisch C, Kreienberg R
Autoren der Einrichtung: Blettner M
Non-Compliance in der adjuvanten endokrinen Therapie des Mammakarzinoms
Frauenarzt. 2007; 48: 249-252

Hadji P, Jackisch C, Blettner M, Harbeck N, Lück H-J, Kreienberg R
Autoren der Einrichtung: Blettner M
Onkologie. Non-Compliance in der adjuvanten, endokrinen Therapie des Mammakarzinoms
Geburtshilfe Frauenheilkd. 2007; 67: 493-497

Heins E, Seitz C, Schüz J, Toschke AM, Harth K, Letzel S, Böhler E
Autoren der Einrichtung: Schüz J
Weitere Autoren des Fachbereichs: Heins E, Seitz C, Harth K, Letzel S, Böhler E
Bedtime, television and computer habits of primary school children in Germany
Gesundheitswesen. 2007; 69 (3): 151-157

Herrmann M, Müller S, Kindermann I, Günther L, König J, Böhm M, Herrmann W
Autoren der Einrichtung: König J
Plasma B vitamins and their relation to the severity of chronic heart failure
AM J CLIN NUTR. 2007; 85: 117-123

Heussel CP, Meier S, Wittelsberger S, Gotte H, Mildenberger P, Kauczor HU
Autoren der Einrichtung: Gotte H
Weitere Autoren des Fachbereichs: Meier S, Mildenberger P
Quantitative CT-Verlaufskontrolle von Lebermalignomen nach RECIST und WHO im Vergleich zur Volumetrie.
Rofo. 2007; 179 (9): 958-64

Hommel G, Bretz F, Maurer W
Autoren der Einrichtung: Hommel G
Powerful short-cuts for multiple testing procedures with special reference to gatekeeping strategies.
Stat Med. 2007; 26: 4063-4073

Jahn-Eimermacher A, du Prel JB, Schmitt HJ
Autoren der Einrichtung: Jahn-Eimermacher A
Weitere Autoren des Fachbereichs: du Prel JB, Schmitt HJ
Assessing vaccine efficacy for the prevention of acute otitis media by pneumococcal vaccination in children: a methodological overview of statistical practice in randomized controlled clinical trials.
Vaccine. 2007; 25 (33): 6237-44

Jahn-Eimermacher A, Hommel G
Autoren der Einrichtung: Jahn-Eimermacher A, Hommel G
Performance of adaptive sample size adjustment with respect to stopping criteria and time of interim analysis
Stat Med. 2007; 26 (7): 1450-61

Jung BA, Jung O, Messow CM, Wehrbein H
Autoren der Einrichtung: Messow CM
Weitere Autoren des Fachbereichs: Jung BA, Wehrbein H
Epidemiologische Erhebung zum Milchmolarenverlust bei Erstklässlern
Dtsch Zahnarztl Z. 2007; 11: 754-758

Kaatsch P, Spix C, Schmiedel S, Schulze-Rath R, Mergenthaler A, Blettner M
Autoren der Einrichtung: Kaatsch P, Spix C, Schmiedel S, Schulze-Rath R, Mergenthaler A, Blettner M
Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK-Studie). Abschlussbericht. Umweltforschungsplan des Bundesumweltministeriums (UFOPLAN) - Reaktorsicherheit und Strahlenschutz. Bundesamt für Strahlenschutz, Salzgitter
Herausgeber: Selbst, Selbst 2007, 327 Seiten

Kaatsch P, Spix C, Blettner M
Autoren der Einrichtung: Kaatsch P, Spix C, Blettner M
Untersuchungen regionaler Häufungen bei Krebs im Kindesalter in Deutschland
Monatsschr Kinderheilkd. 2007; 155: 401. Publizierter Abstract

Kahaly GJ, Bumb P, Pitz S, Scheurle C, Ponto KA, Lingl K, Hommel G, Müller-Forell W, Weber MM, Mann WJ
Autoren der Einrichtung: Hommel G
Weitere Autoren des Fachbereichs: Kahaly GJ, Bumb P, Pitz S, Müller-Forell W, Weber MM, Mann WJ
Decompression surgery for endocrine orbitopathy.
Med Klin (Munich). 2007; 102: 714-719

Kasaj A, Röhrig B, Schmidt M, Willershausen B
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
Weitere Autoren des Fachbereichs: Kasaj A, Willershausen B
Clinical evaluation of a nanocrystalline Hydroxyapatite (Ostim) for the treatment of intrabony periodontal defects
Abstract-Sonderband - FC 34. 2007: 66. Publizierter Abstract

Kasaj A, Röhrig B, Schmidt M, Willershausen B
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
Weitere Autoren des Fachbereichs: Kasaj A, Willershausen B
Heilung von intraossären Defekten nach Behandlung mit einem nano-partikulären Hydroxylapatit (Ostim)
Parodontologie. 2007; 18 (3): 267

Klein KU, Engelhard K, Glaser M, Reisch R, Tresch A, Werner C
Autoren der Einrichtung: Tresch A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Klein KU, Engelhard K, Glaser M, Reisch R, Werner C
Monitoring of Cerebral Blood Flow and Oxygen Saturation during Craniotomies
J Neurosurg Anesth. 2007; 19 (4): 321-322. Publizierter Abstract

Klein KU, Engelhard K, Glaser M, Reisch R, Tresch A, Werner C
Autoren der Einrichtung: Tresch A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Klein KU, Engelhard K, Reisch R, Werner C
The Effects of Changes in CO2 on Cerebral Blood Flow and Oxygen Extraction in Neurosurgical Patients
Anesthesiology. 2007: Abst CD A1854. Publizierter Abstract

Klug SJ, Hukelmann M, Hollwitz B, Düzenli N, Schopp B, Petry KU, Iftner T
Autoren der Einrichtung: Klug SJ, Hukelmann M
Prevalence of human papillomavirus types in women screened by cytology in Germany
J Med Virol. 2007; 79 (5): 616-625

Klug SJ
Autoren der Einrichtung: Klug SJ
PSA-Screening nicht ab 40 Jahre
Dtsch Arztebl. 2007: A504

Klug SJ, Bender R, Blettner M, Lange S
Autoren der Einrichtung: Klug SJ, Blettner M
Wichtige epidemiologische Studientypen
Deut Med Wochenschr. 2007; 132: e45-e47

Knappe S, Koch A, Wedding U, Röhrig B
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
Depressivität im Verlauf onkologischer Erkrankungen. Ergebnisse einer prospektiven Untersuchung und methodologische Implikationen
Verhaltenstherapie. 2007; 17: 52-53

Koehler J, Denzer J, Dieterich M, Faldum A
Autoren der Einrichtung: Faldum A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Koehler J, Dieterich M
Correlation of subjective disturbances, clinical findings and “TremorAn“ - computerised analysis of movement disorders in multiple sclerosis. 17th Meeting of the European Neurological Society, Rhodes, 16 - 20 June 2007
J Neurol. 2007; 254: 44. Publizierter Abstract

Koehler J, Hübner J, Faldum A
Autoren der Einrichtung: Faldum A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Koehler J
Depression in multiple sclerosis risk factor analysis. 23rd Congress of the European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis, October 11-14, 2007, Prague, Czech
Mult Scler. 2007; 13: 234. Publizierter Abstract

Koehler J, Denzer J, Dieterich M, Faldum A
Autoren der Einrichtung: Faldum A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Koehler J, Dieterich M
Korrelation von computerisierter Bewegungsanalyse, subjektiver Behinderung und klinischer Symptomatik bei Multipler Sklerose. 51.Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung, 21.- 25.März 2007, München
Klin Neurophysiol. 2007; 38: 80. Publizierter Abstract

Krämer I, Ganso M, Areschin S, Lange P, Emser A, Rössler J
Autoren der Einrichtung: Emser A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Krämer I, Ganso M
Verlässlichkeit eines Klassifikationssystems für pharmazeutische Interventionen
Krankenhauspharmazie. 2007; 7: 273-283

Kuemmel A, Single K, Bittinger F, Faldum A, Schmidt LH, Sebastian M, Taube C, Buhl R, Wiewrodt R
Autoren der Einrichtung: Faldum A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Kuemmel A, Single K, Bittinger F, Sebastian M, Taube C, Buhl R, Wiewrodt R
The prognostic impact of blood group-related antigen Lewis Y and the ABH blood groups in resected non-small cell lung cancer.
Tumour Biol. 2007; 28 (6): 340-9

Kurz S, Krummenauer F, Thieme H, Dick HB
Autoren der Einrichtung: Krummenauer F
Weitere Autoren des Fachbereichs: Thieme H
Contrast sensitivity after implantation of a spherical versus an aspherical intraocular lens in biaxial microincision cataract surgery.
J Cataract Refract Surg. 2007; 33 (3): 393-400

Lamparter J, Dick HB, Krummenauer F
Autoren der Einrichtung: Krummenauer F
Weitere Autoren des Fachbereichs: Lamparter J, Dick HB
Komplikationen nach Laser-in-Situ-Keratomileusis (LASIK): Ergebnisse einer Metaanalyse zu Inzidenzen und Folgekosten.
Klin Monatsbl Augenheilkd. 2007; 224 (8): 627-35

Löffler KI, Husemann B, Röhrig B, Völter-Mahlknecht S, Letzel S
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
Weitere Autoren des Fachbereichs: Löffler KI, Husemann B, Völter-Mahlknecht S, Letzel S
Risiko Arbeitsweg – Zielgruppenorientierte Risikofaktoren von Wegeunfällen und mögliche Präventionsstrategien
Arbeits Sozial Umweltmed. 2007; 42 (11): 580-587

Lubos E, Messow CM, Schnabel R, Rupprecht HJ, Espinola-Klein C, Bickel C, Peetz D, Post F, Lackner KJ, Tiret L, Münzel T, Blankenberg S
Autoren der Einrichtung: Messow CM
Weitere Autoren des Fachbereichs: Lubos E, Schnabel R, Espinola-Klein C, Peetz D, Post F, Lackner KJ, Münzel T, Blankenberg S
Resistin, acute coronary syndrome and prognosis results from the AtheroGene study.
Atherosclerosis. 2007; 193: 121-128

Mergenthaler A
Autoren der Einrichtung: Mergenthaler A
Langfristig Arbeitslose - die neue Unterschicht Ostdeutschlands?
Gesellschaft - Wirtschaft - Politik (GWP). 2007; 56 (4): 481-491

Merzenich H, Schmiedel S, Bennack S, Brüggemeyer H, Philipp J, Spix C, Blettner M, Schüz J
Autoren der Einrichtung: Merzenich H, Schmiedel S, Bennack S, Brüggemeyer H, Spix C, Blettner M, Schüz J
Leukämie bei Kindern in der Umgebung von Sendestationen des Rundfunks – Anforderungen an das Studiendesign
Umweltmedizin In Forschung Und Praxis. 2007; 12 (4): 213-223

Moench C, Barreiros AP, Schuchmann M, Bittinger F, Thiesen J, Hommel G, Kraemer I, Otto G
Autoren der Einrichtung: Hommel G
Weitere Autoren des Fachbereichs: Moench C, Barreiros AP, Schuchmann M, Bittinger F, Thiesen J, Kraemer I, Otto G
Tacrolimus monotherapy without steroids after liver transplantation - A prospective randomized double-blinded placebo-controlled trial
Am J Transplant. 2007; 7: 1616-1623

Mohrs OK, Petersen SE, Erkapic D, Victor A, Schlosser T, Nowak B, Kauffmann G, Voigtlaender T, Kauczor HU
Autoren der Einrichtung: Victor A
Dynamic contrast-enhanced MRI before and after transcatheter occlusion of patent foramen ovale.
AJR Am J Roentgenol. 2007; 188 (3): 844-9

Muttray A, Gosepath J, Brieger J, Faldum A, Zagar C, Mayer-Popken O, Roßbach B, Jung D, Mann W, Letzel S
Autoren der Einrichtung: Faldum A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Muttray A, Gosepath J, Brieger J, Zagar C, Mayer-Popken O, Roßbach B, Mann W, Letzel S
Akute Effekte von Methylmethacrylat auf die Nasenschleimhaut gesunder Probanden
Abstract-Band des 17. Jahrestreffena der Arbeitsgemeinschaft Klinische Immunologie, Allergologie und Umweltmedizin und Treffen der Arbeitsgruppe Respiratorische Funktion der Nase der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. in Mainz. 2007: 0. Publizierter Abstract

Muttray A, Gosepath J, Brieger J, Faldum A, Zagar C, Mayer-Popken O, Roßbach B, Jung D, Scherhag H, Mann W, Letzel S
Autoren der Einrichtung: Faldum A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Muttray A, Gosepath J, Brieger J, Zagar C, Mayer-Popken O, Roßbach B, Scherhag H, Mann W, Letzel S
Zur Wirkung von 50 ppm Methylmethacrylat auf die oberen Atemwege gesunder Probanden
Arbeits Sozial Umweltmed. 2007; 42: 155. Publizierter Abstract

Neufang A, Espinola-Klein C, Dorweiler B, Messow CM, Schmiedt W, Vahl CF
Autoren der Einrichtung: Messow CM
Weitere Autoren des Fachbereichs: Neufang A, Espinola-Klein C, Dorweiler B, Schmiedt W, Vahl CF
Femoropopliteal prosthetic bypass with glutaraldehyde stabilized human umbilical vein (HUV)
Eur J Vasc Endovasc Surg. 2007; 46 (2): 280-8

Nowak B, Strasheim R, Victor A, Voigtländer T, Schmermund A, Fach WA
Autoren der Einrichtung: Victor A
Neue Wege in der kardiologischen Notfallversorgung (A New Pathway in Cardiology Emergency Care - „Chest Pain Units“ in the German Cardiology Hospital Affiliation System)
Dtsch Arztebl. 2007; 104 (A): 1988-1994

Otto WM, Heise M, Hoppe-Lotichius M, Victor A, Schuchmann M, Herber A
Autoren der Einrichtung: Victor A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Otto WM, Schuchmann M
Prognostic assessement of TACE pretreatment before liver transplantation in patients with hepatocellular carcinoma
Transpl Int. 2007; 20 (2): 3-4. Publizierter Abstract

Pharow P, Brunner M, Pommerening K
Autoren der Einrichtung: Pommerening K
Datenschutz und Datensicherheit in Gesundheitsanwendungen. Beitrag in: Medizin und Gesellschaft
Herausgeber: Wichmann HE et al, Rheinware Mönchengladbach, 2007, S.266

Philipp J, Merzenich H, Brüggemeyer H, Schmiedel S, Blettner M, Schüz J
Autoren der Einrichtung: Merzenich H, Blettner M, Schüz J
Retrospektive Bestimmung der elektromagnetischen Exposition durch analoge Rundfunksender im Rahmen von KiSS
Advances in Radio Sciences. 2007; 5: 173-182

Pommerening K, Hummel M, Semler S, Ihle P
Autoren der Einrichtung: Pommerening K
Biomaterialbanken - Datenschutz und ethische Aspekte
Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2007, 100 Seiten

Pommerening K
Autoren der Einrichtung: Pommerening K
Das Datenschutzkonzept der TMF für Biomaterialbanken
it - Information Technology. 2007; 49: 352-359

Pommerening K
Autoren der Einrichtung: Pommerening K
Datenschutz und medizinische Forschung - Zwischen Forschungsfreiheit und informationeller Selbstbestimmung
Forum DKG. 2007; 2: 54-57

Pommerening K, Sax U, Müller T, Speer R, Ganslandt T, Drepper J, Semler S
Autoren der Einrichtung: Pommerening K
Die Revision des TMF-Datenschutzkonzepts. Beitrag in: Medizin und Gesellschaft
Herausgeber: Wichmann HE et al, Rheinware Mönchengladbach, 2007, S.269-270

Pommerening K
Autoren der Einrichtung: Pommerening K
Identität und Pseudonym. Beitrag in: Medizin und Gesellschaft
Herausgeber: Wichmann HE et al, Rheinware Mönchengladbach, 2007, S.270

Pommerening K
Autoren der Einrichtung: Pommerening K
Zwischen Forschungsfreiheit und informationeller Selbstbestimmung
Forum Deutsche Krebsgesellschaft e. V. . 2007; 2: 54-57

Ponto KA, Pitz S, Hommel G, Kahaly GJ
Autoren der Einrichtung: Hommel G
Weitere Autoren des Fachbereichs: Pitz S, Kahaly GJ
Close relationship between TSH-receptor antibodies, ocular findings, and quality of life in Graves’ orbitopathy.Annual Meeting of the American Thyroid Association, New York City, October 2007
Thyroid. 2007; 17 (sup1): pp 47. Publizierter Abstract

Prudlo J, König J, Ermert S, Juhász J
Autoren der Einrichtung: König J
Sleep disordered breathing in medically stable patients with myasthenia gravis
Eur J Neurol. 2007; 14: 312-326

Renieri G, Kurz S, Schneider A, Eisenmann D
Autoren der Einrichtung: Schneider A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Renieri G, Kurz S
ReSTOR diffractive versus Array 2 zonal-progressive multifocal intraocular lens: a contralateral comparison.
Eur J Ophtalmol. 2007; 17 (5): 720-8

Röhrig B, Höffken K, Pientka L, Wedding U
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
How many and which items of activities of daily living (ADL) and instrumental activities of daily living (IADL) are necessary for screening
Crit Rev Oncol Hemat. 2007; 62: 164-171

Rossmann H, Büchler E, Wenzel JJ, Neukirch C, Du Prel JB, Lackner KJ
Autoren der Einrichtung: Du Prel JB
Weitere Autoren des Fachbereichs: Rossmann H, Büchler E, Wenzel JJ, Neukirch C, Lackner KJ
Evaluation of a new pooling strategy based on leukocyte count for rapid quantification of allele frequencies.
Clin Chem. 2007; 53: 980-982

Rutkowski S, von Bueren A, von Hoff K, Hartmann W, Shalaby T, Deinlein F, Warmuth-Metz M, Soerensen N, Emser A, Bode U, Mittler U, Urban C, Benesch M, Kortmann RD, Schlegel PG, Kuehl J, Pietsch T, Grotzer M
Autoren der Einrichtung: Emser A
Prognostic relevance of clinical and biological risk factors in childhood medulloblastoma: results of patients treated in the prospective multicenter trial HIT'91.
Clin Cancer Res. 2007; 13 (9): 2651-7

Samkange-Zeeb F, Nübling M
Autoren der Einrichtung: Samkange-Zeeb F, Nübling M
Epidemiologische Grundlagen: Teil I: Wichtige Begriffe und Maßzahlen
Ärzteblatt Rheinland-Pfalz. 2007; 09: 19

Schattenberg A, Meyer GR, Gräber H, Willershausen B, Röhrig B, Ernst C-P
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
Weitere Autoren des Fachbereichs: Schattenberg A, Meyer GR, Willershausen B, Ernst C-P
Spannungsoptische Messung zur Polymerisationsschrumpfungskraft schrumpfreduzierter experimenteller Komposite
Dtsch Zahnarztl Z. 2007; 62 (8): 518-524

Scheuer C, Victor A, Cologne J, Hommel G
Autoren der Einrichtung: Victor A, Hommel G
Vergleich von multiplen Testprozeduren bei genetischen Assoziationsstudien
http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds348.shtml

Schlehofer B, Schlaefer K, Berg G, Böhler E, Hettinger I, Kunna-Grass K, Wahrendorf J, Schüz J, Blettner M
Autoren der Einrichtung: Schüz J, Blettner M
Weitere Autoren des Fachbereichs: Böhler E
Environmental risk factors for sporadic acoustic neuroma (Interphone Study Group, Germany)
Eur J Cancer. 2007; 43 (11): 1741-7

Schlitt A, Heine GH, Jiang XC, Messow M, Blankenberg S, Rupprecht HJ, Ulrich C, Buerke M, Werdan K, Lackner KJ, Kohler H, Girndt M
Autoren der Einrichtung: Messow M
Weitere Autoren des Fachbereichs: Schlitt A, Heine GH, Blankenberg S, Lackner KJ
Phospholipid Transfer Protein in Hemodialysis Patients.
Am J Nephrol. 2007; 27: 138-143

Schmidt M, Bremer E, Hasenclever D, Victor A, Gehrmann M, Steiner E, Schiffer IB, Gebhardt S, Lehr HA, Mahlke M, Hermes M, Mustea A, Tanner B, Koelbl H, Pilch H, Hengstler JG
Autoren der Einrichtung: Victor A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Schiffer IB, Koelbl H
Role of the progesterone receptor for paclitaxel resistance in primary breast cancer.
Br J Cancer. 2007; 96 (2): 241-7

Schneider M, Röhrig B, Gödert HW, Wilhelm H, Muttray A
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
Weitere Autoren des Fachbereichs: Gödert HW, Muttray A
Umgang mit anticholinergen Substanzen: Die Pupillometrie als neue Möglichkeit in der arbeitsmedizinischen Diagnostik
Arbeits Sozial Umweltmed. 2007; 42: 179. Publizierter Abstract

Schüz J, Foreman MR
Autoren der Einrichtung: Schüz J
Birthweight by gestational age and childhood cancer.
Cancer Causes Control. 2007; 18: 655-663

Schüz J, Weihkopf TB, Kaatsch P
Autoren der Einrichtung: Schüz J, Weihkopf TB, Kaatsch P
Medication use during pregnancy and risk of childhood cancer in the offspring
Eur J Pediatr Surg. 2007; 166: 433-441

Sinning JM, Bickel C, Sinning C, Schnabel R, Messow CM, Lubos E, Lackner KJ, Rupprecht HJ, Papassotiriou J, Bergmann A, Münzel T, Blankenberg S
Autoren der Einrichtung: Messow CM
Weitere Autoren des Fachbereichs: Schnabel R, Lackner KJ, Münzel T, Blankenberg S
Procalcitonin for risk stratification in stable coronary artery disease: Results from the atherogene study
Circulation. 2007; 116 (16): 851. Publizierter Abstract

Spix C, Kaatsch P
Autoren der Einrichtung: Spix C, Kaatsch P
Zeitliche Trends von Inzidenz und Überlebenswahrscheinlichkeit von Krebs im Kindesalter in Deutschland und Europa
Monatsschr Kinderheilkd. 2007; 155: 401. Publizierter Abstract

Stang A, Rusner C, Eisinger B, Stegmaier C, Kaatsch P
Autoren der Einrichtung: Kaatsch P
Subtype-specific incidence of testicular cancer in Germany. A pooled analysis of nine population-based cancer registries
Int J Androl. 2007; 30: 1-11

Steiner E, Plata K, Interthal C, Schmidt M, Faldum A, Hengstler JG, Sakuragi N, Watari H, Yamamoto R, Kolbl H
Autoren der Einrichtung: Faldum A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Hengstler JG, Kolbl H
Diabetes mellitus is a multivariate independent prognostic factor in endometrial carcinoma: a clinicopathologic study on 313 patients.
Eur J Gynaecol Oncol. 2007; 28 (2): 95-7

Strauss B, Brix C, Fischer S, Leppert K, Füller J, Roehrig B, Schleussner C, Wendt TG
Autoren der Einrichtung: Roehrig B
The Influence of Resilience on Fatigue in Cancer Patients undergoing Radiation Therapy (RT)
J Cancer Res Clin Oncol. 2007; 133: 511-518

Svendsen AL, Weihkopf TB, Kaatsch P, Schüz J
Autoren der Einrichtung: Weihkopf TB, Kaatsch P, Schüz J
Exposure to magnetic fields and survival after diagnosis of childhood leukaemia - a German cohort study
Cancer Epidem Biomar. 2007; 16: 1167-1171

Tadic A, Baskaya Ö, Victor A, Höppner W, Dahmen N
Autoren der Einrichtung: Victor A
Weitere Autoren des Fachbereichs: Tadic A, Baskaya Ö, Dahmen N
Varianten des SCN9A Gens sind nicht mit der Borderline Persönlichkeitsstörung assoziiert
Nervenarzt. 2007; 78 (s2): 198. Publizierter Abstract

Teufel A, Weinmann A, Krupp M, Budinger M, Galle PR
Autoren der Einrichtung: Budinger M
Weitere Autoren des Fachbereichs: Teufel A, Weinmann A, Galle PR
Genome-wide analysis of factors regulating gene expression in liver.
Gene. 2007; 389 (2): 114-121

Tresch A, Beissbarth T, Sultmann H, Kuner R, Poustka A, Buness A
Autoren der Einrichtung: Tresch A
Discrimination of direct and indirect interactions in a network of regulatory effects.
J Comput Biol. 2007; 14 (9): 1217-28

Victor A
Autoren der Einrichtung: Victor A
Bewertung genetischer Forschungsergebnisse - Methoden und vermeidbare Fehler
G+G Wissenschaft (GGW). 2007; 7 (4): 14-22

Victor A, Hommel G
Autoren der Einrichtung: Victor A, Hommel G
Combining adaptive designs with control of the false discovery rate - a generalized definition for a global p-value
Biom J. 2007; 49 (1): 94-106

Völter-Mahlknecht S, Sacher N, Wegner I, Schulze-Rath R, Diepgen TL, Blettner M, Letzel S
Autoren der Einrichtung: Schulze-Rath R, Blettner M
Weitere Autoren des Fachbereichs: Völter-Mahlknecht S, Sacher N, Letzel S
Pilotstudie zur Erfassung der UV-Exposition beim fliegenden Personal
Arbeits Sozial Umweltmed. 2007; 42 (3): 152. Publizierter Abstract

Völter-Mahlknecht S, Krummenauer F, Stenzel B, Dupuis H, Letzel S
Autoren der Einrichtung: Krummenauer F
Weitere Autoren des Fachbereichs: Völter-Mahlknecht S, Stenzel B, Dupuis H, Letzel S
Vergleich von Thermometrie und Thermographie im Rahmen der Diagnostik des Vibrationsbedingten Vasospastischen Syndroms (VVS)
Arbeits Sozial Umweltmed. 2007; 42 (10): 540–543

Vrijheid M, Cardis E, Blettner M, Gilbert E, Hakama M, Hill C, Howe G, Kaldor J, Muirhead CR, Schubauer-Berigan M, Yoshimura T, Ahn YO, Ashmore P, Auvinen A, Bae JM, Engels H, Gulis G, Habib RR, Hosoda Y, Kurtinaitis J, Malker H, Moser M, Rodriguez-Artalejo F, Rogel A, Tardy H, Telle-Lamberton M, Turai I, Usel M, Veress K
Autoren der Einrichtung: Blettner M
The 15-Country Collaborative Study of Cancer Risk Among Radiation Workers in the Nuclear Industry: design, epidemiological methods and descriptive results.
Radiat Res. 2007; 167 (4): 361-79

Wedding U, Röhrig B, Klippstein A, Pientka L, Höffken K
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
Age, severe comorbidity and functional impairment independently contribute to poor survival in cancer patients
J Cancer Res Clin Oncol. 2007; 133: 945-950

Wedding U, Röhrig B, Pientka L
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
Anaemia-related impairment in quality of life in elderly cancer patients prior to chemotherapy
J Cancer Res Clin Oncol. 2007; 133 (5): 279-286

Wedding U, Röhrig B, Klippstein A, Brix C, Pientka L, Höffken K
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
Co-morbidity and functional deficits independently contribute to quality of life before chemotherapy in elderly cancer patients
Support Care Cancer. 2007; 15: 1097-1104

Wedding U, Röhrig B, Klippstein A, Steiner P, Schäffer T, Pientka L
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
Comorbidity in patients with cancer: Prevalence and severity measured by cumulative illness rating scale
Crit Rev Oncol Hemat. 2007; 61: 269-276

Wedding U, Koch A, Röhrig B, Pientka L, Höffken K, Maurer I
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
Requestioning depression in patients with cancer: Contribution of somatic and affective symptoms to Beck’s Depression Inventory
Ann Oncol. 2007; 18: 1875-1881

Weihkopf T, Becker N, Nieters A, Mester B, Deeg E, Elsner G, Blettner M, Seidler A
Autoren der Einrichtung: Weihkopf T, Blettner M
Sun exposure and malignant lymphoma: a population-based case-control study in Germany.
Int J Cancer. 2007; 120 (11): 2445-51

Widman TA, Hermann M, Taha N, König J, Pfreundschuh M
Autoren der Einrichtung: König J
Short telomeres in aggressive non-Hodgkin's lymphoma as a risk factor in lymphomagenesis.
Exp Hematol. 2007; 35: 939-946

Willershausen B, Blettner M, Kasaj A, Hohenfellner K
Autoren der Einrichtung: Blettner M
Weitere Autoren des Fachbereichs: Willershausen B, Kasaj A, Hohenfellner K
Association between body mass index and dental health in 1,290 children of elementary schools in a German city
Clin oral investig. 2007; 11 (3): 195-200

Willershausen B, Röhrig B, Kemper O, Schuster S, Kasaj A
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
Weitere Autoren des Fachbereichs: Willershausen B, Kemper O, Schuster S, Kasaj A
Auswirkungen von Krankenversicherung und Bildungsstand der Patienten auf Sanierungsgrad und Auswahl zahnärztlicher Restaurationswerkstoffe
ZMK. 2007; 23: 838-844

Willershausen B, Moschos D, Azrak B, Blettner M
Autoren der Einrichtung: Blettner M
Weitere Autoren des Fachbereichs: Willershausen B, Moschos D, Azrak B
Correlation between oral health and Body Mass Index (BMI) in 2071 primary school pupils
Eur J Med Res. 2007; 12: 295-299

Willershausen B, Röhrig B, Kasaj A, Kemper O, Schuster S, Pistorius A
Autoren der Einrichtung: Röhrig B
Weitere Autoren des Fachbereichs: Willershausen B, Kasaj A, Pistorius A
Einfluss sozialer Faktoren auf Sanierungsgrad und Auswahl zahnärztlicher Restaurationswerkstoffe
Dtsch Zahnarztl Z. 2007; 62 (6): 408-413

Windelberg M, Fleischhack G, Zimmermann M, Emser A, Bode U
Autoren der Einrichtung: Emser A
HIT-REZ-97-Studie. Behandlungsergebnisse der Studien- und Beobachtungspatienten
Monatsschr Kinderheilkd. 2007; 155 (10): 990-991. Publizierter Abstract

Winter A, Funkat G, Haeber A, Mauz-Koerholz C, Pommerening K, Smers S, Stausberg J
Autoren der Einrichtung: Pommerening K
Integrated information systems for translational medicine
Method Inform Med. 2007; 46 (5): 601-607

Yang K, Palm J, König J, Seeland U, Rosenkranz S, Feiden W, Rube C, Rube CE
Autoren der Einrichtung: König J
Matrix-Metallo-Proteinases and their tissue inhibitors in radiation-induced lung injury.
Int J Radiat Biol. 2007; 83 (10): 665-676

Zeeb H, Klug S, Samkange-Zeeb F, Blettner M
Autoren der Einrichtung: Zeeb H, Klug S, Samkange-Zeeb F, Blettner M
Epidemiologische Grundlagen: Teil II: Kausalität in der Epidemiologie
Ärzteblatt Rheinland-Pfalz. 2007; 11: 18

Zeeb H, Spallek J, Razum O, Spix C
Autoren der Einrichtung: Zeeb H, Spix C
Krebserkrankungen bei Kindern türkischer Herkunft in Deutschland. Halbjahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie 2007
Monatsschr Kinderheilkd. 2007; 155: 402. Publizierter Abstract

Zeeb H, Carr Z
Autoren der Einrichtung: Zeeb H
Radon et cancer du poumon - appel à une politique de santé publicque (Editorial)
Bulletin épidémiologique hebdomadaire. 2007; 18 (19): 145-146

Auswahl an wissenschaftlichen Vorträgen

Univ.-Prof. Dr. M Blettner
Strahlenepidemiologische Forschung am Deutschen Kinderkrebsregister
69. Wissenschaftliche Tagung der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH), Berlin

Univ.-Prof. Dr. G Hommel
Aesthetics and power in multiple testing - a contradiction?
Vortrag auf der 5th International Conference of Multiple Comparison Procedures, Wien

Dr. P Kaatsch
Inzidenzen und Art der Zweitmalignome bei Tumortherapie im Kindesalter
Gemeinsame Tagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie (DGHO), Basel

PD Dr. SJ Klug
Cervical cancer screening and HPV prevalence in the European Union
Symposium Cervical Cancer, University of Hong Kong, Hong Kong, China

Dr. H Merzenich
Case-control study on childhood leukaemia and proximity to radio and television transmitters
German Mobile Telecommunication Research Programme, International Workshop on long term effects, Munich

Prof. Dr. K Pommerening
Integrating eHealth and Medical Research - The TMF Data Protection Scheme
CeHR Regensburg

Univ.-Prof. Dr. H Zeeb
The WHO International Radon Project - Linking international action on radon
ICP Global Conference, London

Promotionen

Hendrik Dannemeyer
Publikationsbias in epidemiologischen Meta-Analysen

Angela Emser
Vergleich von Punkt- und Intervallschätzern für Überlebenswahrscheinlichkeiten in einstufigen, gruppensequentiellen und adaptiv- gruppensequentiellen Überlebenszeitstudien

Sharlet Kanacherry
Untersuchung des Pflegebedarfs in Rheinland-Pfalz

Lars Kremer
Literatur-Review über populationsbezogene, wissenschaftliche Veröffentlichungen zu dem Thema 'Sekundärmalignome nach Krebs im Kindesalter'

Jutta Ursula Lindert
Depressivität, Angst, psychische Belastung und Überlebenszeit bei Patientinnen und Patienten mit Brust-, Darm- oder Prostatakrebs. Auswertung der Daten von Patienten in der Tumornachsorge in Rheinland-Pfalz 2001 - 2005

Caroline Tangerding
Komparative Analyse des psychosozialen Interventionsbedarfs in der onkologischen Nachsorge aus Patienten- und Ärztesicht

Lehrveranstaltungen

WS 07/08
Epidemiologie, med. Biometrie u. med. Informatik
Vorlesung, 3,0 SWS
Q-Fächer
Q-Fach, 0,0 SWS
Sozialmedizin
Praktikum, 0,0 SWS
WF: Medizinische Informatik
Praktikum, 0,0 SWS

Verschiedene wissenschaftliche Aktivitäten

Gutachten

Univ.-Prof. Dr. M Blettner
Gutachten für wissenschaftliche Zeitschriften: Deutsches Ärzteblatt; Radiation Environmental Biophysics; Biometrical Journal; International Journal of Epidemiology; Statistics in Medicine; Epidemiology; Informatik, Biometrie und Epidemiologie in Medizin und Biologie; Radiation Research; Biometrics; American Journal of Epidemiology; International Journal of Cancer

Dr. D Debling
Dt. Ärzteblatt

Dr. G Hammer
BMC Public Health, Radiation Protection Dosimetry, International Journal of Applied Aviation Studies, National Institutes for Occupational Safety and Health, Deutsches Ärzteblatt

Dr. Torsten Panholzer
Deutsches Ärzteblatt

Prof. Dr. K Pommerening
Begutachtung von Datenschutzkonzepten medizinischer Forschungseinrichtungen für die TMF

Prof. Dr. K Pommerening
Projektbegutachtung für BMBF und DFG. Manuskriptreviews für GMDS.

Dr. B Röhrig
Reviewing für das deutsche Ärzteblatt 2007

Dr. A Victor
BMBF/DFG-Programm "Clinical Trials", Computer Methods and Programs in Biomedicine, Deutsches Ärzteblatt

Sonstiges

Univ.-Prof. Dr. M Blettner
Mitglied im Fachausschuss Versorgung, Deutsche Krebshilfe e.V.;